Goldin äusserst professionell zu agieren.
Die mandatierte Investmentbank arbeitet mit sehr professionellen Algorythmen, über Wochen wurden die vorzeitig verkaufenden Aktionäre faktisch abgekocht.
Je tiefer die Börsenkurse nach dem Angebot liegen, desto billiger kann Goldin danach zukaufen. Im Angebot droht er explizit ein Delisting an und stellt auch den illiquidieren Markt nebst höheren Spread zwischen Geld- und Briefkurs heraus.
Ich kann mir eine Initiative eines angestrebten Delistings sehr gut vorstellen, mit der Goldin ggf. Panik erzeugen will, um nicht verkaufswillige Aktionäre herauszuschütteln.
Den äusserst wahrscheinlichen Verstoss gegen das WpÜG hatte ich bereits dargestellt.
Insgesamt ein äusserst professionelles, abgezocktes Vorgehen mit faktischer Beugung des WpÜG und bewusster Missachtung des Schutzgedanken des novellierten WpÜG indem Goldin ohne eine einzige Aktie zu besitzen die Investorenvereinbarung durchgesetzt hat, womit bereits jetzt die Beherrschung zu über 75% sicher ist und damit ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BuG) absehbar und sicher erscheint aufgrund der Pflicht weitere EUR 30 Mio. in die neue Tochtergesellschaft zu investieren und die Option, weitere EUR 140 Mio. zusätzlich hierin zu investieren und damit bis zu EUR 170 zu EUR 1 in junge Gigaset-Aktie tauschen zu dürfen.
Sollte Goldin auf über 90% kommen, kann sie einen übernahmerechtlichen Squeeze Out zu ebenfalls EUR 1 aufgrund der Investorenvereinbarung i.V:m. dem freiwilligen öffentlichen Angebot erzwingen, so dass auch weiterhin ein Cap auf dem Kurs läge.
Zunehmend beunruhigt mich das völlige Fehlen anderer Käufer auf dem aktuellen Niveau, was eindeutig zeigt, dass bei der aktuellen Kapitalisierung der Gleichgewichtskurs ohne Übernahmeangebot sehr viel tiefer wäre. |