meine "Analyse" extrem weit hergeholt ist und jeder fundierten Grundlage entbehrt, so muss man dennoch historisch folgendes feststellen:
Jede mir bekannte Aktie im Dax - der letzten 25 Jahre -, die jemals unter 10 Euro war, ist stets wieder (nachhaltig) zweistellig geworden:
- Deutsche Post - Deutsche Lufthansa (mehrfach einstellig) - Deutsche Telekom - Infineon (war fast schon insolvent und im niedrigen einstelligen Bereich) - ThyssenKrupp (was hat die Finanzporno-Industrie die Aktie 2003 nicht schon als insolvent abgeschrieben) - Deutsche Bank (2017, sofort beigedreht)
Selbst eine Commerzbank hat es geschafft - wenngleich hier mit unlauteren Mitteln gearbeitet wurde und sie eigentlich Pennystock sein müsste und m.E. die EINZIGE Ausnahme bisher war.
Selbstverständlich kann hier fundamental begründet keine Kausalität hergestellt werden und aus der Vergangenheit können auch keine garantierten Rückschlüsse für die Zukunft abgeleitet werden. Auf sich wirken lassen, sollte man die Statistik trotzdem. Dies hilft bereits (höher) Investierten nur bedingt, gibt aber neuen Investments (oder Nachkaufsüberlegungen) zumindest eine Idee.
Wenn man bei solchen Werten langfristig orientiert ist und die Dividende (hoffentlich) nicht völlig ausfällt (wie z.B. bei Lufthansa unlängst geschehen), sollte man in solchen Werten die Investitionssumme nach 10 Jahren spätestens wieder rein haben - ohne die möglichen zusätzlichen Kursgewinne und ohne Berücksichtigung des Zinseszins-Effektes. Zumeist liegt die Dividendenrendite ja bei solchen Werten noch recht hoch.
Ob das dem eigenen Anlagehorizont jedoch entspricht, muss jeder mit sich selber ausmachen. Gleiches gilt für die persönliche Zukunftsperspektive eines Energieunternehmens und -marktes in Deutschlands im Jahre 2016 auf 10-20 Jahre.
Vor kurzfristigen Kurskapriolen muss man bei solchen Werten stets besonders gewappnet sein, da Trader von einstellige Werten vorrangig angezogen werden. Ich habe hierzu keine empirischen Zahlen, jedoch zu höherer Volatilität bei einstelligen Aktien in der Literatur vor langer Zeit mal etwas gelesen. Dies muss man wissen und hohe prozentuale Kurssprünge aushalten können - sonst ist man in solchen Werten grundsätzlich falsch. Angemessene Positionsgröße, Diversifikation und Moneymanagement muss zudem nicht explizit erwähnt werden. |