Zu den Aussichten:
Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr sind ja bekannt.
Es wurde nicht klarer auf welches Preisverhandlungsergebnis bei mSAP sich die Prognosen beziehen. Ich vermute aber, dass man auch hier eher konservativ kommuniziert hat. Bei einem guten Verhandlungsergebnis könnte hier also Luft nach oben sein. Möglich, dass man bei der Präsentation des Q1 - Ergebnisses mehr dazu erfährt.
Bezüglich der ROCE - Zielquote von 12% wollte sich Herr Gerstenmayer nicht dazu äussern, wann diese erreicht sein wird.
IC-Substrate:
Hier ist für mich nun ein klareres Bild entstanden. Wie oben geschrieben hat man sich offenbar auf Prognosen verlassen die den Weltmarkt bezüglich der Nachfrage völlig falsch eingeschätzt haben. Das heißt jetzt aber nicht, dass die Investition an sich falsch war. Es wurde mehrmals betont, dass man im letzten Jahr sehr viel lernen konnte. Wenn man sich die Entwicklungen bei den Verbindungslösungen ansieht (siehe GB) wird klar, dass Substrate bei den immer kleineren Strukturen die AT&S bauen wird, für viele Produkte ein Grundbaustein sein werden. Ob die Volumensproduktion für Intel jedoch jemals - nicht nur - EBITDA - positiv wird, bleibt abzuwarten.
Interessant war auch die Beantwortung der Frage, wie hoch denn der Schaden sei, der durch Chongqing (Substarte) entstanden ist. Beim Umsatz sollen es 32 Mio und beim EBITDA 30 Mio sein.
Dividende:
Herr Androsch sagte dazu. "Eine Dividende wurde immer gezahlt". Mehr muss man dazu wohl nicht sagen. Es geht also nur um Kontinuität. Dass das wirtschaftlich unsinnig ist, bleibt außer Frage.
Die Dividendenzahlung wurde in mehreren Redebeiträgen in Frage gestellt bzw. kritisiert.
Wie soll man also mit der Aktie umgehen:
Eine klare Antwort kann man hier nicht geben. Der Buchwert je Aktie liegt bei 13,9 Euro. Abzüglich der immateriellen Werte liegt der Buchwert je Aktie allerdings bei knapp unter 11 Euro. Von dieser Seite aus betrachtet, ist die Aktie eigentlich fair bewertet.
Auf der anderen Seite gibt es halt auch ein fein laufendes Kerngeschäft und die Aussicht darauf, dass mSAP hohe Margen bringt. Es steht hier ja noch immer diese Einschätzung vom Februar dieses Jahres im Raum, dass mSAP-Platten um 60-80% höhere Margen bringen als Herkömmliche. Möglich, dass man Chongqing Phase II baut und 2 oder sogar 4 Linien mit mSAP - Maschinen bestückt. Das wäre dann schon ein starkes Zeichen für die nähere Zukunft. |