Ich kann und will nicht über Wasserstoff diskutieren. Ich habe einfach zu wenig Ahnung davon. Mir scheint es aber sinnvoll - für welchen Energieträger auch immer - so was wie zentralisierte "Tankstellen" zu haben. Statt einer flächendeckender Infrastruktur in jedem Haus und an jedem öffentlichen Parkplatz. Batterien kommen derzeit leider dafür nicht in Frage. Einfach, weil es länger als fünf Minuten dauert, sie zu laden. Das ist aus meiner Sicht das Killer-Argument gegen Batterien.
"Also es gibt doch wohl keine einfachere Infrastruktur, als eine Elektrische !"
Das ist nicht wahr, wie du aus der heutigen Diskussion aus Sicht eines Großstädters ohne eigene Steckdose entnehmen kannst. Für einen Landmenschen mit eigenem Haus und Carport/Garage ist das Laden natürlich kein Problem. Für einen Städter ist es aber ein unlösbares Problem. (Es sei denn, man hätte flächendeckend Steckdosen/Induktionsschleifen in der Stadt. Was eine absurde Vorstellung ist.)
"Das ist ja gerade der Vorteil ... Was war und ist denn im Vergleich dazu der Aufwand mit den Tankstellen und die ganze Öl Infrastruktur ... vom Fördern, über Raffinieren, Chemiezusätze und Auslieferung bis zu den Tankstellen bzw. der ganzen Tankstelleninfrastruktur."
Sorry, du redest jetzt von der letzten Meile. Aber wo kommt denn der Strom für deine BEVs her, wenn nicht von ähnlichen, gigantischen Infrastrukturen dahinter? Atomkraftwerken, Steinkohle, Braunkohle, Gas, neuerdings auch Wind und Sonne und Bio. Jede Quelle davon hat ihre Haken. Nur weil du glaubst, der Strom käme sauberer aus der Steckdose als das Benzin aus der Zapfsäule, muss das ja nicht richtig sein.
Aus meiner Sicht ist das nicht richtig. Ich denke, die Stromvproduktion für BEVs ist ungefähr so schädlich wie die Benzinproduktion für Verbrenner. Allerdings ist die letzte Meile, die Verteilung der Energie auf die User im Fall von Benzin (oder später vielleicht Wasserstoff) sehr viel einfacher, billiger, und komfortabler als die mit Strom. Siehe die obige Diskussion: Steckdosen / Induktionsschleifen an allen Parkplätzen, Städte umwühlen, Autobahnen unterminieren. Wozu?
Der Haken an der ganzen E-Denke ist, dass sich Strom zwar in Batterien speichern lässt, diese sich aber bisher nicht schnell laden lassen. (Und viel zu teuer, groß und schwer sind). Alleine aus den elenden Ladezeiten ergibt sich, dass diese Technologie niemals umgesetzt wird. Diese Zeiten haben die oben beschrebene Konsequenz, dass man keine zentralen, wenige "Tankstellen" betreiben kann, sondern die gesamte Infrastruktur der Städte umbauen müsste. Das wäre verrückt. Natürlich würde sich diese Argumentation sofort komplett ändern, wenn jemand was erfinden würde, womit man eine Batterie für z.B. 300 km Reichweite in z.B. fünf Minuten laden könnte. Davon ist aber nichts in Sichtweite. |