Ich arbeite teilweise auch ohne SL, aber das sind extrem riskante Kurzfristzocks an markanten Punkten mit bestimmten Randbedingungen und vor allem mit wenig Einsatz (nicht selten als Straddle), wo sich kein SL lohnt bzw. er gar nicht möglich ist. Das ist mein privates Casino sozusagen.
Größere Positionen gehe ich nur selten ein, max. 1-2 mal / Jahr. Und da habe ich eine klare Vorstellung von dem, was ich erwarte und eine ebenso klare Reisslinie, wenn sich meine Erwartung nicht erfüllt. Die Ansicht, dass ich weiß, wo der Markt zu stehen hat, habe ich mir schmerzhaft abgewöhnt. Ist in meinen Augen Harakiri und endet mit 99,9 %iger Sicherheit in der Pleite (habe ich auch schon hinter mir :-))
Wenn man mit SLs dauerhaft Verlust macht, dann liegt's an mindestens einem der Faktoren:
1. Analysemodell nicht geeignet oder falsch (tödlich sind ständige Wechsel) 2. Instrument nicht geeignet (Futures, KO, OS, CFD) 3. Hebel zu groß 4. Positionsgröße nicht geeignet 5. Psyche nicht stabil genug (hängt mit 3 und 4 zusammen) |