.... Rohstoffe positiv Elliott-Welle wird Dax unter 3.600 Punkte drücken Von Wieland Staud DruckenVersendenSpeichernVorherige Seite 15. Januar 2009 Momentan sind die Dinge aus technischer Sicht im Lot. Die Abwärtstrends der Bankaktien sind etabliert und deren Ende ist bislang nicht in Sicht. Gleiches gilt für den Dax. Der hatte zwar noch in den letzten Tagen des zurückliegenden Jahres das damals wichtige Niveau von 4.850 Punkten überschritten und war danach planmäßig zu einer kleinen Rally bis auf mehr als 5.100 Punkte angetreten. Alles, was aber seit diesem Hoch am Dreikönigstag 2009 geschah, macht wenig mehr, als der einfach nur hundsmiserablen Technik auf allen Zeitebenen Rechnung zu tragen. Von der Bärenmarktrally zu weiteren Kurstiefs? Mittlerweile kann endgültig kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der gesamte Anstieg seit dem 21. November von 4.035 Punkten aus eine klassische Bärenmarktrally war. Wenn die Vorzeichen nicht trügen, dann hat der Dax selbst für den Fall, dass er sich ein weiteres Mal von diesen Tiefs aus erholen sollte, seinen langfristigen Abwärtstrend wiederaufgenommen. Neue Tiefstkurse unter 4.000 Punkten sind damit, vielleicht schon in den nächsten beiden Wochen, so gut wie unvermeidbar geworden. Die in der Jahresprognose für 2009 erwartete Elliott "5" bis in Regionen zwischen 3.300 und 3.600 Punkten rollt Die Situation an der Rohstofffront dürfte angesichts der Entwicklungen an den Aktienmärkten von vielen wohl eher als Nebenkriegsschauplatz empfunden werden. Dabei entbehrt auch deren Chart nicht eines hohen Maßes an Brisanz. Als Indikator für die Rohstoffnachfrage kann am CRB Rohstoffindex ziemlich leicht abgelesen werden, wie es um die Weltwirtschaft bestellt ist. Und weil eine Halbierung im letzten halben Jahr, wenngleich auch von einem phantastischen Niveau aus, zu Buche steht, will auch da keine rechte Zuversicht aufkommen. Schließlich ist das eine Veränderungsrate, wie sie in den letzten 50 Jahren ein einziges weiteres Mal vorgekommen ist - allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Damals zu Beginn der siebziger Jahre, als die Welt durch die Ölkrise und die Prognosen des Club of Rome aufgeschreckt wurde. Wahrscheinlich ist, dass die Zukunft der Rohstoffe heute tatsächlich wie die damals aussehen wird. Sie werden über lange Zeit volatil auf der Stelle treten und dann ihren Abwärtstrend fortsetzen. Gezeitenwende im Rohstoffbereich Technisch betrachtet, war der Einbruch der vergangenen sechs Monate, da kann man das Blatt drehen und wenden wie man will, eine Gezeitenwende allergrößten Ausmaßes. Sie wird uns wohl ein Jahrzehnt begleiten. Kurz- und mittelfristig betrachtet aber, sind die vor dem CRB-Index liegenden Unterstützungen zwischen rund 230 und 200, schlimmstenfalls 185 Punkte wohl in der Lage, das Treiben der Bären zu beenden. Wäre da nicht die vernichtende überlagernde langfristige Perspektive, man könnte fast schon hoffnungsfroh werden. Eine vergleichbare Entwicklung ist für den Ölpreis zu erwarten. Die Erholung von den massiven Unterstützungen um 35 Dollar aus bis auf mehr als 50 Dollar zu Jahresanfang könnte den Beginn einer ausgedehnten Erholung markieren, die uns die nächsten Monate begleiten und in deren Verlauf auch wieder ein Preis von mehr als 60 Dollar für ein Barrel Öl ins Blickfeld rücken wird. Wenn, ja wenn nicht die schon wieder in unmittelbare Nähe gerückten Baissetiefs der letzten Jahreswoche 2008 und damit Kurse um 33 Dollar signifikant und nachhaltig unterschritten werden sollten. Bliebe noch das Gold. Das wird, so die Zeichen nicht völlig trügen, schon bald noch mehr glänzen. Aber ob das eine gute Aussicht ist? http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc ~E53A2320A8D834D878EEE196563453B6C~ATpl~Ecommon~Scontent.html |