Jetzt wird es eng für US-Präsident Trump: Rund drei Wochen vor der Wahl gibt es erstmals Umfragen, die nahelegen, dass Konkurrent Joe Biden die nötigen Wahlmännerstimmen zusammenbringen könnte, um ins Weiße Haus einzuziehen. Ein Blick auf die wichtigsten Trends bei den US-Umfragen. Nicht nur weil bis jetzt bei den US "Frühwahlen" schon etwas über 10 Mio. Amerikaner ihre Stimmen abgegeben haben und das ist Rekord zu diesem frühen Zeitpunkt (eine hohe Wahlbeteiligung ist für Trump nicht gut),
http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=670979
sondern weil sich mehr und mehr verfestigt, dass Biden in normalerweise engen US Bundesstaaten, die Trump 2016 noch gewonnen hat, großteils der Gewinner sein wird/könnte.
Trump hat nach den aktuellen Umfragen 125 Wahlmännerstimmen aus 20 US Staaten zu 95% sicher. In Texas ist zwar das Wahlrennen recht überraschend eng (49% Trump - 45% Biden), aber es ist kaum vorstellbar, dass Trump in der Republikaner Hochburg verlieren wird. Texas ist der Bundesstaat, der die zweitmeisten Wahlmänner Stimmen bringt (38 Wahlmänner) nach Kalifornien. Mit Texas würde Trump auf 163 sichere Wahlmännerstimmen kommen.
Biden hat 203 Wahlmännerstimmen ziemlich sicher aus 15 US Staaten wie z.B. Kalifornien (55 Wahlmänner), New York (29), Illinois (20) oder New Jersey (14).
Die top 5 US Bundesstaaten wo Trump den größten Vorsprung gg. Biden hat: Wyoming (+ 31% gg. Biden), Idaho (+ 26%), Arkansas (+ 24%), Louisana (+ 22%), Oklahoma (+ 22%).
Die top 5 US Bundesstaaten wo Biden den größten Vorsprung gg. Trump hat: Hawaii (+ 39% gg. Trump), Kalifornien (+ 32%), New York (+ 32%), Maryland (+ 30%), Rhode Island (+ 25%).
Damit hat Biden schon einen schönen Vorsprung gg. Trump, der aber nicht deutlich größer ist wie Clinton vor 4 Jahren den hatte und trotzdem verloren hat.
Es gibt noch viele umkämpfte US Bundesstaaten, die dazu führen, dass bei weitem noch nichts entschieden ist. Jedoch hat Biden aktuell z.B. in Michigan (18) und Wisconsin (10) mit 8% bzw. 7% einen schönen und sehr komfortablen Vorsprung. Beide US Staaten hat 2016 Trump gewonnen. Michigan und Wisconsin sind nicht bei den sicheren Biden US Bundesstaaten mit drin.
Mitentscheidend für den Wahlsieg sind aber andere US Bundesstaaten. Genau das macht die US Wahlen so schwer einschätzbar. Vor allem die beiden top Battleground US Staaten Florida (29) und Pennsylvania (20), die Trump 2016 gewonnen hat, ist es noch eng und hier könnte sich die Wahl entscheiden. Da Trump einen doch größeren Rückstand gg. Biden hat muss eigentlich Trump Florida und Pennsylvania gewinnen. In den kleineren Swing States, den US Staaten Georgia, Iowa, North Carolina und Ohio, ist es auch noch eng. Selbst in Arizona könnte Biden sogar gewinnen.
Hier mal die aktuellen Druchschnitts-Umfrageergebnisse der ganz engen US Bundesstaaten, die 2016 Trump noch allesamt gewonnen hat:
Florida (29): Trump 44% - Biden 49% Pennsylvania (20): Trump 44% - Biden 51% Ohio (18): Trump 46% - Biden 47% Georgia (16): Trump 47% - Biden 48% North Carolina (15): Trump 46% - Biden 49% Arizona (11): Trump 45% - Biden 48% Iowa (6): Trump 47% - Biden 47%
Der Link dazu:
https://www.270towin.com/2020-polls-biden-trump/
Man sieht also, dass es bei diesen umkämpften US Bundesstaaten noch recht eng ist, aber Biden hat vor allem bei den beiden großen umkämpften US Bundesstaaten, Florida und Pennsylvania, einen "netten" Vorsprung.
Entschieden ist also noch gar nichts, aber 3 Wochen vor der Wahl wird es für Trump immer enger und es deutet sich schon an, dass Trump die Wahlen verlieren wird. |