Vielleicht hilft es dir, dein Tradingziel zu überdenken. D.h. was erwartest du? Willst du
a: Geld verdienen b: spielen c: den richtig fetten Reibach machen, wenn's kracht
a und b sind o.k. aber in beiden Fällen musst du eine klare Strategie haben, damit was hängen bleibt und vor allem muss dein trading frei bleiben (auch wenn's schwer fällt) von einer fundamentalen Voreingenommenheit. Statistisch betrachtet ist die Chance, dass es steigt, einfach höher als die, dass es fällt. Wäre es nicht so, würden wir im Dax bei 100 rumkrebsen. Also musst du dich zwangsläufig mit Longinvestments auseinandersetzen, sonst minderst du einfach deine Chancen um mehr als 50%. Außerdem ist an Longs nichts Verwerfliches.
c ist einfach nur Mist. Erstens, weil der Fall, wenn er denn käme, nicht wünschenswert wäre, zweitens, weil du dann auch kein Geld damit verdienen würdest, da dann die meisten Banken zahlungsunfähig wären und der Staat den Rest besorgen würde, und drittens, falls die 2 Gründe noch nicht reichen sollten, spekulierst du auf ein singuläres Ereignis, das, wenn es denn kommen sollte, jetzt, in 10 Jahren oder auch erst in 500 Jahren kommen könnte. Statistisch betrachtet eine Katastrophe.
Also immer schön realistisch bleiben und mitnehmen, was die Börse so bietet, ob es einem nun sinnvoll erscheint oder nicht. Und im Falle von Shorts nicht auf den totalen Zusammenbruch wetten, sondern sich auch mal mit ein paar (hundert) Punkten zufrieden geben. Das ist schwer genug. |