das Strom ein Grundbedürfnis ist - so wie Nahrung, Getränke und Hygieneartikel. Insofern sind diese Bedürfnisse Burggräben. Ein Unternehmen in so einem Bereich verdient also stets Geld - durch jede Krise hinweg. Selbstverständlich sind die Preise den marktschwankungen unterlegen und durch die EEG ist es hier auch nicht einfacher geworden. Ob zudem eon oder RWE nun die besten Unternehmen in diesem Sektor sind, muss jeder für sich selber bewerten.
Fakt ist, sie sind in die politische Mühle gekommen. M.E. ist hier aber das gröbste bereits durch. Selbst die Grünen haben sich ja dem Gesetz angeschlossen. Insofern rechne ich auch nicht mit einer gravierenden Änderung, selbst bei einem linken Bundestagsergebnis.
Das größte Problem aktuell sind m.E. die letzten Nachwehen (Stichwort KE, möglicher Ausfall der Dividende, usw.) und vor allem die fehlende Fantasie. Ob nach der ganzen Talfahrt Teyssen und Terion noch die richtigen Leute sind, ist ebenfalls fraglich. Sie können zwar nur bedingt für den Untergang, jedoch ist es wie im Sport - neue Trainer bewirken (gerade am jetzigen Punkt) manchmal Wunder und bringen Inspiration und Fantasie. Ich sehe da aber (leider) keinen absehbaren Abgesang auf Leitungsebene.
Eon erfindet sich nun gänzlich neu. Diese Transformation wird Zeit und Geduld kosten. Ob der Konzern daran zugrunde gehen kann? Alles ist möglich, aber persönlich erwarten tue ich das nicht. Davon abgesehen, investiert man in solche Werte auch nicht Haus und Hof. Insofern kann ich hier die Marktschreier (basher) auch nicht nachvollziehen. Wenn man ein gesundes Moneymanagement und ausreichend diversifiziert hat, sitzt man selbst Kurse von 3 Euro auf einer Pobacke aus. wenn juckt es ernsthaft, wenn so ein Wert 10% oder weniger in seinem Depot ausmacht?
Wie ich schon vor einigen Tagen schrieb, sehe ich langfristig mittlerweile wieder mehr Chance als Risiko. Wenn eon im gleichen Tempo fallen sollte, wie die letzten 9 Jahre, wäre sie in 2-3 Jahren bei 0. Wer's glaubt, sollte dann auch konsequent darauf wetten und nicht nur in den Foren rumblubbern.
Durchaus denkbar, dass unter 10 Euro eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung folgt, bis es irgendwann mal wieder hochgeht. Jeder Schweinezyklus geht irgendwann zu Ende, selbst bei den Versorgern.
Problematisch halte ich jedoch einen Dividendenausfall, dies würde m.E. zu einem signifikanten Geldabzug der institutionellen Anleger führen. Dem wird sich das Management ab wohl bewusst sein. |