ON: Dir ist schon klar, dass regenerative Energien bereits in den 1970ern rin Thema waren [..]
Ja. Mir ist auch klar, dass Dänemark da aufgrund politischer und geographischer Faktoren Vorreiter war.
ON:] Man hätte in der Tat bereits vor 30 Jahren die Weichen in Richtung Regenerativ stellen können [...]
Das hat man. Auch wenn es dir nicht weit genug geht. Sonst wären wir heute nicht da, wo wie sind ... was immer noch ziemlich weit vorne ist, verglichen mit etlichen anderen Industrienationen.
ON: Mein lieber Freund, Du solltest nicht glauben, dass wir alle Blöd sind, und nicht metken, dass Du stets Schwarz oder weiß polemisierst, ganz so wir die Stromlobby - also Entweder ganz regenerativ, oder gar nicht regenerativ, alles andere geht ja gar nicht.
Ich habe nirgends was von ganz oder gar nicht geschrieben und auch nicht gemeint. Ich halte dich auch gar nicht für blöd. Nur für recherchefaul und jemand, der gerne mit dem Finger auf die fiesen Anderen zeigt.
ON: Wir könnten heute, wäre der Wille da gewesen, das auch wirklich umzusetzen, bei 60-70% rrgenerativ sein, wenn nicht die Lobby und die Politik ständig auf der Bremse stehen würden.
Das zu behaupten ist echt leicht, wenn man keinerlei Versuch unternimmt die dafür notwendigen Anstrengungen irgendwie abzuschätzen. Genau darum ging es mir bei der ganzen Diskussion, was aber scheinbar echt nicht in deinen Kopf geht. Ist halt einfacher zu sagen "die wollten halt einfach nicht", als zu zeigen, wie es gegangen wäre - oder in den nächsten 20-30 Jahren gehen könnte.
ON: Und Deine Rechnungen? Rechne die Kosten nur für die Braunkohle Kraftwerke der letzten 30 Jahre auf, berücksichtige, dass jedes von ihnen Schadstoffe aussondert, und Schäden verursacht, die nicht berechnet werden, und für die andere aufkommen müssen, und wenn es ums Atom geht, berechne die Kosten für die Lagerung über einen Zeitraum von 1.000 Jahren.
Warum sollte ich? Du machst dir ja nichtmal die Mühe, einfach nochmal schnell in der Greenpeace-Studie bzgl. Atomstrom-Förderung nachzuschauen, argumentierst dann aber so, als wäre völlig selbstverständlich, dass die Endlagerung für 1000 Jahre unbezahlbar ist und es besser gewesen wäre keine Atomkraftwerke zu bauen, sondern in den 80ern eine unbestimmte Summe in Windräder zu investieren.
ON: Regenerativ wäre ein Schnäppchen.
Ach? Wenn du das behauptest, musst du ja eine Zahl im Kopf haben.
ON: Erste Ausaage: Jahrzehntelang haben Lobby und Politik den Ausbau regenerativer Energien be- und verhindert.
Das die Lobby der Energiekonzerne versucht, das zu behindern ist doch völlig klar und wurde von mir auch nie bestritten. Welche Lobby versucht nicht, ihre Position zu sichern? Aber welche Jahrzehnte meinst du, was die Politik angeht? Seit mindesten 1991 wurden z.Bsp. erneuerbare Energien durch das Stromeinspeisungsgesetz gefördert. Die Förderung war dir vielleicht nicht genug, das ist doch aber etwas völlig anderes als ein aktives be- und verhindern.
Wer hat eigentlich wem verboten von 1950 bis heute Wind- oder Solarkraftanlagen zu errichten und damit Strom zu erzeugen?
Captain Obvious: Meine zweite Aussage war, dass wir ohne den Lobbymist bereits deutlich weiter wären.
Stimmt.
ON: Und mich öden Menschen an, die ständig 'geht nicht', 'ich brauche das nicht', 'zu teuer' ...
Macht ja nichts. So geht es mir mit Leuten, die sagen, man müsste doch irgendwas und irgendwie, aber ich weiß auch nicht so genau, aber wenn es nicht klappt sind die Anderen schuld.
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