Da ich genaueres über die Finanzkraft von QSC erfahren wollte, habe ich dazu einige Fragen an QSC gestellt. Hier die Antwort von QSC:
Sehr geehrter Herr …,
der Kursverlauf 2014 ist ohne Frage eine Enttäuschung. Der wesentliche Grund für diesen Rückgang ist ein schwächer als geplanter Verlauf des operativen Geschäfts in diesem Jahr. Wider Erwarten verzeichnete QSC nach der Sommerpause nicht wie sonst üblich steigende Umsätze im IT-Outsourcing und IT-Consulting; auch eine Folge des deutlichen Konjunkturabschwungs. Zudem kam es bei der Vermarktung neuer ITK-Produkte zu Verzögerungen. Der Vorstand arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, zum einen den Vertrieb zu stärken und so die aktuelle Umsatzschwäche zu überwinden, und zum anderen sämtliche Kostenpositionen zu überprüfen, um die Effizienz der Prozesse und Strukturen weiter zu steigern.
Sie sehen: QSC setzt alles daran, die aktuellen Herausforderungen möglichst rasch zu meistern und verfügt auch über die nötigen Mittel dazu. In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete QSC einen positiven Free Cashflow von 13,2 Millionen Euro; diese Mittel stehen dem Unternehmen nach allen Investitionen zur freien Verfügung und dienen beispielsweise den geplanten Akquisitionen sowie auch der avisierten Zahlung einer Dividende von mindestens 10 Cent je Aktie für das laufende Geschäftsjahr. Darüber hinaus hat QSC im Mai 2014 ein Schuldscheindarlehen über 150 Millionen Euro zu günstigen Konditionen abschließen können. Wenn man jetzt noch die Eigenkapitalquote von nahezu 40 Prozent in Betracht zieht, wird deutlich, dass das Unternehmen trotz aller Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr solide und nachhaltig für die kommenden Jahre finanziert ist.
2014 wird das Unternehmen indes aller Voraussicht nach einen Konzernverlust ausweisen. Der Vorstand gibt zwar anders als für Umsatz, EBITDA und Free Cashflow keine Prognose für diese Kennzahl für das Gesamtjahr 2014 an. Er erwartet aber ein EBITDA-Ergebnis von mindestens 40 Millionen Euro für das Gesamtjahr. Diese Größe berücksichtigt noch nicht Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen - die Höhe der Abschreibungen dürfte sich im laufenden Geschäftsjahr auf rund 50 Millionen Euro summieren. Ein Verlust im laufenden Geschäftsjahr beeinträchtigt aber weder die Handlungsfähigkeit des Unternehmens noch dessen Fähigkeit, aus bestehenden Gewinnrücklagen der QSC AG eine Dividende auszuschütten.
Mit den eingangs skizzierten Maßnahmen schafft der Vorstand derzeit die Basis für eine Rückkehr in die Gewinnzone im Jahresverlauf 2015. Je früher die Umsätze wieder anziehen und die Ertragskraft steigt, desto eher dürfte sich dies auch beim Kurs der QSC-Aktie bemerkbar machen.
Am kommenden Montag veröffentlicht QSC im Übrigen den 9-Monatsbericht. Wenn sich daraus noch Fragen ergeben sollten, können Sie sich gern am mich wenden.
Viele Grüße aus Köln,
Arne Thull Head of Investor Relations
QSC AG Mathias-Brüggen-Straße 55 D-50829 Köln |