@Jack: man kann immer die angemessene Vorstandsvergütung/Vergabe an Mitarbeiter bzw. die jährliche Verwässerung diskutieren und was moralisch zu rechtfertigen ist.
Ob man die Kursentwicklung des letzten Jahres oder der letzten drei Jahre alleine JB anhängen kann - oder ob es keinen Weg raus aus der Apple-Eigenentwicklung geben hätte, das kann ich nicht einschätzen. Eine Grundsatzentscheidung Apples zukünftig deutlich mehr selber zu entwickeln und zu integrieren, kann man ihm weniger vorwerfen als wenn Dialog zB aufgrund schlechter R&D nicht in der Lage war, den technologischen Ansprüchen zu genügen, die Apple (mittlerweile) an den PMIC stellt. Mir fehlt jede Handhabe & Wissen, dies zu bewerten.
Ich kann nur Deine schwarz-weiß Sicht nicht nachvollziehen, was die CEO Vergütung der beiden Unternehmen betrifft. Nur um das noch mal plastisch darzustellen: Durch die midfield Genehmigung Ende Dezember und der damit verbundenen Kursvervielfachung der Energous Aktie (vor der in diesem Jahr erfolgten Kurshalbierung), gehe ich mal davon aus, dass das Rizzone Gehalt in 2017 sogar noch gestiegen ist. Ich nehme dennoch mal konservativ das 2016er Gehalt von Rizzone, so dass der Vergleich wie folgt aussieht:
CEO__Umsatz in Mrd__Vorsteuer-Gewinn in Mrd__Mitarbeiter in T__Jahresgehalt in Mio
JB__1,353__+0,195__2,071__3,5 SR__0,001__-0,045__0,068__5,4
Muss/kann jeder selber bewerten. Von kriminell habe ich nie gesprochen, da gehört das BoD und die Aktionäre auch dazu, solche Strukturen zu schaffen.
Was meinst Du eigentlich mit „noch fettER in den Aktientopf“ greifen? Das 2017er Gehalt JBs ist 37% unter dem des Vorjahres und unter dem von Rizzone.
Letzter Punkt: seit zwei Jahren schreibe ich, dass ich die Energous Investments von Dialog nachvollziehbar finde. Man muss nicht den Verlust konsolidieren und man kauft sich eine „Realoption“ auf eine interessante Technik. Kein Vorwurf meinerseits. Wenn‘s nicht ausspielt, dann hat man ‚gerade mal‘ ca. 10% eines jährlichen Cash Flows versenkt; aber das gehört dazu.
@-wb-, ich wolle nicht sagen, dass ich das Management von Dialog so gut finde, das war eher eine Replik auf Jacks Schwarz-Weiß-Denke. Wenn ich als CEO über Quartale hinweg nicht mitbekomme, dass mein 75% Kunde stark daran arbeitet, mein Produkt selbst herzustellen, dann wirft das alles andere als ein gutes Licht auf den CEO. Dazu kommt eine sehr fragwürdige Kommunikationspolitik: wie kann ich im November 2017 in einem Eurams-Interview noch davon sprechen, dass Apple „kein Risiko“ darstellt??
@Steffen: diese Frage haben wir seit Dezember in Hunderten von Postings diskutiert...vielleicht geht deswegen keiner drauf ein. Nur eine kurze Korrektur: Apple produziert nicht selbst und braucht dementsprechend keine neuen Produktionsstätten. |