Wenn sich nichts in Richtung Recap and Release tut, dann kriegen die Vorzugsaktionäre auch nichts ab. Insofern sitzen wir im selben Boot. Wir Stammaktionäre tragen das Risiko der Verwässerung. Je nachdem, wie hoch rekapitalisiert werden muss, werden wir verwässert. Moelis hat vorgerechnet, dass wir trotz einer höheren Rekapitalisierung, als es die FHFA vorgeschlagen hat, immer noch auf über 17,75 Dollar kommen können. Ich glaube und hoffe, dass die Anforderungen, die irgendwann demnächst zur Vorschrift werden, nicht viel höher ausfallen werden als der bisherige Vorschlag der FHFA. Das hat verschiedene Gründe. Aber es ist nicht auszuschließen, dass die Anforderungen so hoch werden, dass für uns und Mnuchin nicht viel übrig bleibt. Das kann bis 0 Dollar reichen oder theoretisch so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, das benötigte Geld durch Aktienausgabe einzubringen. Denn eine Firma, die anhand ihrer Gewinne nur 200 Milliarden wert ist, kann schlecht 250 Milliarden durch Aktienausgabe einnehmen.
Die Kapitalanforderungen, die die FHFA für Fannie vorschlägt, halte ich für angemessen. Aktuell 115 Milliarden. Ich hätte 100 Milliarden vorgeschlagen, und 80 würden wahrscheinlich auch locker reichen. Also kein Grund zur Besorgnis. Das wird schon ähnlich bleiben.
Zudem tragen wir Stammaktionäre das Risiko, dass die Firma irgendwie kastriert wird und nicht mehr so viel abwirft wie heute. Aber die Vorzeichen sprechen eine andere Sprache, bis jetzt. Watt hat Limits und g-fees hochgesetzt, was deutlich höhere Gewinne verspricht. Ich deute das als ein Zeichen dafür, dass Mnuchin den Warrant versilbern will.
Die Fannie ist nicht ohne Risiko. Aber dafür bietet sie enormes Potential. |