https://ir.snt.at/HAIB_22122021.pdf
[Zusammenfassung (Hervorhebungen wurden übernommen):] Entkräftung des Hauptvorwurfs Wir haben offizielle Dokumente entdeckt, die eindeutig beweisen, dass S&T in keiner Weise mit IMG China (Amogi / Emoki Computer Software Services Co. Ltd.) in Verbindung steht (siehe Seiten 2 und 3). Wir fänden es merkwürdig, wenn Viceroy diese Dokumente vermisst, obwohl sie online verfügbar sind. Dieses "Missgeschick" stellt die Glaubwürdigkeit des gesamten Berichts von Viceroy unseres Erachtens in Frage. Rekapitulieren wir: In dem am Montag [20.12.] veröffentlichten Vermerk haben wir erklärt, warum der Hauptvorwurf von Viceroy unbegründet erscheint. Was ist die Hauptangriffslinie? Viceroy behauptet, dass S&T außerbilanzielle Gesellschaften betreibt, um einen Betrug zu verbergen. Als Beispiele führt Viceroy die SandT Holding und IMG China an. Ohne weitere Beispiele behauptet Viceroy lediglich, dass "es mehr geben sollte, aber solche Unternehmen seien naturgemäß schwer zu finden". Die Behauptung Viceroys, IMG China sei eines der außerbilanziellen Unternehmen von S&T gewesen, basiert auf dürftigen Beweisen: Viceroy fand einen Hinweis auf S&T auf der LinkedIn-Seite von IMG und einen auf der Homepage von IMG (siehe Seiten 26 und 27 des Berichts). Die Behauptung erscheint noch bizarrer, wenn man bedenkt, dass im Jahresbericht 2010 von S&T die vollständige Veräußerung von IMG China beschreibt (siehe nächste Seite). Ja, IMG war früher eine Tochtergesellschaft von S&T, was vielleicht erklärt, warum immer noch Hinweise auf S&T zu finden sind. Die LinkedIn-Seite vom IMG und der Abschnitt "Über uns" dürften unserer Meinung nach schlicht überholt sein.
Die Begründung Viceroys, warum S&T versuchen sollte, IMG zu verstecken, klingt weit hergeholt. IMG [...] liefert Überwachungstechnologie an chinesische [...] Behörden, die dafür bekannt sind, dass sie die uigurische Gemeinschaften in Xinjiang verfolgen" (siehe Seite 9 des Berichts). Tatsächlich aber hält diese Behauptung einer genaueren Prüfung nicht stand. In unserem am Montag veröffentlichten Vermerk wiesen wir auf verschiedene chinesische Websites hin, aus denen hervorging, dass IMG mehreren Managern gehört, darunter Li Hongbo, und dass es keine Verbindung zu S&T gibt. Jetzt haben wir einen eindeutigen Beweis, denn wir haben ein offizielles Dokument der chinesischen National Equities Exchange and Quotations (NEEQ), auch Third Board genannt. IMG ging im November 2016 an die Börse und ist unter dem Ticker 839667 registriert. Wir zeigen das Dokument und weitere Quellen auf den Seiten 2 und 3. Was ist das Wichtigste an dem Dokument? Es gibt Aufschluss über die Aktionärsstruktur der IMG. Die Hauptaktionäre sind Li Hongbo, Jia Xinyan und Xu Chao. Alle drei gehören zum Managementteam der IMG (siehe Seite 3).
S&T taucht nirgendwo in dem Dokument auf, weder in der Aktionärsstruktur noch in einem anderen Abschnitt. Es scheint also klar zu sein, dass es keine Verbindung zwischen S&T und IMG gibt. NB: Bitte lesen Sie unseren Vermerk vom Montag, um zu erfahren, warum die SandT Holding unserer Meinung nach auch kein verstecktes außerbilanzielles Unternehmen ist. Bedenken zu äußern über eine außerbilanzielle Struktur, die dazu dienen soll, einen Betrug des Unternehmens zu verbergen, ist eine schwere Anschuldigung, die nicht leichtfertig erhoben werden sollte. Viceroy hat keine Beweise für solche Anschuldigungen vorgelegt. Wir raten Viceroy, reinen Tisch zu machen und die Anschuldigungen zurückzunehmen, sofern keine eindeutigen Beweise vorlgelegt werden können. Was bleibt von dem Bericht von Viceroy übrig, nachdem wir den Hauptvorwurf entkräftet haben? Nicht viel. Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich bei Funworld tatsächlich um eine nicht offengelegte Transaktion handelt. Diese fand 2017 statt und kostete S&T 0,33 Mio. (für eine 40%ige Beteiligung). Wir bitten S&T um einen Kommentar. Wir raten S&T außerdem, sein Verfahren zur Verhinderung und/oder Aufdeckung möglicher Bestechungsfälle in den osteuropäischen Tochtergesellschaften darzulegen. Das Unternehmen muss auch alle Fälle von Bestechung/ Ausschreibungsbetrug, die in der Vergangenheit aufgedeckt wurden, sowie alle Klagen gegen Tochtergesellschaften offenbaren. Wir sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass eine Offenlegung etwas so Wesentliches enthüllen würde, dass wir unsere positive Einschätzung der Aktie ändern. Wir empfehlen weiterhin, die Aktie zu KAUFEN. |