..wie versprochen auch ein paar Gedanken @ #232/233 (Daiphong).
Ja, die ideologisch geistigen Wirrköpfen und "progressiven" Trends, die in der westlichen Welt um sich greifen, verdienen unbedingt kritische Aufmerksamkeit (für mich, bereits seit >2 Jahren längst fällig. Und da gibt es leider reilich geistig Derangiertes, nicht nur Cancel Culture oder Wokeness).
Ebenso "Journalismus" muss in die kritische Zange genommen werden - offensichtliche Presse-Hetze aber besonders Presse-Lügen müssen Konsequenzen haben. Offenbar der Michael muss an "Rechte und Pflichten" gehörsam glauben (auch online), aber nicht Journalisten. Es ist sicher eine schwierige Aufgabenstellung, dennoch "Journalismus" muss langsam eine Bedeutung haben und tragen. Auch wenn nur ein Anfang wäre, z.B. alle Titel/Artikel explizit dick und fett mit "Nachricht" (Inhalt = sachlich, neutral und nicht bewertend) bzw. "Meinung/Kolumne oder von mir aus auch 'potenzieller Dünnpfiff'" kenntlich zu machen. TV wird umso schwieriger sein, aber man kann nur hoffen, dass sich da bald was ändert; verursachte Dissonanzen sind schockierend. Besonders die linken US-Medien spielen schon länger ein sehr gefährliches Spiel (sie tragen sogar eine direkte Mitschuld, was gerade in USA passiert).
Die "Russen" werden weltweit zum "bösen Boogeyman" wg. Desinformation gemacht, aber dem Leser wird laufend hausgemachter Müll serviert. Jedenfalls die passive Haltung und Akzeptanz, welche man seit Jahren beobachten kann, ist nicht mehr nachvollziehbar.
@Trump: ja, die Offensive von Trump auf gewisse Aspekte und Herausforderungen unserer Zeit ist fällig und sinnvoll, über Taktik und Methode kann man sicher diskutieren. Aber solange die Welt noch überschaubar war, konnte man noch ewig lang verhandeln und irgendwann mal zu einem hoffentlich guten Kompromiss kommen. Gegenwärtig eine Kompromissfindung ist etwas komplexer und nicht wirklich einfach (Digitalisierung/Globalisierung/Ideologien). Ich denke ohne COVID hätte der Tummelplatz bereits ein tragfähigeres Fundament gehabt (zmd. erstmal USA vs China). Wobei wer weiß, gerade COVID wird womöglich die gegenwärtige Weltanschauung verwandeln/optimieren.
Politik ist nur ein Kampf/Streit vieler Interessen, der sich als Wettkampf/-streit der Prinzipien verkleidet. Aber bei dem ganzen Tumult spielen nicht nur Prinzipien eine Rolle, genauso Persönlichkeit und Taktik. Oscar Wilde bringt es aber besser auf den Punkt: "Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien".
Die Bush-era habe persönlich nicht nahe verfolgt, hingegen Obama (seit 2014/15 eher intensiver beobachtet, genauso die Medien). Anfangs konnte ich die verbreitete Begeisterung für Obama persönlich auch teilen. Beginnend 2014 konnte man aber merken, dass sein "Strahlenkranz" verblasst. In der Regel machen Vergleiche nicht immer Sinn oder erfüllen den Zweck, dennoch der Übung halber (Persönlichkeit/Diplomatie): Obama war elegant mit der Lüge, Trump ist brutal mit der Wahrheit. Obama war ein konventioneller Idiolog, Trump ist ein unkonventioneller Pragmatiker. Obamas persuasive Eloquenz wurde überschätzt, Trumps gezeigter Altruismus wird unterschätzt.
Trumps Methoden sind unkonventionell, aber "shake the box" heißt nicht "stop the music". Die Europäer waren jedoch die Vorreiter, Brexit war der erste Weckruf für das Beamtentum. Somit "shake the (government's) tree" begann bereits vor Trump. Jede Unzufriedenheit ruft nach Veränderung, entscheidend jedoch, wer sie trifft. Und nein, es waren nicht die Russen. COVID setzt aktuell vorrangige Priorität vor, sorgt aber auch für politisierte Zerstreuung und teilweise Irrelevanzen. Die dummen Inszenierungen (absichtliches Chaos) aus der desillusionierten links Ecke in USA sorgen zusätzlich für überflüssige und destruktive Trivialitäten. Wobei ausgerechnet das wird Trumps Rückenwind stärken, da sich immer mehr Menschen von der destruktiven linken Kult abwenden. Bekanntlich die einzige Konstante ist Veränderung, "nach COVID" wird sich das zeigen.
Jedenfalls aus heutiger Sicht der Dinge und Entwicklungen, J.F. Kennedy wäre heute eher ein Republikaner, Obama wirkt wie ein (parteiloser) Independent (eigene Partei nicht wiederzuerkennen), Trump ist ein ergebnisorientierter Outsider.
Rückenwind und Gegenwind machen auch den Unterschied: die Medien machten Obama zum makellosen Pseudohelden, hingegen Trump nonstop zum völlig verzerrten Feindbild.
Evtl. am Rande: Trump unterzeichnete gleich in 2017 ein lebenslanges Verbot für Lobbyarbeit im Ausland für Regierungsmitglieder sowie ein 5-jähriges Verbot (Erlass von Obama war 2-jährig) für alle anderen Lobbytätigkeiten. Wobei die Wirksamgkeit an sich ist sicher schwer einzuschätzen. Er spricht gelegentlich auch von Amtszeitbegrenzung für Spitzenpolitiker. Damit hat er sich im Inland zornige politische Feinde gemacht (darunter auch viele Rinos).
Obama hat einige (auffällig) inkohärente Standpunkte vertreten (z.B. gegen gleichgeschlechtliche Ehe in 2008, war für strenge Grenzkontrollen aber ohne Taten #124). Trump kann man dies und jenes vorwerfen, aber der Mann ist konsistent (Außenpolitik, Einstellung) min. seit 1988 -> Video 2 Min.
Trump ist (absichtlich) "unberechenbar by default", aber tut, was er sagt (sofern ihm möglich - z.B. US-Soldaten nach Hause bringen, hat aber noch viel Gegenwind von politischen Saboteuren, Kriegsfanatikern, usw.).
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