Conergy, Pro und Contra...

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neuester Beitrag: 01.09.23 10:17
eröffnet am: 23.09.10 11:32 von: woodstock99 Anzahl Beiträge: 13407
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29.03.12 16:31

488 Postings, 5799 Tage Wodan23ulm

ist "sicherlich sehr eng" mit gut zu interpretieren? mit nichten.

ich bin einfach davon ausgegangen das der viel beschissener ausgewiesen wird aber conergy zur zeit wohl noch zahlen kann!
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Wenn die Nacht am Tiefsten ist, ist der Tag am Nächsten.

29.03.12 16:38

488 Postings, 5799 Tage Wodan23ulm

ich beziehe mich auf seite 21 und du?
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Wenn die Nacht am Tiefsten ist, ist der Tag am Nächsten.

29.03.12 19:42

17012 Postings, 6186 Tage ulm000zur zeit wohl noch zahlen kann

Naja Wodan, wenn Conergy nicht mehr zahlen könnte, dann wären sie ja in der Insolvenz.

Ich hätte auf der Cashseite schon ein deutlich besseres Ergebnis erwartet als die 7 Mio. €. Zumal ja das Working Capital von Ende Q3 auf Ende 2011 um 50 Mio. € auf 81 Mio. € stark gesenkt werden konnte. Man muss jetzt aber schon aufpassen bei dieser Betrachtung, da ja Conergy in Q4 ihre Zellproduktion geschlossen hat und somit vor allem die Lagerbestände, die für die Zellfertigung benötigt wurde, abgebaut werden mussten und das hat dann natürlich deutlich negative Effekte, weil Conergy dann quasi zwangsweise in Q4 zu Ramschpeisen verkaufte oder wie den 8 MW Solarpark in Grimme mit ihren teuren Modulen inkl. ihrer eigenen Zellen gebaut hat. Soll jetzt aber nicht negativ sein, denn irgendwie musste ja Conergy z.B. ihre Lagerwafer an den Mann bringen.
Somit kann das Q4-Ergebnis auch nicht unbedingt 1 zu 1 für Q1 übernommen werden. Das heißt dann aber auch, dass Conergy verdammt nach wie vor sehr schwer einzuschätzen ist. Zumal ja sich das Management nicht großartig darüber geäußert hat. Also überinterpretieren im negativen Sinn darf man das Q4 wie auch das komplette 2011er Ergebnis nicht. Vor allem weil Conergy im Laufe des Q4 die hoch defizitäre Zellproduktion eingestellt hat. Damit sollte Conergy schon alleine so 15 bis 20 Mio. € in 2012 einsparen können.  

Jedoch ist die Bilanz von Conergy eine reine Katastrophe mit der Eigenkapitalquote von 6% und einem Eigenkapital von 21 Mio. €. Schlimmer geht ja fast nimmer und die Bilanz hat vor der dem Kapitalschnitt und der massiven Kapitalerhöhung besser ausgesehen wie jetzt.

Interessant ist aber, dass der Comberger von einer vielversprechend Projektpipeline außerhalb Europas geredet hat. Vielversprechend heißt wohl, dass noch nicht alles in trockenen Tücher ist. In diesem Satz liegt demnach sehr viel Interpretationsspielraum. Auch interessant dabei ist, dass Conergy die asiatischen Lädner Thailand, Malaysia und die Philippinen als aussichtsreich sehen und von Indien gab es kein einziges  Wort.

Mal sehen ob Conergy ihr Projektgeschäft wirklich ausweiten kann und mehr schafft wie die 90 MW in 2011. Bis jetzt sieht es noch nicht so aus. So wie ich das einschätze dürften Conergy im Projektgeschäft in Q1 in etwa das gleiche verbaut haben wie in Q1 2011. In Spanien waren es in diesem Jahr 10 MW und in Q1 2011 hat Conergy in Thailand ein 12 MW Solarpark durchgezogen. Mal sehen ob die Deutsche Bank behilflich ist bei der Vorfinanzierung von Solarparks. Bei Solon waren sie es.

Ich denke mal das Q1-Ergebnis wird erst richtig Aufschluss geben in weit Conergy ihre Kosten einigermaßen im Griff hat oder nicht. Q1 sollte eigentlich aufgrund des Booms in Deutschland vom Absatz her super gelaufen sein und Conergy hat in Q1 ihre Module mit zugekauften Zellen gebaut. Schreibt Conergy in Q1 dann trotzdem noch deutlich rote Zahlen, dann wird es hier mehr als brenzlig. Dann hilft auch der Voltwerkverkauf nicht viel.

Neben den hausgemachten Probleme kommen dann noch die Branchenprobleme dazu. In Spanien wird Solar nicht mehr gefördert. Es kommen nur noch die genehmigten Projekte in den Genuss von Subventionen. Das heißt dann, dass Conergy in Spanien bis auf das angekündigte Projekt nichts mehr verkaufen bzw. verbauen wird. Immerhin machte Conergy in Spanien einen Umsatz in 2011 von 54 Mio. €. Ein weiteres Problem wird wohl Italien werden. Nach dem in Italien die Subventionen für Freiflächenanlagen schon vor Wochen gestrichen wurden, da kommen auch nur noch die genehmigten Projekte in den Genuss von Einspeisegarantien, wird es wohl auch für Aufdachanlagen zu ganz großen Einschnitte kommen ab Juli. Italien ist für Conergy immerhin der zweitgrößte Markt mit 124 Mio. €. Wie es in Deutschland weiter geht ist verdammt schwer zu sagen, aber Q2 wird sicher schlechter ausfallen wie Q1. Man kann gespannt sein wie Conergy diese Probleme bewältigen wird in ihren sehr wichtigen Märkte.  

29.03.12 20:26

30793 Postings, 7106 Tage AnanasDa bist du nicht richtig informiert ulm000

Von wegen von Indien gab es kein Wort. Philip Comberger hat sich schon dazu geäußert, kleiner Lapsus von dir, dass kann auch einen "Meisteranalytiker" passieren*grins*. Immer schön alles durchlesen du Held!

http://www.photovoltaik-guide.de/...-ergebnis-weiterhin-negativ-25219

Für 2012 setzen wir weiter auf die asiatischen und nordamerikanischen Wachstumsmärkte“, so Comberg. „Das letzte Jahr hat bereits gezeigt, dass wir gerade in Südostasien, Indien und Mittelost sehr gut aufgestellt sind. Hier verfügen wir über eine starke Projekt-Pipeline. In Europa hingegen liegt die solare Zukunft auf dem Dach. Conergy verfügt für dieses Segment nicht nur über die richtigen Produkte und langjährige Erfahrung, sondern hat vor allen Dingen das hierfür notwendige engmaschige Vertriebsnetzwerk und dadurch einen sehr guten Zugang
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Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.

29.03.12 20:39

30793 Postings, 7106 Tage AnanasProbleme in Italien, reine Spekulation ulm000

Finanzbericht Seite 14..............
Für 2012 setzen wir weiter auf die asiatischen und nordamerikanischen Wachstumsmärkte“, so Comberg. „Das letzte Jahr hat bereits gezeigt, dass wir gerade in Südostasien, Indien und Mittelost sehr gut aufgestellt sind. Hier verfügen wir über eine starke Projekt-Pipeline. In Europa hingegen liegt die solare Zukunft auf dem Dach. Conergy verfügt für dieses Segment nicht nur über die richtigen Produkte und langjährige Erfahrung, sondern hat vor allen Dingen das hierfür notwendige engmaschige Vertriebsnetzwerk und dadurch einen sehr guten Zugang
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Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.

29.03.12 20:48

30793 Postings, 7106 Tage AnanasLeichtes Wachstum in Italien

http://www.conergy-group.com/Portaldata/1/...AG_-_Einzelabschluss.pdf

Schlaf schön ulm000 !
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Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.

29.03.12 23:53
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17012 Postings, 6186 Tage ulm000Leichtes Wachstum in Italien ??

Tja Ananas und wieder bestätigt sich mal, dass du ganz schlecht informiert bist. Lies mal  diesen aktuellen Photon-Artikel:

http://www.photon.de/news_archiv/...Politik&pub=1&parent=4156
("Das fünfte «Conto Energia» könnte der italienischen Solarindustrie ein Ende setzen")

Zitat daraus:

"Wenn man die Priorität für Kleinanlagen und Dachsysteme bedenkt, würde die jährliche Höhe der zur Verfügung stehenden Förderungen, eine jährlich installierte Leistung von etwa 1 Gigawatt ermöglichen..."

In 2011 wurden in Italien übrigens 6 GW installiert (2. größter PV-Markt hinter Deutschland mit 7,5 GW) und Italien hat schon vor ein paar Wochen die Subventionen für Freiflächenanlagen gestrichen. Schon alleine deshalb wird der italienische PV-Markt rückläufig sein in diesem Jahr. Soviel zu leichten Wachstum. Aber dieses Beispiel zeigt auch, dass man die Conergy-Prognose in die Mülltonne werfen kann, da die Herren offensichtlich keine Ahnung haben was in Italien geplant ist. Übrigens gab es in Italien im Januar und Februar gerade mal ein Zubau von lächerlichen 100 MW. Das hat wohl Conergy auch nicht gewusst. Schon ein wenig erschreckend wie schlecht Conergy informiert ist. Die müssten vielleicht bei mir nachfragen, dann wüssten sie vielleicht was bei PV so läuft und was nicht. Ist schon echt blamabel, wenn ein Unternehmen ein solche Zubau-Prognose mit leichten Wachstum über Italien abgibt.

Apropos Lapsus. Lies doch mal deinen zitierten Satz durch. Da steht was über Indien in der Vergangenheit ("Das letzte Jahr hat bereits gezeigt"). Lies mal den Conergy-Geschäftsbericht in der Rubrik Prognosebericht (Seite 85). Prognose ist dann keine Vergangenheit, sondern Zukunft !! Da werden explizit Thailand, Malaysia und die Philippinen genannt (!!!) und von Indien ist nicht mit einer Silbe die Rede. So viel zu" Lapsus" und "Immer schön alles durchlesen du Held" und dann sollte man es auch verstehen was man liest und da hast du ganz offensichtlich ein größeres Problem beim Verstehen Ananas. *grins* *grins* *grins*  

30.03.12 07:51
1

30793 Postings, 7106 Tage AnanasStarke Projektpipline in Südasien, INDIEN,und

30.03.12 09:59

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Ach Ananas

Lies doch bitte den Prognosebericht von Conergy im Geschäftsbericht, da steht es klipp und klar drin was ich geschrieben habe. Was du mit dem "Aktionär" hast verstehe ich nicht. Du scheinst ein wenig begriffstutzig zu sein. Hier der Link zum Conergy-Geschäftsbericht, denn offenscihtlich hast du den nicht gelesen:

http://www.conergy-group.com/Portaldata/1/...1GB_Conergy_AG_ERS_D.pdf

Steht auf Seite 85 !!!!! Linker Abschnitt !!!

Da bezieht sich Conergy schon mehr als eindeutig auf Thailand. Wir wissen ja, dass Conergy dort gerade einen 12 MW Solarpark mit Modulen von Dünnschichtproduzent Solar Frontier baut und hofft in diesem Jahr noch weitere Aufträge dort zu bekommen. Dann wird noch explizit auf Malaysia und die Philippinen hingewiesen. Jedoch wird Indien nicht genannt. Also du Held lies jetzt endlich mal den Geschäftsbericht oder halt ganz einfach die Klappe.

Noch kurz was zu deiner Post in der du geschrieben hast und das auch noch verlinkt hast, dass Conergy vom italiensichen PV-Markt ein leichtes Wachstum erwartet. Das ist schlicht und schweige ein Lüge gewesen. Warum einer so offenichtlich lügt ist mir jetzt aber ein Rätsel Auf Seite 86 des Geschäftsberichtes verweist Conergy darauf, dass in den drei größten europäsichen Solarmärkten, das sind Deutschland, Italien und Frankreich, ein 50%iger Nachfragerückgang nicht ausgeschlossen sei.

Jetzt ist aber gut damit, denn du willst dich ja anscheinend nicht informieren. Kann ja jeder nachlesen, dass das stimmt was ich geschrieben habe und das du Unsinn daher quatscht.  

30.03.12 12:08
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Nächstes deustche Solarunternehmen ist Pleite

Man konnte es ja schon seit Januar erahnen, dass der kleine Dünnschichtmodulhersteller Odersun die Insolvenz anmeldet. Hier der Link dazu:

http://www.bild.de/regional/berlin/...-verhandlung-23417108.bild.html
("Odersun stellt Insolvenzantrag - Verhandlung mit Investor")

Damit ist der nächste Kandidat aus meiner Todesliste vom 21.11 2011, von der ich im Februar Conergy, zumindest auf Sicht von 6 Monate, gestrichen habe und Odersun drauf gesetzt habe in der Insolvenz. Von den elf auf meiner Todelise stehende Unternehmen sind damit mittlerweile 4 in die Insolvenz gegangen (Solon, Photowatt Frankreich, United Solar, Odersun) und zwei wurden aufgekauft (Sunways, Solland). Meine Trefferquote innerhalb mal 4 Monate war dann schon gar nicht so übel. Wobei ich aber nicht gerechnet habe, dass der holländische Modulbauer Scheuten in die Insolvenz geht. Das lag nicht auf meinem Radar. Die restlches Todesliste von mir sieht so aus:

Silicio Solar (Spanien)
Sovello
Global Solar (USA und Deutschland)
Siliken (Spanien)
Wafer Works (England)

Auch bei Schott wird gemunkelt, dass es eine kleine finanzielle Schieflage gibt. Der Glashersteller Schott hat in den letzten zwei Jahre verdammt viel in sein Solargeschäft investiert (technologisch spielt Schott weit vorne mit) und langsam könnte das für den Gesamtkonzern zu einem Problem werden. Jeoch verdient Schott als Konzern immer noch gutes Geld.
Schott Solar ist ja im Projektgeschäft mittlerweile gar nicht so schlecht unterwegs wie man ja an den Griechenlandaufträge (17 MW) und an zwei Aufträgen aus Thailand (10 und 6 MW), die übrigens von Phoenix Solar gebaut wurden, super sehen konnte. Auch in Indien ist Schott Solar gar nicht schlecht unterwegs. So haben sie in 2011 an die indische Premier Solar 10 MW für einen Solarpark geliefert und weitere 10 MW werden in diesem Jahr geliefert. So schlecht sieht also bei Schott Solar gar nicht aus, zumindest auftragtechnisch, aber offenbar wird halt kein Geld verdient. So geht es ja mittlerweile fast allen PV-Unternehmen.
Bin mal gespannt ob Schott Solar sich einen Partner sucht oder sogar suchen muss. Im Projektgeschäft ist Schott Solar mittlerweile sehr vernüftig aufgestellt und Schott Solar hat Modulproduktionen mit einer Gesamtfertigungskapazität von 800 MW in Tschechien, in den USA und in China, dort in einem Joint Venture mit Hareon Solar.  

30.03.12 13:31
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Q-Cells offenbar knapp vor der Pleite

Nach dem Pfeliderer vor zwei Tagen mit seinem Restrukturierungskonzept gerichtlich gescheitert ist, scheint das wohl auch auf Q-Cells zuzutreffen, denn Q-Cells schreibt heute in einer ad-hoc "Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand davon aus, dass die Fortführungsprognose zurzeit nicht gegeben ist". Das sieht richtig richtig böse aus für Q-Cells. Hier der Link zu der Q-Cells ad-hoc:

http://www.ariva.de/news/...Restrukturierungskonzepts-deutsch-4060938

Ja, ja der Marktbereinigungsprozess wird noch richtig hart werden, sehr hart.  

30.03.12 15:40
1

1215 Postings, 5989 Tage Effancytja

wenn q.cells weg ist sollen die mal alle zu conergy kommen ;)

 

30.03.12 17:24
3

1172 Postings, 5504 Tage Korrekt2@Effancy:

... und bei Conergy ihr Geld verbrennen?

Warum nicht gleich spenden.Da ist es zwar auch weg aber man hat ein gutes Werk getan;-)  

30.03.12 17:43
6

679 Postings, 5331 Tage trebrrehNoch scheint gar nichts!

Viele wollen einfach nicht verstehen, dass die ganze PV-Technologie am Tropf der EE-Umlage hängt. Der von ulm000 ja schon per Liste und praktisch in Reihenfolge angekündigte Reinigungsprozess findet ja auch tatsächlich statt. Wenn jetzt manche glauben, dass deshalb andere PV-Unternehmen davon profitieren können, sehe ich das aber noch lange nicht so.
Die Hoffnung der deutschen Unternehmen steckt ja zur Gänze in ausländischen Märkten. Nur mittlerweile sind diese Märkte umkämpft (siehe fallende Modulpreise) und auch noch unsicher.
Wenn, so wie ich gerade lesen konnte, heute morgen noch einer vom indischen Markt träumt, nur weil er glaubt zu wissen, wo Indien liegt, jedoch trotz Lesekenntnisse, keinen Satz wirklich versteht, dann kann ich nur empfehlen, nicht in PV zu investieren. Es sind de facto keine Gewinne zu erwarten. Noch kommt dazu, dass ja China trotz hoher Produktionskapazitäten, nach wie vor seine Erzeugung (wie z.B. Yingli) nach oben dreht. Ganz schön gewagt.
Um die PV-Entwicklung zu verstehen, ist es einfach notwendig, zu akzeptieren, dass sich dahinter ein „Kampf“ zwischen zentraler und dezentraler Energieversorgung abspielt. Und zwar weltweit.  

30.03.12 21:29
1

6226 Postings, 5352 Tage SchnurrstracksWie ich schon sagte.

http://www.conergy-group.com/Portaldata/1/...AG_-_Einzelabschluss.pdf
Seite 41

Förderung der Photovoltaik
Die Geschäftstätigkeit von CONERGY war in den vergangenen Jahren vor allem in den Kernmärkten
in hohem Maße von staatlichen Fördermaßnahmen für die Photovoltaik abhängig. Ohne diese Fördermaßnahmen
war die Photovoltaik bis 2011 aus Kundensicht in der Regel nicht rentabel. Getrieben
durch die enormen, weltweiten Preissenkungen und Überkapazitäten ist jedoch davon auszugehen,
dass Netzparität – also der Zeitpunkt, an dem die Stromentstehungskosten aus Photovoltaikanlagen
mit den zu entrichtenden Preisen für Netzstrom identisch sind – für private Verbraucher in Kürze erreicht
werden wird. Die Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt auf,
dass insbesondere in Regionen mit sehr hoher Einstrahlung und hohem Endkundenstrompreis die
Netzparität heute bereits gegeben sein kann. Dies war bereits 2011 in einigen Gebieten Australiens, in
Hawaii und bei der Betrachtung der Spitzenlastpreise auch in Kalifornien der Fall und wird im Endkundensegment
im Jahr 2012 für Teile von Italien und Spanien erwartet. Auch für Deutschland prognostiziert
der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) das Eintreten der Netzparität für den Verbraucher
Ende 2012 oder Anfang 2013. In diesem Fall würde die Photovoltaik von Subventionen und staatlichen
Fördermaßnahmen immer weniger abhängig, zeitgleich würden neue Geschäftsmodelle entstehen,
die sich erst im Markt etablieren müssen.  

30.03.12 22:21
1

6226 Postings, 5352 Tage SchnurrstracksAuch interessant

Seite54

In Italien wurde 2011 eine „Made in Europe“-Förderung eingeführt. Durch diese Förderung erhalten
Photovoltaikanlagen auch 2012 eine um 10% höhere Einspeisevergütung, wenn die Wertschöpfung
bei der Produktion der Photovoltaikanlage nachweislich zu mindestens 60% innerhalb der EU erfolgte.
Mit in Deutschland gefertigten Modulen, Gestellsystemen und Wechselrichtern ist CONERGY deshalb
für diesen in Italien besonders subventionierten Local Content hervorragend aufgestellt und kann einen
größeren Kundenkreis für ihre Produkte gewinnen.  

01.04.12 10:45
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Wie dezentral ist Solar überhaupt ?

trebrreh wenn man sich mal die deutschen Zubauzahlen von 2011 im Detail anschaut, dann ist Solar mittlerweile bei weitem nicht mehr so dezentral wie der eine oder andere das so annimmt.

 
In 2011 ging der Zubau bei den kleineren Aufdachanlagen bis 30 kW, die eigentlich für die dezentrale Energiegewinnung stehen, deutlich um 12% bzw. 0,3 GW zurück. Das heißt im Umkehrschluss, dass der Markt für kleine Hausdachanlagen schon mehr oder weniger gesättigt ist. Vor allem gilt das für Bayern, denn dort war der Zubau in 2011 mit 29% bzw. 0,7 GW schon sehr deutlich rückläufig. Kommt auch daher, dass mittlerweile so gut wie alle bayrischen Landwirte auf allen ihren verfügbaren Dachflächen Module drauf gepflastert haben.  Jedenfalls fällt der Marktanteil der kleinen PV-Anlagen bis 30 kW stetig seit 2009. 2009 lag er noch bei 42% (1,6 GW), 2010 bei 35% (2,6 GW) und 2011 dann nur noch bei 31% (2,3 GW).
 
 
Bis auf große PV-Anlagen über 1 GW sind alle anderen Anlagengrößen rückläufig gewesen in 2011 und genau das hat den deutschen Modulbauer so zu schaffen gemacht, denn vor allem die kleinen Aufdachanlagen sind ja eigentlich ihr ureigenes Marktsegment.
PV-Anlagen über 1 MW sind großteils Freiflächenanlagen und die haben um satte 64% bzw. 0,9 GW zugelegt in 2011. Ganz so dezentral ist also Solar nicht mehr wie man allgemein so annimmt. Prozentual am gesamten 2011er Zubau haben die privaten Aufdachanlagen auf dem Haus gerade mal noch einen Anteil von 31% (2010: 35%/2009: 42%). Man sieht schon, dass der Anteil von den kleinen, privaten PV-Aufdachanlagen von Jahr zu Jahr kontinuierlich zurück ging. Dagegen stiegt der Anteil von großen PV-Anlagen über 1 MW stetig an. 2009 betrug der Zubauanteil von großen PV-Anlagen 17% (0,6 GW), 2010 stieg er leicht auf 19% (1,4 GW) und im letzten Jahr hat er dann 31% betragen. Dezentrale Stromerzeugung ist dann schon ein wenig was anderes. Zumal ja dann noch Bayern einen PV-Marktanteil von 32% der kompletten installierten Leistung in Deutschland hat. Bei der erzeugten PV-Strommenge dürfte der bayrische Marktanteil dann sogar bei über 40% liegen aufgrund der guten Sonneneinstrahlwerte. Spricht natürlich auch nicht gerade dafür, dass Solar solch große Vorteile hinsichtlich der Dezentralität hat wie Wind.
 
 
Diese Zahlen möchte ich nur mal so angemerkt haben, denn ohne vernünftige Zahlen als Grundlage ist es halt verdammt schwierig etwas abschätzen bzw. sich eine objektive Meinung bilden zu können. Es wird halt verdammt viel diskutiert ohne Zahlen und meist aus dem hohlen Bauch heraus oder man übernimmt einafch die Aussagen der Solarlobby. Die Solarlobby tut ja eigentlich fast alles um nie Zahlen zu nennen müssen. Sei es bei den Kosten oder auch wie es denn in der Realität aussieht mit der ach so hochgepriesenen Dezentralität. Keine Frage PV ist sicher dezentraler wie Wind, aber bei weitem nicht so wie uns das die Solarlobby weis machen will. Genauso verhält es sich auch bei den Kosten, denn die wird von der Solarlobby quasi tot geschwiegen und die Herren wissen ganz genau warum.
 
                                                                                                             
 

   2010

    2011

     Anteil
     
bis 30 kW    2,6 GW     2,3 GW     - 12%       31%
30 bis 100 kW   1,7 GW    1,3 GW     - 24%       17%
100 bis 1.000 kW   1,7 GW    1,6 GW       - 6%       21%
Über 1 MW   1,4 GW    2,3 GW    + 64%       31%
     
Gesamt   7,4 GW   7,5 GW  
 
 
 

 

 

01.04.12 14:11

679 Postings, 5331 Tage trebrrehWas heißt dezentral?

Bisher war die Planung und Realisierung eines Energie-Systems, getragen von großen Kraftwerken (z. Bsp. AKW’s mit Leistungen um die 1,5 GW, oder fossile KW von klein bis 2GW). Um solche Energieknoten nutzbar zu machen, bedarf es eines Strom-Netzes, in eben solcher Stärke, um die so gewonnene Energie, bis zum Endverbraucher (Industrie, Haushalte usw.) auch auch nutzbar zu machen.
Das Bauen, Betreiben und Instandhalten, solcher Anlagen liegt im Bereich großer Unternehmen. Richtigerweise muss es heißen, „weniger großer Unternehmen!“.

Im Vergleich dazu, haben wir in der PV-Industrie im Bereich „Anlagen über 1 MWp“ eine Größenordnung von etwa 10 MWp (die größten Anlagen liegen bei etwa 80 MWp).
Für windgetriebene Anlagen, liegen wir in der Größenordnung von ca. 2 bis 5 MW pro Anlage (nicht Windpark!)
Geothermie und Bioanlagen liegen darunter.

Es fällt mir schwer, einen Vergleich z. Bsp. eines AKW’s mit einem „PV-Kraftwerk“ anzustellen, da ja das eine Strom permanent für die Grundlast liefert und das andere eine völlig unterschiedlich verteilte Energiemenge über Tag und Jahreszeit erzeugt. Aber um etwa eine Abschätzung wahrzunehmen, setze ich die Leistungsangaben in Relation. Daraus folgt, dass ein AKW mindestens 50 mal mehr Energie produziert, als eine große PV-Anlage.

Aber diese Vergleiche erklären bei weitem nicht das System „Zentral oder Dezentral“. Die wahren Unterschiede liegen darin, dass in einem dezentralen System beliebig viele Anbieter auftreten können. Jede Kommune kann sich praktisch selbst versorgen! Überschüsse verkaufen, entsprechende Energiesicherheit selbst bestimmen.
Ein System EE kann selbst bestimmt werden. Die größte Unabhängigkeit findet sich in dem Vorhandensein der Primärenergie (Sonne, Wind, Erdwärme, Biomasse) vor Ort.
Die daraus sich ergebenden wirtschaftlichen Möglichkeiten (Wertschöpfung, usw.) sind nicht unwesentlich. Der Einfuhr von Gas, Öl etc. würde stark zurückgehen. Dadurch würde der enorme Druck auf die Exportwirtschaft zurückgehen und der Binnenmarkt könnte auch mit höheren Gehältern reagieren.

Und dass ist der „wahre Kampf“ der beiden Systeme, ganz abgesehen davon inwieweit Umwelt und Klima betroffen sind. Ich denke PV hat hier wesentlich dazu beigetragen, dass es neue Lösungen gibt. Wie das in Zukunft alles aussehen wird, ist schwer abschätzbar. Realistisch betrachtet, können Erneuerbare Energien sich nur durchsetzen, wenn sie auch wirtschaftlich überzeugen können. Im PV-Bereich heißt das „fallende Modulpreise“ und neue Technologien. In der politischen Verantwortung heißt es, ordentliche Energiekonzepte und sachliche Bekenntnisse.  

02.04.12 16:50

8846 Postings, 5812 Tage extrachiliServus Leute...

...Q-Cells stellt einen Insolvenzantrag. Der Kurs bricht dramatisch ein, bis zu 40% und reißt Conergy ein Stück weit mit. 6% Minus muss CGY abgeben und steht nun bei 45 Cent. Andere PV-Hersteller können dagen anständige Steigerungen verzeichnen, wie Centrotherm oder Solarworld. Offensichtlich können doch einige die Zahlen von Conergy richtig interpretieren und sehen darin vielleicht schon den nächsten Inso-Kandidat. Das Chash ist knapp und wenn keine Rechnungen mehr bezahlt werden können geht's ihnen genauso wie Q-Cells.  

02.04.12 17:09
1

17012 Postings, 6186 Tage ulm000die Zahlen von Conergy richtig interpretieren

Würde ich so nicht interpretieren extrachilli. Die Conergy-Aktie bewegt sich in der Range zwischen 0,45 bis 0,48 € und solange die 0,43 € nach unten bzw. die 0,50 € nach oben nicht geknackt werden, solange ist bei Conergy auch kein Stimmungsumschwung vorhanden. Das bedeutet für mich, dass die Conergy-Zahlen im Prinzip auf den Kurs keinen Einfluss hatten. Wobei sie aber schon grottenschlecht waren. Nicht eine einzige Zahl ist ordentlich ausgefallen.

Der Voltwerkverkauf wird zwar die Blanzsituation etwas aufpolieren. So wird das Eigenkapital zunehmen, da Voltwerk mit einem negativen Buchwert von 3,3 Mio. € in den Conergybüchern steht und auch die Eigenkapitalquote sollte nach mienr Daumenrechnung deutlich auf 16 bis 18% hoch gehen durch das höhere ausgewiesene Eigenkapital und die Bilanzverkürzung (geringere Nettoverschuldung und auch geringeres Working Capital).

Conergy hat sich durch den Voltwerkverkauf Zeit eingekauft. Jedoch ist diese eingekaufte Zeit nicht allzu lange, denn die Cash Flow Generierung war von Conergy noch nie gut. Habs schon mal geschrieben in der letzten Woche: Der Gradmesser wird das Q1-Ergebnis sein und wenn da die Quartalszahlen wieder schlecht ausfallen (ohne den Buchgewinn, der mit Voltwerk gemacht wird), dann ist hier ganz bald Schicht im Schacht.  

02.04.12 18:34

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Auch Phoenix Solar wirds richtig brenzlig

Phoenix Solar muss die Veröffentlichung der 2011er Zahlen verschieben, da die Unternehmenfinanzierungsverhandlungen immer noch andauern.

Jetzt könnte es auch bei Phoenix Solar in Richtung Insolvenz gehen. Phoenix Solar hat ein ganz ähliches Geschäftsmodell wie Conergy. Vor allem im Projektgeschäft, wo Phoenix Solar in 2011 besser aufgestellt war wie Conergy, und im Handelsgeschäft sind sich Phoenix Solar und Conergy schon sehr sehr ähnlich. Das Projektgeschäft, vor allem wenn man kein Geld hat um Projekte vorfinanzieren zu können, ist nicht mehr der große Geldbringer, der es mal vor 1 bis 2 Jahre war.

Der Link dazu:

http://www.ariva.de/news/...halteabkommen-verlaengert-deutsch-4062880
("Einschnitte bei der Solarförderung verzögern Finanzierungsverhandlungen -  Stillhalteabkommen verlängert")  

02.04.12 18:50

8846 Postings, 5812 Tage extrachiliAlso meinst Du...

...das der Kursverlust von 6% heute weder mit Q-Cells noch mit den Schlechten Zahlen von Conergy zutun hat, sondern im Bereich des augenblicklich Kursniveaus von CGY liegt?!
Kann natürlich sein! Die Umsätze sind eh mickrig und der Kurs ist auch schon wieder auf 46,9 hoch. Somit hat die Schwankung auch nicht all zu hohe Bedeutung. Am 15. Mai kommen die Q1-Zahlen, dann werden wir mehr erfahren. Aber all zuviel Hoffnung, dass sie einigermaßen positiv ausfallen werden, hab ich erhlich gesagt nicht.  

02.04.12 19:06
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10805 Postings, 5566 Tage sonnenscheinchenein kurzer Gruß

die Einschläge kommen immer näher ;)  

02.04.12 19:43

17012 Postings, 6186 Tage ulm000im Bereich des augenblicklich Kursniveaus von CGY

Genau das meine ich extrachilli. Zumindestens sieht das der Markt aktuell so und ich teile  die Einschätzung des Marktes.

Nach den grotten schlechten Q4-Zahlen hätte der Kurs deutlicher nachgeben müssen als er es am Donnerstag getan. Hat er aber nicht und der Kurs hat sogar nach Bekanntgabe der schrecklichen Zahlen die 0,43 € kurz getestet und ist bei 0,426 € nach oben wieder abgedreht.

Schwierig einzuschätzen wie die Q1-Zahlen aussehen werden, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie allzu gut ausfallen werden. Woher sollen auch gute Zahen kommen ?? Conergy hat ganz einfach einen hohen Umsatzanteil, der alles andere als profitabel ist um das mal vorsichtig auszudrücken.  

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