mit Hochkarätern, wie Gerhard Schröder, Wolfgang Clement, Franz Müntefering, Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbrück, Thomas Oppermann und manchen anderen war dann ja auch in der Tat schon eine etwas andere Partei, als die heutige SPD. Gerhard Schröder habe ich mir in der Merkel-Ära dann sogar durchaus häufiger schon zurückgewünscht. Und das keineswegs alleine wegen der Agenda 2010, sein Kurs hat mir in vielen Bereichen besser gefallen, als der von Frau Merkel. Und wenn er die aktuelle Tagespolitik dann aus dem Ruhestand a.D. mal gelegentlich kommentiert hat, so lag er mit seinen Äußerungen meistens durchaus richtig, wie ich meine.
Gibt zwar auch heute in der SPD Politiker, die ich durchaus schätze, wie z.B. auch den Hambuger Bürgermeister Peter Tschentscher, früher gab es da allerdings doch deutlich mehr.
Die heutige SPD ist wenn man mal von Scholz, Tschentscher und wenigen anderen Ausnahmen absieht, schon sehr weit nach links gerückt. Mit Einer Politik von Helmut Schmidt, oder auch von Gerhard Schröder, haben die Vorstellungen der Parteibasis nur wenig zu tun, da sollte man sich auch nichts vormachen.
Was übrigens bemerkenswert ist, dass über 40% der SPD Wähler die SPD dieses mal wegen des Spitzenkandidaten gewählt haben. Ohne dem bei der Basis eher unbeliebten Herrn Scholz läge die SPD also immer noch irgendwo um und bei 14%. Bei der CDU haben etwa 10% die Partei wegen des Kandidaten gewählt und bei den Grünen waren es 6%. Das sind schon bemerkenswerte Zahlen bei der SPD.
Eine Mehrheit hat dann am Ende also eben gerade nicht die sehr weit linke Politik von Esken, NoWaBo und Kühnert bekommen, sondern der gemäßigte hanseatische Kurs, den Olaf Scholz verkörpert.
Es wird spannend zu sehen, ob die Basis dann auch in der Lage ist, diesem Umstand auch entsprechend Rechnung zu tragen.
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