dieser Artikel aber schwer "blutrünstig" und "us-imperialistisch" ;-o)
Er geht nicht sehr auf Syrien konkret ein, eher auf Arabien etc. allgemein. - In Syrien findet weniger ein interner Stammeskrieg oder Religionskrieg statt - eher ein Krieg zwischen rechthabenden Einheimischen und rechtlosen Zugewanderten - eher ein Krieg zwischen Arbeitslosen und Privilegienbesitzern - eher ein Krieg zwischen militärischem Sozialismus bzw. osmanischer Herrschaftsform auf Basis der Öleinnahmen gegen Demokratie und Markt und schwache Wirtschaft - in Syrien besteht im Grunde bereits ein traditioneller Staat, der ähnlich wie die Türkei transformiert werden kann. Auch für die Kurdenfrage fände man dort neuerdings Modelle. - ein Staat, der nur noch mit riesigem Militär samt Geheimpolizei aufrecht erhalten wird, das nicht nur alle Ressourcen des Landes auffrisst, sondern inzwischen das ganze Land zerstört und entvölkert, und seine Legitimation längst verloren hat - der Sturz des Systems wurde durch die massive Russen-Unterstützung, Giftgasfurcht und Al-Kaida-Erfolge vorerst gestoppt. - denn es wurde unklar, ob mit einem Assad-Sturz sich derzeit Al-Kaida oder westlichere Staatsmodelle durchsetzen
Gegenüber diesen Tatsachen ist der Artikel etwas sehr philosophisch. Denn es geht bei Gewalt-Interventionen durch Demokratien natürlich immer um vielfältige Opfer-Abwägungen, insbesondere im Verhältnis zum Erfolg und Zukunft der Unterstützten und die Modellwirkungen für andere Regionen. Dabei ist der Westen im islamischen Raum zuletzt so schwer gescheitert, und hat so schwere Aggressivität zu spüren bekommen, dass hier tiefe Verunsicherung über die Legitimität von Interventionen, große Ängstlichkeit vor dem islamischen Raum und eine sehr deutliche Identitätskrise des Westens herrscht. Auch dies ist in dem Artikel erkennbar, aber nicht ausgesprochen. |