Conergy, Pro und Contra...

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neuester Beitrag: 01.09.23 10:17
eröffnet am: 23.09.10 11:00 von: extrachili Anzahl Beiträge: 13407
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23.03.12 10:49
2

5050 Postings, 8291 Tage h1234Frieden chilli?

wär ja langweilig,und außerdem wo Licht ist,ist auch Schatten.
Denke das du nicht das Licht oder die Leuchte bist. ;-)
Nimms locker wie ich.  

23.03.12 12:24
3

8846 Postings, 5812 Tage extrachilih1234...

...das wäre ja nochmal schöner, wenn ich das Licht wäre. Meine Lehrer hatten schon immer gesagt, dass ich nicht gerade eine Leuchte bin :o)
Ne, aber wie jeder andere reflektiere ich es und werfe ebenso meinen Schatten. Also lassen wir es nicht langweilig werden...  

23.03.12 12:28
3

5050 Postings, 8291 Tage h1234das ist OK chilli

nur unterhalb der Gürtellinie oder besser gesagt im Genitalbereich ist schluß,da beginnt der Spaß erst ab 20 Uhr. ;-)  

23.03.12 14:09
3

488 Postings, 5799 Tage Wodan23Leuchten off topic

Mein Prof hat nach der Abschlußfeier gemeint: Eines muss man Ihnen lassen, Sie haben den höchsten Wirkungsgrad, am wenigsten gemacht und doch den Abschluß geschafft.

Ich sage immer: sei zielstrebig, ziele gut, strebe wenig  :-)
-----------
Wenn die Nacht am Tiefsten ist, ist der Tag am Nächsten.

23.03.12 14:15
2

1089 Postings, 6213 Tage RoosterMeine Berufsschullehrerin hat zu mir einmal vor

der gesamten Klasse gesagt, ich sei der dümmste Schüler, den sie je in Bankbuchführung unterrichtet hat. Das konnte ich nur noch erwidern mit meiner Aussage, das ich noch nie von einer dümmeren Lehrerin wie ihr, unterrichtet wurde. Seitdem haben wir uns dann zumindest gegenseitig akzeptiert. Aber ich war nicht der Schlechteste in Bankbuchführung, für eine Zwei hat es immer gereicht.
-----------
Hätten Analysten ein Loch im Kopf, könnten sie wenigstens als Nistkasten dienen!

23.03.12 16:31
3

1533 Postings, 5828 Tage locar07So,

und mein Pfleger in der Klapse hat immer gesagt, ich hätte bei Waterloo verloren. Dabei stimmt das gar nicht !!!
Ihr seid in Gnaden ins WE entlassen !!  

23.03.12 17:17
5

65 Postings, 5176 Tage BoersenviewTschüss

Mal sehen ob ich meine 2..... bei 0,50 jetzt los werde!

Weierhin viel Glück und glaubt bitte diesen Ulmchen nicht alles!

 

24.03.12 12:33
3

17012 Postings, 6186 Tage ulm000EEG-Umlage verfassungswidrig ?

Ein Gutachten des Staatsrechtlers Prof. Gerrit Manssen von der Uni Regensburg kommt zm Ergebnis, dass die EEG-Umlage verfassungswidrig ist. Die Begründung:

"
Bei der EEG-Umlage handelt es sich um eine unzulässige Sonderabgabe analog zum Kohlepfennig, der von 1974 bis 1995 durch einen Srompreisaufschlag eingezogen wurde. Das Bundesverfassungsgerichts hat 1994 den Kohlepfennig für verfassungswidrig erklärt. da er nicht mehr zu rechtfertigen sei, weil er eine Allgemeinheit belaste, die keine Finanzierungsverantwortlichkeit für Steinkohle aus Deutschland habe.
.........
Die umweltfreundliche Stromerzeugung ist eine Gemeinwohlaufgabe und muss daher steuerfinanziert werden. Die Finanzverfassung des Grundgesetzes sieht vor, dass der Haushaltsgesetzgeber die finanzielle Wirkung der Förderung erneuerbarer Energien verantworten muss.
"

Das wird ja noch richtig lustig, wenn da vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt wird. Offenbar haben sich schon mehrere Unternehmen aus der Textilindustrie entschlossen die EEG-Umlage nicht mehr zu bezahen. Mit diesem Boykott wollen sie dafür sorgen, dass sich das Verfassungsgericht mit dem Ökostromzuschlag befasst.

Der Link dazu:

http://www.ee-news.ch/de/solar/article/24146/...ler-gehandhabt-werden
("Studie: EEG-Umlage verfassungswidrig?")  

24.03.12 13:53
2

679 Postings, 5331 Tage trebrrehSo war mir Gott helfe!

Da hätte ich gleich noch einen besseren Vorschlag. Falls der heurige PV-Zubau in Deutschland 4,5 GWp betragen soll, kann man ja gleich (bei einer Annahme von € 2000€/kWp) 9 Mrd. Euro aus dem Staatshaushalt nehmen und damit die gesamten Gestehungskosten der PV-Anlagen übernehmen, so quasi mit dem Argument, die externen Kosten der AKW’s werden ja auch von den Steuern berappt.
Dann hätte man alle Diskussionen vom Tisch und ebenso wäre das EE-Problem von öffentlicher Hand gelöst. Die Verfassung macht es sicher möglich!  

24.03.12 14:53
3

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Ähnlich sehe ich das auch trebrreh

Die EEG-Zulage gehört ja auch weg und müsste aus dem Staatshaushalt bezahlt werden. Schließlich werden auch die Subventionen für Solarthermie, Kraft-Wärmekopplung und energetische Gebäudesanierung aus dem Staatshauhalt bezahlt. Außerdem würden dann endlich alle Subventionen transparent. Auch könnte man dann diejenigen Länder wie Bayern, die am meisten von der EEG-Zulage direkt profitieren wie z.B. über Gewerbesteuer, zur Kasse bitten.

Über die EEG-Zulage dürften mittlerweile etwa 20 Mrd. für PV an zusätzlichen Stromkosten aufgelaufen sein. Ende diesem Jahres werden es wohl dann schon 30 Mrd. € sein. Da kommt dann schon eine sehr ordentliche Summe zusammen, denn die Höhe der Einspeisevergütung ist ja auf 20 Jahre garantiert.
Ich bekomme immerhin für meine 6 kW-Anlage satte 0,39 €/kWh vergütet. Der Kauf meiner PV-Anlage war ein super Deal. So viel wie ich in den letzten vier Wochen aus der Anlage geholt habe, habe ich noch nie erreicht bis zu diesem Zeitpunkt. Jetzt könnte es aber mal etwas regnen, denn die Module sind schon recht verstaubt, da es in den letzten vier Wochen eigentlich kaum geregnet hat und das merkt man mittlerweile am Output meiner Anlage.

Hier mal ein Link über die Verteilung der EEG-Umlage mit Prozenten und Mios für PV, Wind, Biomasse, Wasser und Geothermie:

http://bdew.de/internet.nsf/id/...eilung%20nach%20Energietraegern.pdf
("EEG 2012: Aufteilung nach Energieträgern")

Die Zahlen für die 2012er festgelegte EEG-Umlage sind schon interessant:

- PV kommt auf 8,6 Mrd. € bei einer Stromerzeugung von 24066 GWh
- Wind kommt auf 4,0 Mrd. € bei einer Stromerzeugung von 51537 GWh
- Biomasse kommt auf 4,6 Mrd. € bei einer Stromerzeugung von 30310 GWh

Schaut man sich die Zahlen an, vor allem Verhältnis von Zahlungen zur erzeugten Strommenge, dann erkennt man halt schon, dass PV unbestritten sehr hoch gefördert wird.

Denke mal, dass die Verfassungsklage sehr gute Chancen hat durchzukommen und dann kann man gespannt sein wie die EEG-Umlage von jährlich 18 Mrd. € aus dem Staatshaushalt bezahlt werden soll. Kann ja nur über Steuererhöhungen gehen wie z.B. über die Erhöhung bei der Benzinsteuer oder Einkommensteuer. Dann spart man noch etwas und baut halt z.B. weniger Kindergärten und Strassen.

Deine 4,5 GW Zubau trebrreh sind wohl viel zu wenig für dieses Jahr. Es wird ja schon alleine in Q1 3 GW geben (Q1 2011: 0,8 GW). Dazu wurden die Kürzungen bei den Solarparks aufgeweicht und die können wohl noch bis Q3 gebaut werden. Zudem kann man bei Einspeisevergütungen von 0,19 €/kWh für kleine Aufdachanlagen unter 10 kW, immer noch gute Renditen einfahren bei Systemkosten von um die 1.900 €/kW. Außerdem ist ja davon auszugehen, dass die Modul- und Wechselrichterpreise weiter fallen. Ende des Jahres werden wir wohl bei Systemkosten von um die 1.700 €/kW für kleine PV-Aufdachanlagen liegen. In 2011 sind die Systemkosten von 2.750 auf 1.950 €/kW gefallen (- 29%).
Ich schätze mal es wird in Deutschland in diesem Jahr einen Zubau auf Höhe der letzten beiden Jahre geben mit 7,5 GW. Photon schätzt ja sogar einen Zubau zwischen 8 bis 10 GW. Dann wird uns PV über 10 Mrd. € im Jahr kosten über die EEG-Zulage kosten und hoffentlich bald wird die EEG-Zulage über die Staatshaushalt finanziert werden müssen. Dann müssen alle bezahlen und über die EEG-Zulage werden ja vor allem kinderreiche Familien bestraft.  

24.03.12 19:00
6

679 Postings, 5331 Tage trebrreh@ulm000 ein kleiner Blickwinkwelwechsel

Also meine 4,5 GWp habe ich von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) übernommen. Mit diesem Wert haben die ja die neue EE-Umlage berechnet.
Der Durchschnittswert (von Dachanlagen zwischen 1000 und 30 kWp) für eine kWh aus der Vergütung ist ja im Fallen und betrug Ende 2011 „nur“ mehr ca. 35 Cent/kWh. Ende 2012 sollte dieser Wert schon unter 25 Cent/kWh liegen. Ende 2020 überhaupt nur mehr 10 Cent/kWh betragen. Aber nicht zu vergessen ist, dass die Vergütung für Windenergie auf 19 Cent/kWh angehoben wurde.

Und das lässt schon eine Spekulation zu. Immerhin ist ja die Windenergie nicht unbedingt Sache des kleinen Häuselbauers. Hier spielen schon kräftig die „Großen“ mit, wenn es sich auszahlt! Und auszahlen kann es sich allemal, wenn die Vergütung (Steigerung auf 19 Cent/kWh) stimmt. Man könnte schon meinen, dass hier etwas im Busch ist. Siemens hat ja vor kurzem von der Britischen Expro Holding für 470 Millionen Euro Komponenten aus der Öl- und Gasförderung, übernommen, und will sie für die Unterwasserstromnetze adaptieren.

Also wer nun immer noch nichts Böses denkt, dem könnte man ja ins Ohr flüstern, dass die Vergütung in wenigen Jahren hauptsächlich der Windenergie zukommt, egal wer sie bezahlt. Wer sie bekommen wird ist ja klar.

Herauskommen dürfte bei dieser Betrachtung, die Zukunft liegt im Offshore Bereich und Solar wird nur mehr ein bisschen beigemischt mit Modulen hauptsächlich aus China.

Fazit: Die großen bleiben im Spiel, die kleinen zahlen!  

25.03.12 20:23
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Vergütung ist ja im Fallen

Ist schon richtig trebrreh, aber das gilt ja nicht für die PV-Anlagen, die in den letzten Jahren ans Stromnetz gingen. Selbst wenn die 0,195 €/kWh durchkommen werden für Aufdachanlagen, wird die EEG-Zulage für PV trotzdem weiter steigen, denn erstens müssen ja die alten Anlagen wie meine mit 0,39 €/KWh weiter voll bezahlt werden und für diejenigen Anlagen, die in der Zukunft gebaut werden, es werden in diesem Jahr wohl wieder so 7 GW rauskommen, fallen ja trotz Kürzungen weitere zusätzliche Kosten für die EEG-Umlage. Das heißt dann wohl, dass die EEG-Umlagekosten für PV von 8,6 Mrd. in diesem Jahr auf über 10 Mrd. € im nächsten Jahr steigen werden.

Ist dann schon ein ganz ordentliches Sümmchen was wir uns PV kosten lassen. In 2009 hat uns PV 3,2 Mrd. € gekostet, in 2010 4,7 Mrd. €, in 2011 7,9 Mrd. € und in diesem Jahr wird uns PV über die EEG-Zulage 8,6 Mrd. € kosten. Damit hat uns PV alleine in den letzten vier Jahren schon 24,4 Mrd. € gekostet (Wind: 16 Mrd. €, aber Wind erzeugte in diesem Zeitraum um den Faktor 4 mehr an GWh als PV).
Es ist wohl anzunehmen, dass zumindest in den nächsten 3 Jahren jährlich so 10 Mrd. € anfallen werden. Dann sind wir in 2015 schon bei über 50 Mrd. € und in 2020/2022  werden es dann sage und schreibe schon über 100 Mrd. € sein, die wir als Stromzahler alleine für PV geblecht haben.
Zeigen schon diese Zahlenangaben in absoluten Zahlen auf, dass PV in den letzten Jahren viel zu hoch gefördert wurde, aber die Zahlen, die der Stromverbraucher pro MWh in diesem Jahr für die einzelnen EEG-Stromarten umgerechnet bezahlen muss veranschaulichen die Überförderung von PV noch viel deutlicher. So muss für Wasser nur 24 €/MWh bezahlt werden, für Wind Onshore 38 €/MWh, für Biomasse 112 €/MWh, für Geothermie 166 €/MWh und PV ist wie erwartet mit Abstand am teuersten mit sage und schreibe 307 €/MWh. Wenn man diese Zahlen hernimmt, dann muss man bei PV von einer massiven Überförderung sprechen. Da kann es egentlich gar keine zwei verschiedene Meinungen dazu geben. Das zeigt aber auch, dass die Solarlobby in Deutschland einen sehr großen politischen Einfluss hat, denn sonst wäre es niemals zu einer solch massiven Überförderung gekommen. So sehe ich das und ich bin weiß Gott nicht gegen PV. Hier ein Link mit noch mehr Zahlen und übersichtlichen Grafiken über die Erneuerbaren in Deutschland vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW):

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/...das%20EEG%20(2011)_23012012.pdf
("Erneuerbare Energien und das EEG: Zahlen, Fakten, Grafiken (2011)")

Ich gehe jede Wette ein, dass die EEG-Zulage im nächsten Jahr aufgrund von PV weiter  steigen wird und dann mehr als 0,04 €/kWh kosten wird. Dann hätte sich die EEG-Zulage innerhalb drei Jahren verdreifacht und das fast nur aufgrund von PV. In 2009 lag die bei gerade mal 0,013 €/kWh und seit der PV-Zubau so massiv zugenommen hat ist die EEG-Zulage auf aktuell 0,036 €/kWh in die Höhe geschossen.  Der Anteil von PV an der EEG-Zulage beträgt 56%. Bei Wind liegt der Anteil bei nur 17% mit fallende Tendenz.

Man kann es drehen und wenden wie man will PV ist eine verdammt teure Sache und so schnell werden wir die Kosten nicht mehr los. Für meine PV-Anlage zahlt der deutsche Stromzahler noch 17 Jahre lang 0,39 €/kWh. Für mich ist das natürlich eine klasse Sache, aber sicher nicht für den deutschen Stromzahler. Viele Landwirte verdienen sich mit PV eine goldene Nase.

So wie das Wetter heute war, dann denke ich mal, dass heute zwischen 13 bis 15 Uhr etwa 5% des in diesem Zeitraums erzeugten PV-Stroms unverbraucht quasi "wegeschmissen" wurde, aber er wird trotzdem bezahlt. Dieser Anteil an nicht benötigten PV-Strom der weggeschmissen wird, wird im Sommer vor allem am Samsatg und Sonntag noch ein gutes Stück höher sein.

Ob nun Wind oder Solar oder Biomasse von der Regierung präferiert wird ist schwer zu sagen, aber diese Verschwörungstheorien mit den "Großen" sind mir ein wenig zu billig, zu einfach gestrickt und sie sind auch beim näheren hinschauen auch nicht haltbar. Dazu zwei Beispiele: Die Grünen legen bei uns in Baden Württemberg eindeutig den Schwerpunkt auf Wind und nicht auf Solar. Glaube nicht, dass man den Grünen unterstellen kann, dass sie große Freunde der "Großen" sind.
Die Stadtwerke Ulm (haben einen EE-Anteil von aktuell 30%) haben klipp und klar gesagt, dass man keine weitere Solaranlagen mehr bauen wird, da man mittlerweile ganz einfach genug an eigenen PV-Kapazitäten hat und mehr braucht man derzeit ganz einfach nicht. Stattdessen investieren die Stadtwerke Ulm in Wind, Wasser inkl. Modernisierung der Turbinen/Generatoren der Wasserkraftwerke und einem kraftwärmegekoppelten Holzgasheizkraftwerk (Stromerzeugung von 4,9 MW und Wärmerzeugung 6 MWh). Auch den Ulmer Stadtwerken kann man ganz sicherlich nicht vorwerfen, dass sie mit den "Großen" klüngeln. Das sind jetzt nur mal zwei Beispiele dafür, dass Verschwörungstheorien gegen die "Großen" beim genauen Hinschauen so nicht haltbar sind.

Gerade bei den Stadtwerken tut sich doch verdammt viel in der Eigenenergieerzeugung und somit wird die Macht der vier großen deutschen Stromerzeuger ganz automatisch immer geringer. Gerade die Münchner Stadtwerke sind ein Paradebespiel dafür was sich auf kommunaler Ebene im großen Maßstab tut.
Die Münchner Stadtwerke werden im nächsten Jahr, spätestens 2014, 2,4 Mrd. kWh aus Erneuerbaren selbst produzieren wenn der Off-Shore Windpark Tan Dysk (288 MW/nahe Sylt) ans Stromnetz gehen wird. Damit könnten die Münchner Stadtwerke theoretisch alle 800.000 Münchner private Haushalte mit Strom aus den Erneuerbaren versorgen. Dazu verfügen die Münchner Stadtwerke mittlerweile über ein Stromnetz von 12.200 km und ein Gasnetz von 6.100 km.
Viele Stadtwerke, nicht nur die Ulmer und Münchner, machen sich mehr und mehr unabhängig von den Großen. Interessant ist bei den Ulmer und bei den Münchner Stadtwerke, dass beide richtig viel Geld in Offshore-Windanlagen (München beteiligte sich an 4 Offshore- und einem Onshore-Windpark), in die Modernisierung von Wasserkraftwerken und in die Kraft-Wärmekopplung investieren (z.B. großes Geothermiekraftwerk in Unterhaching gebaut) und nicht in PV. Muss ja dann schon einen Grund dafür geben das dem so ist und der Grund dafür ist eigentlich ziemlich klar, weil  PV ein sehr unstetiger Stromproduzent ist. PV erzeugt halt mal morgens, abends so gut wie gar nichts an Strom und im Winter kommt auch nicht viel aus den PV-Anlagen. Außerdem bekommen ja die Stadtwerke schon aus den vielen kleinen privaten PV-Auchdachanlagen schon genug PV-Strom in ihr Stromnetz eingespeist und so brauchen sie nicht selbst PV-Strom erzeugen. Das gilt nicht nur für die Stadtwerke, sondern auch für EON oder RWE.

PV auf den Hausdächern und auch auf Gewerbedächern ist nicht mehr aufzuhalten in Deutschland und wird auch von niemand mehr verhindert werden können. Meiner Einschätzung nach stehen wir gerade bei den gewerblichen PV-Aufdachanlagen (von Warenhäuser bis zu produzierenden Betriebe) mit größer 20 kW vor einem richtigen Boom aufgrund der immer weiter steigenden Strompreise und dem gegebenen hohen Eigenverbrauch des PV-Stroms. Wenn es dann in 4 oder 5 Jahren günstige und gefahrlose Speicher gibt (Speicherkapazität von 6 bis 8 kWh, Speicherkosten von 0,05 bis 0,07 €/kWh, Batterien die nicht explodieren können und man dann auch ein ok seiner Gebäudeversicherung bekommt), dann ist PV eh nicht mehr aufzuhalten zur Stromerzeugung und das dann auf der ganzen Welt. Das wissen auch die Großen, denn so blöd sind die sicher nicht um das einschätzen zu können.

Bei den Einspeisevergütungen für Wind musst du schon sehr stark differenzieren trebrreh, denn die Zahl mit 0,19 €/kWh ist so ganz einfach nicht korrekt. Eine neue Onshore-Windanlage bekommt 0,14 €/kWh an Einspeisevergütung. Jedoch ist die versehen mit einer jährlichen Degression von 1,5%. Die lag in 2011 noch bei 1%. Bei Onshore-Wind wurde also gar nichts erhöht. Das Gegenteil ist der Fall.  
Deine erwähnten 0,19 €/kWh stimmen für Off-Shore Wind, aber diese Zahl muss man sich dann schon sehr genau anschauen, denn bei Off Shore Wind gibt es keine solch statisch festgelegten Einspeisevergütungen wie bei PV und bei Off Shore Wind befinden wir uns noch komplett in den Kinderschuhen. Diese 0,19 €/kWh gibt es auch nur 12 Jahre lang. So gibt es dann ab 2018 eine jährliche Degression von 7% bei Off Shore-Wind. und die wurde von 5 auf 7% nach oben geschraubt.

Die Unterscheidung bei Wind mit Anfangsvergütung und Grundvergütung mit jährlichen  Degressionsschritten ist auch der Grund dafür, dass die EEG-Umlage bei Wind trotz weiteren Zubau kaum steigt Kann man von PV mit den statischen Einspeisevergütungen auf 20 Jahre garantiert nun gar nicht behaupten. Wind wurde in 2009 mit 3,4 Mrd. € gefördert über die EEG-Zulage und in diesem Jahr mit 4 Mrd. €. Gerade mal um 0,6 Mrd. € mehr. Bei PV ist die Differenz aber satte 5,4 Mrd. € bzw. 169% höher. Soviel zu Wind und sviel zu "immerhin ist ja die Windenergie nicht unbedingt Sache des kleinen Häuselbauers". Ist halt alles nicht so einfach, auch bei einem "kleinen  Blickwinkwelwechsel".  

26.03.12 07:28
2

679 Postings, 5331 Tage trebrrehWir werden weiter zahlen!

Guter Bericht ulm000. Trotzdem sehe ich es anders. Die PV-Vergütungen sind meiner Meinung nach die Ursache, dass DL der größte PV-Markt überhaupt geworden ist. Auch ist klar, dass trotz der Degression der Vergütung die absoluten Zahlen nominal genommen steigen werden, da ja die Strommengen größer werden. Das gilt jedoch nur bis zum Jahr 2020, denn ab dann werden die Vergütungen zurückgehen, bei den teuersten beginnend, denn diese sind die ersten die auslaufen. Und gleichzeitig wird dann bei Annnahme eines kontinuierlichen weiteren Ausbaus der PV-Technik, die Vergütung nur mehr bei ca. 10 Cent/kWh liegen.
Sollten wir in 20 Jahren noch immer hier posten, so werden wir dann wahrscheinlich schreiben können, „Kannst du dich noch an die guten alten Zeiten erinnern, da haben wir von unseren Einnahmen des selbst erzeugten Stromes vom Dach gut leben können“!
Ähnlich sehe ich es bei anderen Energieerzeugern. Z.B. AKW’s werden heute als sehr günstig von den Strom-Gehstehungskosten betrachtet. Blickt man jedoch zurück, so wird man rasch merken, dass hier sehr viel Geld geflossen ist, bevor es daraus die ersten kWh gab. Von den noch in Zukunft kommenden Aufwendungen und den Risken gar nicht zu reden.
Bei der Windenergie, ist es im Moment noch still um die Förderungen. Du hast schon richtig erwähnt, dass im Offshore-Bereich noch alles ganz ruhig ist. Aber mein Hinweis ging ja dahin, dass wir hier erst am Anfang stehen. Offshore ist keine Sache der „Kleinen“. Aber wenn in den nächsten 10 Jahren hier die Aufwendungen forciert werden, und das klingt realistisch, zahlen wir über die in Richtung Wind gedrehten Förderungen jede Menge an die „Großen“. So wie man an den PV-Förderungen zurückrudert, so sahen wir mit 19 Cent/kWh eventuell den ersten Schritt einer Progression bezüglich Offshore Förderung.  

26.03.12 08:24
3

17583 Postings, 5521 Tage duftpapst2jetzt wo es hier fachlicher zu geht

schlägt anderorts der Starrsinn wieder zu.

Scheinbar ist der Tee alle  

26.03.12 10:48
1

17012 Postings, 6186 Tage ulm000nur bis zum Jahr 2020

denn ab dann werden die Vergütungen zurückgehen.

trebrreh, das ist so nicht richtig, denn es gab eigentlich erst seit 2009 einen signifikanten Zubau von PV in Deutschland. Ddas heißt im Umkehrschluss, dass die PV EEG-Vergütungen erst so ab 2027/2028 merklich zurückgehen werden und bis dahin werden wohl so 150 Mrd. € an PV geflossen sein.

Zubau PV in Deutschland:

2000: 0,05 GW
2001: 0,1 GW
2002: 0,1 GW
2003: 0,1 GW
2004: 0,7 GW
2005: 0,9 GW
2006: 0,9 GW
2007: 1,3 GW
2008: 1,9 GW
2009: 3,7 GW
2010: 7,4 GW
2011: 7,5 GW

Mein Problem ist ja nicht PV, sondern es sind die sehr hohen Kosten, die in eine einzige Erneuerbare gesteckt wird bzw. wurde und diese Kosten werden uns noch sehr lange belasten. Wir haben seit drei Jahren im PV-Sektor einen Ökokommunismus vom Feinsten. Kosten, die die Allgemeinheit tragen muss scheinen ganz offenbar nicht zu interessieren wenn es um Solar geht.

Bei der ganzen Diskussion um die Energiewende muss man verdammt aufpassen, dass man das nicht nur auf Wind oder PV reduziert. In den Aktienforeen wird das aber getan. Wind und PV sind zwei Bausteine von vielen für die Energiewende.
Zur Energiewende gehört noch viel mehr dazu. Man braucht z.B. eine Balance zwischen Grundlast und Spitzenlast und da hilft uns in Deutschland halt ein ungebremster PV-Zubau mittlerweile nicht mehr weiter bei PV-Installationen von über 30 GW. Möchte gar nicht wissen wie viel PV-Strom in diesem Sommer quasi weggeschmissen werden muss (Ökokommunismus in Reinkultur), weil man ihn ganz einfach nicht braucht zu diesem Zeitpunkt.

Die Energiewende wird uns noch sehr viel Geld kosten für den Ausbau der Stromnetze, Bau von Gasschattenkraftwerke und für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren. Im Sektor Wärme inkl. Gebäüdedämmung, eigentlich noch wichtiger wie die Stromerzeugung, werden im Jahr vom Staat nicht mal 2 Mrd. € ausgegeben. Für PV alleine sind es aber fast 9 Mrd. € in diesem Jahr. Diese riesige Diskrepanz ist mir einfach viel zu hoch und das passt auch nicht. Es wird höchste Zeit, dass auch bei den Erneuerbaren, vor allem bei Solar, langsam aber sicher die Marktwirtschaft zum Tragen kommt, denn sonst wird uns irgendwann das Geld ausgehen.  

Bei Offshore-Wind gebe ich dir teilweise Recht, denn da könnte das gleiche passieren wie bei PV und Ruck Zuck haben wir ein neues Subventionsgrab, das wir bei PV leider schon haben. Jedoch wird die EEG-Zulage nicht uferlos erhöht werden können, denn das wäre für alle politische Parteien Selbstmord.  

26.03.12 11:39
2

26893 Postings, 5820 Tage hokaiUlm

die 2 Millarden Wärmedämmung sind der Zuschuss vom Staat, die Gesamtkosten ( staatl. Förderung + private Investition ) dürften ein Vielfaches sein.
Für PV gibt der Staat kein Geld aus, das zahlen ganz allein wir Verbraucher.
Wenn man sich den momentane Ölpreis anschaut ( wir sind wieder beim Niveau von 2008) und die Ohnmacht (gewollt oder ungewollt spielt erstmal keine Rolle) der Förderländern diesen zudrücken, ist doch ganz eindeutig wo langfristig die Reise hingeht für Energie hingeht.
Vielleicht ist das Szenario gar nicht so abwegig; dann ist in ein paar Jahren die Frage ob Du Deinen Strom NUR noch zu 0,39 € abgeben willst...
http://www.jahnsolar.de/fileadmin/strompreisentwicklung.jpg
-----------
"born free"
Angehängte Grafik:
123.jpg (verkleinert auf 90%) vergrößern
123.jpg

26.03.12 12:09
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Naja hokai

Im Großen und Ganzen ist es doch kein Unterschied ob man nun Abgaben zwangsweise über die Stromrechnung bezahlt oder über Steuern. Für mich gibt es da keinen Unterschied.

Logisch wird der Strompreis steigen, keine Frage, aber die Frage stellt sich für mich ob man für eine einzige Enerneuerbare wie Solar im Jahr 9 Mrd. € ausgeben muss. Dazu ist Solar nach wie vor alles andere als Effizient. Strukturell, weil eine PV-Anlage es gerade mal auf jährliche Volllasttsunden von rd. 1.000 Std. bringt, und monetär, da Solar trotz der massiv gefallenen Modulpresie immer noch die teuerste EE-Art ist die es gibt. Selbst die wesentlich kapitalintensiveren EEs wie Geothermie oder Biomasse sind weitaus billiger.

Bis zu einem gewissen Rahmem war der Solarausbau absolut sinnvoll und marktwirtschaftlich vertretbar, aber seit es in 2010 zu einem PV-Zubau von riesigen 7,4 GW kam ist dem nicht so, denn wir werden den von Solar erzeugten Spitzenlaststrom ganz sicher nicht zu 100% benötigen und im Ausland wird ihn auch keiner kaufen. Das heißt wir werden den erzeugten Solarstrom wegschmeißen. Bei Wind wird ja schon etwa 13% des erzeugten Stroms weggeschmissen. Ich nenne so etwas Planwirtschaft ala DDR: Ausbauen auf Teufel komm heraus und es interessiert niemand was das am Ende kostet.

Ohne Frage die Erneuerbaren muss es geben und man muss sie weiter ausbauen, die Frage ist doch ob man in Deutschand die einzelnen EEs weiter komplett unkoordiniert ausbauen soll oder nicht. Irgendwann, je früher umso besser, muss man über Angebot und Nachfrage ausbauen. Solar wird jedenfalls komplett unkoordiniert ausgebaut und es stellt sich keiner die Frage ob man so viel Solarstrom überhaupt benötigt oder nicht. Das ist das Kernproblem und nicht der Öl- oder der Gaspreis.  

26.03.12 12:59
2

26893 Postings, 5820 Tage hokaiNun denn...

nach den Senkungen der Einspeisevergütungen ( und ja der Zubau in 2010 & 2011 WAR für alle mehr als überraschend) sei mal da hingestellt ob dies ein Kernproblem für den Verbraucher darstellt. In der öffentlichen Wahrnehmung nimmt die Bereitschaft z.B. auf strombetriebene PKW's zuwechseln gezwungenermassen zu, vielleicht bietet der technische Fortschritt schon in wenigen Jahren bezahlbare Lösungen um über ein "Wegschmeisen" von überschüssigem Strom nur noch zu schmunzeln.

"Im Grossen und Ganzen ist es doch kein Unterschied, ob man nun Abgaben zwangsweise über die Strompreise bezahlt oder über Steuern.."
Ich denke das Gefühl des privaten PV Anlagenbetreibers, persönlich etwas getan zu haben sollte man nicht unterschätzen, nicht allein die Einspeissvergütung wird DER Grund für den privaten Zubau gewesen sein.

Wenn die Grafik stimmt, muss aber noch gewaltig was kommen um die vermeintlich falsche EEG- Politk in die Köpfe der Verbraucher zu bekommen bzw. daraus ein Kernproblem zu machen.
http://karthan.de/wp-content/uploads/2012/01/...enkorb_2011_okt11.jpg
-----------
"born free"

26.03.12 13:38
2

17012 Postings, 6186 Tage ulm000daraus ein Kernproblem zu machen

Tja hokai, es werden ja nie absolute Zahlen genannt, denn sonst würde es wohl anders aussehen mit der Akzeptanz. Außerdem kommt es bei den Umfragen immer darauf an wie man die Fragen stellt.

"ich denke das Gefühl des privaten PV Anlagenbetreibers, persönlich etwas getan zu haben sollte man nicht unterschätzen, nicht allein die Einspeissvergütung wird DER Grund für den privaten Zubau gewesen sein."

Hokai ich weiß ja nicht wie weit du dich mit Solar beschäftigst, aber wenn man mal die Zubauzahlen sich so anschaut, dann kann man deinem Satz sicher nicht zustimmen. Immer wenn es zu zu größeren Kürzungen der Einspeisgarantien kam, ging der Zubau massiv in die Höhe ! So war es im Juni 2010 mit einem Zubau von 2,2 GW und im Dezember 2011 mit einem Zubau von 3 GW. Normalerweise haben wir in Deutschland einen Monatsschnitt beim Zubau von etwa 400 MW. So weit her ist es also nicht mit dem "persönlich etwas getan zu haben" wie diese Zahlen belegen. Für den Großteil geht es rein um die Rendite !!! und PVv lohnt sich mit Renditen von über 10% und die sind auf 20 Jahre garantiert und dazu fast risikolos. Genau deshalb haben die deutschen Landwirte etwa einen Marktanteil von 25% bei der PV-Stromerzeugung !!

Ist aber generell ein sehr komplexes Thema und ohne Zahlen kommt man bei diesem Thema nicht allzu weit. Selbst auf Podiumsdiskussionen ist dieses Thema sehr schwer zu vermitteln.  

26.03.12 15:12
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679 Postings, 5331 Tage trebrrehEnergiechaos oder Energiewende?

Ja ulm000, das hat schon Hand und Fuß was du schreibst. Jedoch stimmen meine Aussagen sehr wohl. Da ja formal die Frist der Vergütung nach 20 Jahren erlischt, muss ich richtigerweise dort beginnen, wann sie begonnen hat. Und das war eben 2000, somit enden diese 2020. Und dann beginnt auch die Degression bezogen auf die Vergütung pro kWh.
Nicht jedoch die Kosten der Vergütung bezogen auf die PV-Strommengen. Die wirken sich so aus, wie du es ganz genau angeführt hast.

Ich habe geschrieben:“
Auch ist klar, dass trotz der Degression der Vergütung die absoluten Zahlen nominal genommen steigen werden, da ja die Strommengen größer werden.“
Das dürftest du wohl nicht gelesen haben.

Unterm Strich ist es schon eine gewaltige Summe, völlig egal ob nominal oder real gerechnet.

Und dein Hinweis auf den „Ökokommunismus“, der hat schon seine Berechtigung. Nur kannst du das aber auch auf die klassischen Stromerzeuger anwenden. Denn die haben sich doch auch über den Strompreis (in erster Linie Tarifstrompreis), den sie bestimmen, ordentlich die Taschen gefüllt. Ich zähle aber auch die Ersparnisse des PV-Stromes zu meiner Rechnung. Denn derer gibt es viele, wie z.B. Einsparung an fossilen Energien, CO2-Zertifikate, Spitzenstromwerte um die Mittagszeit usw.

Wenn du nur die Steigerung des Strompreises der letzten 10 - 12 Jahre heranziehst, da waren das in etwa 10 Cent. Die EE-Umlage jedoch nur 3,57 Cent absolut. Also mehr als zwei Drittel (da ja auch andere EE) dieser Erhöhung gingen sicher nicht an die PV-Anbieter.
Man könnte trotzdem behaupten, dass es ohne der EE-Umlage wahrscheinlich keinen bedeutenden PV-Markt gäbe.
Und genau da, könnte man annehmen, dass sich die Offshore Windenergie ein Beispiel nimmt. Die Umlage liefert das Geld, und das zentrale Energiesystem wird finanziert. Die Marketing-Abteilung liefert den Rest.
Diese Programme dauern ja einige Jahre, und somit könnte eine solide Steigerung der EE-Umlage bei weitem reichen, die Kassen klingeln zu lassen. Da ist man noch weit weg von uferlos.
Aber im Grunde hat das mit Energiewende nichts zu tun, sondern nur dass die Gelder von der Solarenergie auf die Windenergie umgelenkt worden wären.
Eine Energiewende, verstehe ich als eine Abkehr von den klassischen Erzeugern zu den Erneuerbaren. Und davon sind wir meilenweit entfernt, da es nur ums Geldverdienen geht und vor allem kein durchgehendes Konzept gibt.

Für das Verständnis der Erneuerbaren Energien bedarf es vor allem einmal das Bekenntnis der Dezentralisierung. Weiters sehe ich im Gegensatz zu deiner Einstellung, dass die Sonne die uns ja den ganzen Tag auf den Pelz brennt, nicht unbedingt immer genutzt werden muss. Jedes Flusskraftwerk hat im Grunde das gleiche Problem. Jedoch hat man hier ein Konzept, sodass diese Energie vor allem zur Grundlast effizient genutzt werden kann.

Die geringe Förderung bezüglich Energie-Einsparungen erkläre ich mir so. Die Sanierung eines Gebäudes, ist ein Einmaleffekt. hokai hat schon richtig angeführt, dass diese Kosten nicht gering sind. Aber das Schlimme ist, dass dieses Gebäude dann über viele Jahre als „cashcow“ der Energieerzeuger ausfällt. Auch Steuern gehen verloren. Daran kann man die waren Interessen erkennen.  

26.03.12 16:01

17012 Postings, 6186 Tage ulm000Dezentral trebrreh

Genau in diese Richtung geht es doch bei der Energieerzeugung und auch bei der Energieverbreitung und das ist auch gut so. Dieser Trend r Denzentralisierung ist nicht mehr aufzuhalten, weil die Kommunen politisch stark genug sind und die auch Rückendeckung von der Bevölkerung haben. Bestes Beispiel für dezentral sind die Münchner Stadtwerke. Deren Zahlen habe ich ja gestern ausführlich hier angeführt.

Nicht dass du mich falsch vestehst trebrreh, ich bin absolut ein Befürworter der EEG-Zulage, nur sehe ich nicht ein, dass Solar knapp 50% der EEG-Zulage ausmacht und wir offenen Auges ein Subventionsgrab schaufeln. Selbst die Solarlobby war sich 2009 mit dem damaligen Umweltminister Gabriel einig, dass in Deutschland nicht mehr als 3 bis 4 GW im Jahr zugebaut werden soll. Und was ist rausgekommen: In 2010 und 2011 wurde halt mal das Doppelte verbaut. Planwirtschaft hat noch nie funktioniert. In den USA wurde in 2011 1,8 GW verbaut und alleine im Dezember wurden in Deutschland 3 GW verbaut, also um über 50% mehr wie in den USA im gesamten Jahr. Das ist doch der blanke Wahnsinn.

Die Franzosen machen das mit dem PV-Zubau wesentlich cleverer, da wird alle 3 Monate angepasst nach aktuellem Zubau und keiner weiß drei Monate im Voraus welche Einspeisevergütungen es geben wird. Jedenfalls haben die ihren Zubau voll im Griff und die Franzosen halten so ihre Zubaurange zwischen 0,8 bis 1,5 GW im Jahr ein. Zudem wird jeder große Solarpark vor Baubeginn überprüft und der erhält dann projektbezogene Einspeisevergütungen und nicht wie bei uns Deutschland wo alles nach Schema F gemacht wird/wurde. Ob 5 MW, 8 MW, 20 MW oder 80 MW. In Indien müssen Solarkraftwerke über Stromverkaufspreise ersteigert werden. Wer am günstigsten ist bekommt den Zuschlag. So haben die Inder schon 2 GW an Solar versteigert. In Südafrika geht es genau so. Die haben 600 MW an PV versteigert. In den USA muss man mit den Energieversorger Stromabnahmeverträge aushandeln, sonst braucht man gar nicht erst anfangen zu bauen. In Israel ist es genau so.  

26.03.12 16:07

26893 Postings, 5820 Tage hokaiulm, widerspreche doch gar

nicht das es dem Grossteil um Rendite geht.
Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass eine vermeintlich falsche EE Politik  ( Kernproblem aus Deiner Sicht) doch mittlerweile Vergangenheit ist und vielleicht sogar noch zum Vorteil werden könnte.
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"born free"

26.03.12 22:13

297 Postings, 5799 Tage langhaar01Änderungen bei Solarkürzungen.....

27.03.12 12:54

6226 Postings, 5352 Tage SchnurrstracksAlso bekommen Freiflächenanlagen ....

.....den alten Fördersatz noch bis 30. September !! Ist doch nett ? Oder?  

28.03.12 10:10

679 Postings, 5331 Tage trebrrehDie Auferstehung?

Das Thema Griechenland, bekommt auch neue Formen. Viele junge Griechen wollen nicht dem Trend des “brain drains“ folgen und sehr wohl in ihrer Heimat bleiben.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Förderung der Solartechnologie nicht ausgeschlossen. Aber wer jetzt glauben möchte, daraus könnte die deutsche Solarindustrie großen Nutzen ziehen, hat den Satz noch nicht zu Ende gedacht. Denn bestenfalls könnten nur Unternehmen wie Roth & Rau, oder andere Anlagen- und Maschinenbauer dabei verdienen.
Vielmehr denkt man an ein „chinesisches Griechenland“, unter Beizug ausländischer Investitionsprogramme.
Aber noch ist nicht gewiss ob es in Richtung Agrar- oder Industriestaat gehen soll. Wird vielleicht noch interessant?  

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