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WDI Forum für Verantwortungsbewusste

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neuester Beitrag: 17.11.19 10:05
eröffnet am: 16.06.15 09:36 von: hgschr Anzahl Beiträge: 1867
neuester Beitrag: 17.11.19 10:05 von: difigiano Leser gesamt: 401778
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18.10.19 22:13

350 Postings, 412 Tage difigianoderbezocker

fast richtig.

ich kann es mir auch erlauben ohne pc drei monate an den strand zu fliegen und den laptop zuhause zu lassen und zw . kaffee und champagner ins handy zu klopfen. :)  

18.10.19 22:51
5

347 Postings, 1790 Tage Stepsiderbestezock

Mein Gott bist du ein A?schloch  

19.10.19 00:08

144 Postings, 4139 Tage Volkswirtdifigiano

Kann mich deiner Meinung anschließen! Sehe ich genauso ! Danke für deine Klarstellung.  

19.10.19 00:37
10

350 Postings, 412 Tage difigianohgschr


mit 1 mrd. fremd finanziertes arp gegen eine short- attacke gegenhalten.

vll würde das kurzfristig den aktienkurs stützen. es würde aber wahrscheinlich auch den reportingaufwand gegenüber den banken exorbitant erhöhen und dies dauerhaft. wieder kompetente ressourcen die ohnehin wichtig für das operative wachstum sind dem operativen entziehen und dem zuordnen was das geschäft nicht wirklich nach vorne bringt. ich weiss nicht, ob ich das wollte wenn dadurch an allen ecken dünnes personelles know how rar ist.

wenn das ergebnis ist, dass dem operativen know how entzogen wird und zu lasten des operativen geschäfts führt, wie wachstum oder entscheidungskompetenz, dann hätte ich schlaflose nächte. weil ich diese entscheidung gegen meine innere überzeugung treffen würde. aber manchmal hat man keine andere wahl.  es sei denn braun sagt sich: sche.... auf die shareholder die das geschäftsmodel nicht verstehen oder die das als kurzfristigen zock verstehen.

auch wenn ich jetzt shitstorm ernten werde. ich würde, wenn ich frei entscheiden könnte, ein fremdfinanziertes arp in dieser situation nicht befürworten. mir ist die verwendung von ressourcen zur verbesserung, steigerung eines nachhaltigen geschäftserfolg des operativen wichtiger. es dei denn wtc hat kein ressourcen- problem. das kann ich mir aber beim besten willen nicht vorstellen.

meine vielleicht unverständliche sichtweise liegt wahrscheinlich daran, dass ich mein arrangement bei wtc nicht als kurzfristiger aktionär betrachte. auch nicht wie zwetsche als mitunternehmer ( hierfür fehlt es mir an mitspracherecht) für mich stellt das arrangement eine langjährige industriebeteiligung dar.

zudem wird wohl jegliche massnahme seitens wirecard derzeit zerissen. bei allen massnahmen seitens wirecard würden sich konstruierte haare in der suppe finden lassen. so kreativ sind die schreiberlinge allemal.

ich würde dafür plädieren, wtc zieht sein ding durch und und geht da durch. natürlich auch mit verbesserung der accounting und finanzprozesse. aber nicht um jeden preis.  denn eines ist auch klar. fehlbuchungen werden sich niemals auch nur annähernd zu 100 % vermeiden lassen, auch wenn man noch so viel know how rein steckt oder prozesse einführt.

selbst beim strengen HGB findet man verständnis für dem grundsatz: eine wirtschaftliche ungenauigkeit ist einer unwirtschaftlichen genauigkeit vorzuziehen.

persönliche ergänzung: auch wenn es noch einmal zu einem kurseinbruch führt.

wenn dadurch das jährliche ebitda um 2% + x höher ausfällt, würde ich das für meinen teil einen kurzfristigen kurs von zb 170 bevorzugen

wenn jemand diese sichtweise nicht gefällt, verstehe ich das auch. bitte keine schwarzen sternchen, setzt mich lieber auf die ignore- liste.

müssen ja nicht alle die gleiche anlagestrategie verfolgen. mit ausnahme des geld verdienens....  

19.10.19 07:19
1

759 Postings, 1649 Tage hgschrArp

Ich sehe ein Arp nicht als Kurspflege. Das würde unter gegebenen Umständen nicht helfen. Aber mit 1 Mrd Einsatz erhalten wir ca 10 Mio Aktien, die dann eingezogen werden sollten und damit die ausgegebenen Aktien um ca 8% senken. Oder einen Teil zurückbehalten um die Softbank bedienen zu können, ohne eine Kapitalerhöhung durchzuführen.  Für mich ist der faire Wert der Aktie derzeit um 160 Euro. Und kostet gerade 110. Liquidität ist ausreichend vorhanden.    

19.10.19 08:42
1

422 Postings, 647 Tage Thomas TronsbergSonderpruefung

19.10.19 09:09

998 Postings, 1648 Tage phre22Marcel und ich

sind super Wirecard fans - Investiert waren auf der HV und haben es natürlich wieder im Thema im Podcast der Woche! :-)

https://modernvalueinvesting.de/...anleger-zum-aktionaer-schritt-5-6/

 

19.10.19 18:17
4

350 Postings, 412 Tage difigianoarp

@hgschr: wahrscheinlich wirst irgendwann einmal rückblickend mit deiner auffassung recht behalten, insbesondere auch deshalb da braun ja mehrmals betont hat, man habe alles was man benötigt um nun organisch zu wachsen.

genügend cash kann man in solch einer entwicklungsphase und wachstumsmarkt wie sich wtc befindet wohl nie haben. es sei denn man hätte verhältnismässig so viel liquidität wie zb. boeing oder apple. erste wäre ohne dieses cashpolster derzeit auch ziemlich im a....

sich durch ein jetzt umgesetztes arp ihv von zb. 1 oder 1,5 mrd die ablösung der späteren fälligen sb anleihe günstig zu sichern, ist sicherlich keine falsche massnahme.

ärgerlich könnte es nur dann werden wenn sich zb. ( jetzt hole ich ma weit und vll für einige verwirrend klingend aus).

man stelle sich vor der markt konsolidiert und zb. paypal kommt in zb. 2 jahren auf die idee square übernehmen zu müssen. zudem hebt das kartellamt dann hierzu den zeigefinger und sagt. so nicht liebe paypal und belegt die beteiligten mit auflagen sich von gewissen sachen zu trennen. bei solch , zugegeben unwahrscheinlichen ereignissen könnte es für wtc durchaus ärgerlich sein, freies cash in arp gebunden zu haben. ( dies ist nur ein willkürliches bsp. bei dem ich auch technische inhalte aussen vor gelassen habe, bzw ausgeblendet habe.)

dann könnte verfügbares cash und verfügbare linien sehr schnell ein wichtiges thema werden.

wirecard könnte dann ja auch mit den zurück gekauften aktien bezahlen wollen oder als sicherheit anbieten können. und dann kommt einer daher und sagt, ne, ne eure aktien wollen wir nicht, diese sind uns zu volatil. in diesem unwahrscheinlichen fall würde ein arp zum kurs von zb 110 sich als ärgernis und teuer erweisen, könnte....

hgschr, du wirst an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit recht behalten aber mir persönlich wäre cash in der kasse lieber, auch wenn es zu 95 % nicht zu solch einer oder ähnlichen situation kommt.


arp und kurspflege:

sehe ich wie du, völliger nonsens.

hier würde ich mir wünschen man würde aktien- übliche und eingesessene gepflogenheiten nicht voll umfänglich als unumstösslich betrachten.

nur 1 idee die man rechtlich auf umsetzbarkeit prüfen lassen könnte und ggf. noch eine überschaubare studie in auftrag geben könnte mit welchen folgen bei den aktionären zu rechnen wäre ( ich beschreibe diese idee und bitte zu berücksichtigen, dass ich weder kenntnisse von der satzung von wtc habe und auch nicht über aktienrechtliche expertise verfüge um dies rechtlich beurteilen zu können)

aktiengesellschaften, in unserem fall wirecard ,gestalten die höhe der dividende nicht zu 100 % nach anzahl der aktien, sondern zb nur 80% der gesamten dividende. die übrigen 20 % erhalten die *treuen* aktionäre zusätzlich. ich nenns ma treuebonus. 10% oben drauf wenn der aktionär die aktien innerhalb von zb 3 jahre nicht wesentlich verringert hat und nochmal 10% für die die sie innerhalb zb der letzten 5 jahre nicht wesentlich verringert haben.  absurde idee? warum? bin für kritik an sowas offen und dankbar.

auch wenn dies cashmässig bei anderen firmen grössere auswirkungen hätte, aber mit solch einer massnahme seitens der ag?s insbesondere hier wirecard würde wohl einige ungesunde ausschläge glätten, wenn auch nicht gänzlich verschwinden lassen.
aber eindämmen würde es kurskapriolen die NICHT fundamental begründet wären, allemal.

on das das aktienrecht hergäbe weiss ich nicht, werd es auch nicht ergründen, vll doch.

ich würde hier ohnehin den gesetzgeber eher in der pflicht sehen, solch massnahmen dem aktienrecht zu ermöglichen. die bafin würds sicherlich auch freuen. hätten bestimmt einige kurskapriolen mit weniger auschlägen zu prüfen.

das wär doch ma ein thema für unseren überschaubar vermögenden friedrich merz.

da würde er sich ma nützlich machen und  wäre wohl auch eine wirksame massnahme nicht nur um übertriebene kapriolen einzudämmen sondern auch insbseonders der deutschen altienkultur gut tun und obendrein könnte es ein kleiner baustein sein die deutschen mehr in richtung privater altersversorgung zu schieben. besser als riester wäre es allemal.

zum fairen kurs:

ich hab einen wunschkurs. ein fairer kurs, gibt es den? du sagst 160, richtig?

angenommen, nur ma angenommen boris johnson würde vor irland bei einer besichtigung der zollkontrolle auf hoher see ertrinken. donald trump stirbt an herzversgagen weil er sich in hotel ritz in moskau während eines golden showers einer russischen prostitu.... an deren vorher eingenommenen drogen oral überschätzt. und erdogan wird fälschlicherweise für einen kurden gehalten und mit wüstensand zum platzen gefüttert.

läge dann der faire wert von wirecard bei 190 euro?

mit fairen wert habe ich für meinen teil anfreundungsschwierigkeiten. ebenso mit bilanziertem good will. letzteres ist meines erachtens ohnehin eine diskriminierung von aktionären, ob gross oder klein.  jedes kleine und mittlere unternehmen bilanziert nach HGB. der grundsatz dem das hgb folgt ist das gläubigerschutzprinzip, bedeutet goodwill gibt es nicht, max. ansatz in der bilanz sind die herstellungs bzw anschaffungskosten. darüber hinaus geht nix.

unsere börsenfirmen pumpen in den goodwill alles rein was darstellbar ist, ist es plausibel erklärbar gibts nach oben keine grenzen. daran sieht man das gläubiger wie banken und andere gläubiger     einen weit umfangreicheren gesetzlichen schutz geniessen als aktionäre. gehts noch......

jetzt bin ich abgeglitten, na ja, auch wenns a schmarn ist der laune tuts ma gut.  

19.10.19 18:32
3

350 Postings, 412 Tage difigianofairer wert

was ich eigentlich mitteilen wollte aber vor lauter gewäsch schreiben vergessen habe:

fairer wert, gibts m. e. nicht.

ich baue auf folgende börsenregel:

es gibt zeiten in denen solch firmen wie wtc mit einem kgv von 30 vis 35 gehandelt werden.  es gibt auch zeiten in denen solch firmen mit einem kgv von rd. 20 gehandelt weden. in solch einer situation befindet sich wtc derzeit.  ich warte auf den zeitpunkt wenn sich der markt für wtc in der erst genannten phase befindet. ich hoffe nur das dann wtc zu diesem zeitpunkt ähnliche parameter aufweisen kann wie in den letzten jahren, hinsichtlich wachstumschancen, markt. marktstellung und marge.    

19.10.19 19:07
6

23 Postings, 31 Tage JMS92@difigiano

Einen objektiven fairen Wert gibt es natürlich nicht - was wir alle allerdings auch machen ist das wir selbst ein Unternehmen bewerten und dann entscheiden ob wir eine Aktie kaufen oder nicht. Das heißt jeder bildet für sich einen eigenen "fairen Wert".
Diesen auszurechnen ist oft sehr schwierig - gerade bei Wirecard finde ich aber dass dies vllt sogar ganz gut gelingen kann. Das liegt daran, dass das Wachstum in den letzten Jahren nahezu konstant war und auch für die folgenden Jahre so bleiben soll.
Ich persönlich gehe dann noch davon aus, dass das Wachstum mit der Zeit langsamer wird (nicht in den nächsten 2-3 Jahren, aber vllt danach) - z.B. durch eine geringere Marge.

In eine Bewertung der Aktie fließen natürlich viele Faktoren ein, der Einfachheit halber aber hier nur mal der KGV:
Ende 2012: 27 ->im Folgejahr ist die Aktie um >50% gestiegen
Ende 2013: 38
Ende 2014: 40 ->für mich überbewertet, dennoch stieg die Aktie weiter und der KGV blieb am Ende des Jahres gleich
Ende 2015:40
Ende 2016: 19 -> erscheint stark unterbewertet..im folgejahr ist die AKtie um 127% gestiegen!
Ende 2017: 44
Ende 2018: 47 -> für mich schon eine sehr sehr starke Überbewertung für ein deutsches Unternehmen
Ende 2019: XXXX -> wir können aber fast sicher sein dass der KGV im Vergleich zu 2018 stark gefallen ist. Beispiel: Jahresendkurs 140 -> KGV von 33 bei einem Ergebnis/Aktie von 4.22.

Ich persönlich würde sagen dass wir uns aktuell unter dem fairen Wert befinden. Meine PERSÖNLICHEN Kriterien und Berechnungen ergeben aktuell einen fairen Preis um die 135.
Wie alle investierten hoffe ich natürlich, dass der Kurs von WDI in den nächsten Jahren dann weiter steigt.
 

19.10.19 20:16
1

759 Postings, 1649 Tage hgschrMein fairer Wert

Berechnet sich aus einem Nettogewinn 2019 von 4,5 und KGV von 35. Könnte aber sogar bei über 50 liegen.  

20.10.19 10:56
12

422 Postings, 647 Tage Thomas TronsbergGuerilla Taktik

Danke difigiano für deine Erläuterungen. Gute Beiträge. Ich hab keine Zweifel daran, dass die Buchhaltung von Wirecard in Ordnung ist. Auch die Unterstellung man habe die EY getäuscht, oder gemeinsame Sache gemacht, das halte ich schon für weit hergeholt.

Die Guerilla Taktik von McCrum ist ja die, dass er sich aus den Unterlagen von WC Einzelfälle rauspickt und dieses Themen verallgemeinert. Erklärungen der Wirecard dazu werden ja ignoriert.

Es ist wiederholt der Begriff Cashflow gefallen. Ich möchte das an einem Beispiel mal aufzeigen. McCrum verweist ja auch einen irischen Kunden, der seit 2012 insolvent sein soll, Wirecard aber 2016 noch Umsätze über ihn machen würde.
Wie würde dieser Vorgang in der Praxis aussehen. Wirecard stellt also Forderungen an ein Unternehmen dass diese Forderung nicht ausgleicht, bzw. nicht ausgleichen kann weil insolvent. Diese Forderungen heben mit der Verbuchung sofort den Umsatz und Gewinn der WC an, was nicht ansteigt in so einem Fall ist der Cashflow, da ja keine Zahlung erfolgt. Wirecard wäre also ein Unternehmen, das riesen Umsätze und Gewinne und deren Gewinnzuwächse ausweist, aber kein Geld aufs Konto bekommt. Ein Blick in den HJ Bericht 2019 beweist das Gegenteil.

Obige Praktik bedeutet ja auch, dass dieses Procedere jedes Jahr gemacht werden muss, denn eine Kundenforderung in 2016 ist da nur ein einmaliger Effekt in 2016. 2017 müsste erneut eine Forderung gestellt werden, die dann wiederum nicht beglichen wird. Es wäre auch am Jahresabschluss auch sofort ersichtlich, denn es würde unter offenen Außenständen zu sehen sein. Ein Blick in die Wirecard-Unterlagen zeigt, dass auch die offenen Außenstände jährlich wachsen, was aber natürlich auch mit dem enormen Umsatzwachstum des Unternehmens zu tun hat.

Läge ein derartiger Betrug wie ihn McCrum vermutet vor, so müsste diese Kennziffer ja exponentiell wachsen, den 2016 1 Mio müsste 2017 mit 1,35 Mio und 2018 mit 1,7 Mio usw. erweitert werden, um die angeblich "geschönten" Zahlen zu erfüllen. D.h. aus 1 Mio offener Außenstände wären hier im Beispiel in zwei Jahren 3 Mio geworden, hätte sich also verdreifacht!!!


Dem ist aber nicht so, und damit ist auch für den Laien erkennbar, dass diese Behauptung en gros nicht stimmen kann. Was auch immer hier im Einzelfall auch vorliegt.
 

20.10.19 12:23
17

2194 Postings, 1335 Tage zwetschgenquetsche.div. Erinnerungen, Ergänzungen, Klarstellungen

Mal ein paar "alternative und pol. inkorrekte Meinungen".

1) Zur Mitschuldigkeit eines jeden:
Ihr seid doch mitschuldig, an der Größe von z.B. Blackrock, da Ihr in ETFs investiert, statt direkt in Aktien. BR ist dank ETFs groß geworden. Ihr seid darauf reingefallen, dass Fonds besser sind, als ein eigenes Depot bzw. direkte Unternehmensbeteiligungen. Wenn es 100m einzelne Depots gäbe, statt das Geld auf abertausende Fonds zu verteilen, wäre der Markt sicherlich viel weniger automatisiert und pervertiert. Lest mal hier https://www.test.de/...eihe-Fuer-Fondsanleger-unbedenklich-5412076-0/ und hier https://www.fondsdiscount.de/magazin/news/...gen-bei-wertpapier-3107/ und was für ein Schwachsinn es ist, dass diese Leihen die Rendite nicht schmälern würden. Natürlich bewirken Wertpapierleihen in gewisen Konstellationen Einbußen der Rendite und vieles schlimmes mehr. Nur innerhalb des Fonds natürlich nicht, weil die ja die Leihgebühr bekommen und vor allem ja breit diversifiziert sind, so dass andere Unternehmensaktien im Fonds den temporären Kursverlust der einen Unternehmensbeteiligung überkompensieren. So reden sich die Fonds ja raus und ihre Anleger und die Politiker glauben es und daher geht es auf dem Börsenparkett auch weiterhin so wild zu. Wie gesagt, ich verteufle weder Fonds, noch Leerverkäufe. Aber sie gehören deutlich besser reguliert. Und der Privatanleger gehört deutlich besser reflektiert. Denn wenn man um solche Zusammenhänge weiß, lässt sich viel erträglicher und einträglicher im sog. Haifischbecken schwimen.
 
BR ist auch nicht nur schlecht. Viele von euch haben durch BR bzw. wegen dessen ETFs Geld verdient bzw. den Zugang zum Aktienmarkt zu "günstigen" Konditionen erfahren können. "Günstig" hat aber eben vielerlei Nebenwirkungen. Auch ist BR, weil sie so viel Geld von euch haben, für quasi alle Ewigkeit an nahezu jedem börsengelistetem Unternehmen der Welt beteiligt. Und im Laufe der Zeit geht's jedem dieser Unternehmen mal schlecht. BR leiht ständig Aktien aus.
 
Es ist so gesehen auch keine Abschreckung der Investoren, da die vermeintlichen Kursmanipulationen ja von den Investoren selbst betrieben werden. Es ist auch keine unmittelbare Schädigung deutscher Wirtschaftsunternehmen. Denn operativ geht es denen ja gut. Zumal der Begriff "deutsche Wirtschaftsunternehmen" fehl geht, da sie international präsent sind und zu mindestens 25% in US-Hand sind gemessen an z.B. Wirecards Aktionärsstruktur.
 
Und Ihr seid es, die Billigbroker benutzen. Ich war bei Degiro und vieles an denen ist suboptimal. Ich zahle lieber für einen Trade ein paar Euros mehr, die gemessen an meinen Investments und der Haltedauer eh keine Rolle spielen, statt Leerverkäufe durch die AGBs zu akzeptieren. Ich setze auch keine Stop-Losses, um SL-Wellen zu ermöglichen. Und erst recht warte ich nicht, ob eine Aktien nochmals billiger werden könnte. Wenn ich von der langfristigen Wertsteigerung überzeugt bin (sei es durch Kursgewinne oder durchs Dividenden Investing oder Beides), dann halte ich auch Phasen von Kursrückgängen und Buchverlusten aus. Ich versetze mich aber nicht in Schockstarre und mit mir auch den Kurs. 
 
2) Zu den Medien:
Spätestens mit diesem Essay, den man nicht oft genug teilen kann (http://www.intelligent-investieren.net/2019/08/...levard-in-den.html) ist die Dummheit, die Perfidität und der Einheitsbrei der Finanzmedien absolut klar. Eigentlich bräuchte es noch einen zweiten Essay, der die Gefahr von Bots näher beleuchtet und das Framing herausstellt. Allen voran das Manager-Magazin ist die BILD der Wirtschaftspresse und wenn ich lesen muss, dass Anlegerschützer und Experten eine Sonderprüfung fordern, dann ist das Rufschädigung für alle wahren Anlegerschützer und Experten. Sondergeprüft gehören einzig und allein die Hedgies, die FT, McCrum und dieser Anlegerschutzverein mit ihrer Rechtsanwältin auf Kundenfang. Insbesondere die unkritische Haltung sich selbst gegenüber, ist in der Presse, vielmehr, für jeden ihrer Rezipienten, ein absoluter Graus. So viel an Verbesserungspotential, was in der Medienbranche brach liegt, findet man sonst nirgendwo.
 
3) Zur Abwehrstrategie/rechtl. Belangung:
WDI kann niemandem verbieten, seine Aktien auszuleihen oder zu verkaufen. Jeder Investor von WDI trifft seine Kauf- und Verkaufsentscheidungen selbst und egal ob zu Lasten oder zum Nutzen von WDI. Diese Fonds sind auch keine richtigen Miteigentümer, die im Sinne von WDI agieren müssen, sondern sie sind ihren Fondseigentümern verpflichtet. Und dies können diamentrale Interessen sein. Jeder Fonds unterliegt ja wiederum indiv. Risikomanagement, indiv. Zielrenditen, Haltedauern, Rückzahlungsverpflichtungen und vielen weiteren Regeln. Zu meinen, es sei etwas mit WDI nicht richtig, wenn diese Fonds verkaufen, oder zu meinen, sie müssten nachkaufen, weil WDI ja so gut sei, ist daher völlig falsch. 

Dies ist das eine, das andere ist: Man irrt auch, wenn man nun auf der BaFin oder der Staatsanwaltschaft rumhackt. Beide können sich nur im gesetzlichen Rahmen bewegen und wenn dieser sehr eingeschränkt ist, lässt sich halt nicht viel bewegen. Außerdem ist jeder Schritt sehr langsam. Es läuft nicht so ab, wie in den Fernsehkrimis. Zeugenvorladungen, Amtshilfegesuche, die Durchsicht der Akten uvm. dauert sehr lange, vor allem da sie ja auch länderübergreifend stattfindet. Die personelle Ausstattung mitsamt Krankheiten und Urlauben lässt eine schnellere Bearbeitung oft nicht zu, zumal man ja auch auf die Mitarbeit vieler anderer Institutionen, Unternehmen etc. angewiesen ist (fängt bei der Deutschen Börse an bis hin zu Internetunternehmen und Domainhoster). Hinzu kommen noch Datenschutzprobleme, die in diesem Fall den Zugriff auf wichtige Daten evtl. erschweren und verzögern sowie der erschreckend-simple Fakt, dass vieles von dem was hier beargwöhnt und gemutmaßt wird, rechtens ist. Die Presse- und Meinungsfreiheit geht sehr weit, ebenso die Skrupellosigkeit und legalen Verschleierungsmöglichkeiten. Prepaidhandys, Kryptowährungen, "zufällige" Zusammentreffen und Andeutungen. Leerverkäufe bis 0,29% bleiben immer unentdeckt, es gibt auch keine Mitteilungspflicht auf Seiten der Verleiher, darüber hinaus können HFs ihre LVs auch gar nicht oder verspätet melden. Des Weiteren unterliegen Leerverkäufe nicht der nationalen Gesetzgebung, sondern einer EU-Richtlinie. Und die anzupassen dauert wiederum lange. Erst muss überhaupt eine Notwendigkeit gesehen werden, dann ein Gesetzesentwurf gemacht werden, der dann mehrmals innerhalb des EU-Parlaments, seinen Ausschüssen und im Zusammenspiel mit den Regierungen diskutiert und angepasst wird. Erst dann wird es ratifiziert und dann dauert es wieder einige Zeit, bis diese EU-Richtlinie auch national umgesetzt wird.
 
Schade, dass der Brexit noch nicht vollzogen ist. Es wäre durchaus gut, wenn die angelsächsische Finanzhochburg London weniger reingrätschen könnte in finanzwirtschaftlichen Dingen der EU.

Außerdem fällt es schwer zuzuteilen, welche Aktien verkauft wurden aufgrund von Risikomanagement. Ich will eine konspirative Aktion nicht ausschließen, sie aber nachzuweisen, halte ich für extrem schwierig, weswegen ich mir da auch keine Hoffnung hingebe.

Es wird so kommen, wie eh und je: Die Zeit halt alle Kurseinbrüche.
 
4) Daher freut euch, auch wenn es zynisch klingt, dass Zatarra viel schlimmer war. Dies war die somit allererste Short-Attacke, auf deutschem Börsenparkett, die für viele entsprechend Neuland darstellte. Auch WDI war vom Operativen her noch nicht so gut aufgestellt, wie jetzt. Dies hier ist hingegen, bei allem Ärger, viel leichter als "viel Wirbel um nix" zu begreifen. 
 
Und damit ist das Thema für mich abgehakt. Mich interessieren wieder nur noch wirklich wichtige Dinge, die Wirecard und die Branche betreffen. Die Besteuerungspläne für Daten/Digitalfirmen und die diversen Pläne für und gegen Digitalwährungen, um einige Beispiele zu nennen.  

20.10.19 13:05
5

759 Postings, 1649 Tage hgschrSorry Thomas, ich muss korrigieren

Es gibt eine 2 stellige Anzahl an CF Definitionen. Was du hier meinst ist Bankguthaben, das nicht ansteigt. In der Regel bilden Forderungen Teil des Cash Flow, da sie in der Regel zahlungswirksam werden.
Die FT Excelfiles sind insofern kritisch, als dass Kunden vorhanden sind, bei denen sich die receivables nicht verändern. Der Betreff des files heisst special items. Zum einen tauchen kritische Namen auf. Wirecards problem partners. Zum anderen Hinweis Not yet invoiced. Warum Ende Juli immer noch nicht berechnet? Gepennt oder eventuell uneinbringlich? Allerdings zeigt das file nicht, ob diese Forderungen komplett oder teilweise wertberichtigt wurden. Wenn ja, dann wäre das file ungefährlich.
Wenn diese Forderungen nicht eindringlich sind, dann fakturiert man in der Regel auch nicht, denn die Rechnung würde mit Umsatzsteuer auszuweisen sein, die man dann abführen muss, ohne sie vom Kunden wieder zu erhalten. Unklar allerdings auch, was die receivables beinhalten.
 

20.10.19 13:14

759 Postings, 1649 Tage hgschrSzenario

Was, wenn es kriminelle Elemente in der Dubai Organisation gab? Die sich ungerechtfertigt bereicherten? Gemäss der Statements zu Singapore können sich einzelne Mitarbeiter strafbar gemacht haben. Einer hat sich ja auch abgesetzt. Und die grösste Frage, was hat Edo mit Dubai zu tun? Und warum findet DanMcDumm in Dubai so kleine Büros, die mit der eigentlichen Organisation so gar nichts zu tun haben? Und Edo scheint ja auch Kenntnisse zu roundtripping zu haben.
Kreiert einer also durch Schreiben von gefällten Rechnungen Umsätze und sendet die Rechnungen zu einem Fake Büro, dann weiss z.b. der Akquierer gar nichts davon. Die Kontrolle der nicht vorhandenen Bankbelege findet evtl gar nicht statt, immerhin laufen über die Bankkonten Millionen von Buchungen.
 

20.10.19 14:06

422 Postings, 647 Tage Thomas TronsbergDu hast

in dem Fall schon recht, es gibt verschiedene Ansätze den Cashflow zu berechnen, je nach dem
was man im Detail auch sehen will. Definitionen finden sich im Internet. Dennoch wird es dir
nicht gelingen mit dem von mir oben skizzierten Szenario einen positiven Cashflow zu erzeugen.

Wenn ich das richtig recherchiert habe, war Edo Head Financial Officer in Singapur und damit der "Oberbuchhalter" dort. In wie weit er mit Dubai zu tun hatte weis ich nicht. Offensichtlich
stand er aber in regem Austausch mit anderen Niederlassungen.

Letztendlich komme ich immer wieder zu dem Schluß, dass wir einfach zu wenig an Informationen parat haben. Aus der Bezeichnung "spezial files" zu schließen, dass es sich hier um die "Betrugskunden" handelt halte ich für abwegig. Wenn ich einen Betrug planen würden, dann würde ich auf Bezeichnungen die die Neugierde eines Prüfers erwecken absolut vermeiden.

Cui bono sagt die Kripo, und was will McCrum denn zeigen? Er bezichtigt Wirecard des Betrugs und
da käme es doch doof zu sagen, ja ich war in AbuDabi und da gehen 120 Mann ein und aus.

https://www.zawya.com/mena/en/company/...Processing_FZ__LLC-12004441/

Um Munition für seine Argumentation zu haben stellt er sich hin und sucht nach einem Partner der "im Augenschein" nicht vertrauenswürdig scheint.

https://www.alalam-solutions.com/

Anhand der Homepage kann niemand sagen wie viele Mitarbeiter Alalam Solution beschäftigt.

Aber, wie gesagt, um das wirklich zu beurteilen benötigen wir einfach mehr Informationen. Für mich klingt die Erklärung von Kundenclustern plausibel. Daher wurden viele Kunden von FT gar nicht gefunden. Dass ein Großteil der Kunden auch nicht antwortet wundert mich auch nicht. Bei meinem Müllentsorger war die Stillschweigepflicht gegen Vertragsstrafe im Arbeitsvertrag beinhaltet.

 

20.10.19 15:12
2

133 Postings, 248 Tage Primer@ hgschr

Ich finde es zwar grundsätzlich gut sich kritisch damit auseinander zu setzen, allerdings denke ich nicht das ein interpretieren der Zahlen irgendetwas bringt.

Ich gehe grundsätzlich davon aus das die Dokumente echt sind (oder zumindest nicht von der FT gefälscht), aber wir wissen überhaupt nichts über den Bearbeitungsstand oder wie und ob die Zahlen überhaupt in die Bilanz eingeflossen sind. Wie wissen nicht wie vollständig die Daten sind, wir können sie auch im Zweifel nichts zuordnen, weil der Rest fehlt.

Ich möchte keinem zu nahe treten, aber hält sich hier wirklich jemand für kompetent genug so etwas korrekt zu interpretieren, speziell auch unter Berücksichtigung um die Vollständigkeit der Zahlen?

Bestenfalls kann man hier noch etwas um Begriffe oder die Dateien selbst spekulieren. Die "Receivables Q2 2017" etwa stammt von Edo Kurniawan (also Dateiautor und speichernder), der nach allem was man weiß wegen Unstimmigkeiten entlassen wurde.

Grundsätzlich kann man auch davon ausgehen das  Edo Kurniawan der Whistleblower ist, da alle Dokumente in den Dateien der FT mit ihm in Kontakt kamen und er letztlich auch der Mitarbeiter aus dem Mail verkehr ist.  

20.10.19 15:24

133 Postings, 248 Tage Primer@ hgschr

"Und die grösste Frage, was hat Edo mit Dubai zu tun? Und warum findet DanMcDumm in Dubai so kleine Büros, die mit der eigentlichen Organisation so gar nichts zu tun haben? Und Edo scheint ja auch Kenntnisse zu roundtripping zu haben."

Dazu vielleicht auch noch etwas.

Ich würde das etwa so interpretieren das die Asienumsätze über Dubai gehen, daher auch die Verbindung von Singapur nach Dubai. Allerdings kann das auch absolut falsch sein, einfach weil ich nicht weiß wie ein global agierender Konzern hier aufgestellt sein könnte. Und das ist eben auch so ein Problem, woher sollen wir schon wissen wie die Firmenstruktur aussieht. Das Geld innerhalb eines Konzern um den ganze Globus fließt überrascht mich eigentlich nicht.

Roundtripping war soweit ich mich erinnere schon im R&T Bericht ein Thema und ich gehe mal davon aus das sich EY dem Thema auch angenommen hat.  

20.10.19 19:10
1

759 Postings, 1649 Tage hgschrDarf nicht untergehen.

Die FT schrieb, dass sie in Dubai in wie Office gewesen sei. Und fand nur eine Handvoll Leute. Herr Braun spricht von 200 Angestellten. Wo war die fuck times?  

20.10.19 19:22

759 Postings, 1649 Tage hgschr@Thomas

Die Excel zeigt nicht neue receivables eines Jahres, sondern den über die Jahre der Geschäftsbeziehung aufgelaufenen Bestand. Normalerweise, wenn zeitnah beglichen wird, entsprechen diese den in der Berichtsperiode. Bei einigen Partnern sieht man aber auch, dass es ältere sein müssen, da der Betrag immer der gleiche ist. Zusammenarbeit also eingestellt. Es wäre völlig unüblich, mit neuen receivables zu arbeiten. Mit conepay läuft also nichts mehr. Normalerweise zeigt man den aktuellen Stand, dazu den der Vorperiode und weist ggfs die Veränderung aus.  

20.10.19 19:47
2

133 Postings, 248 Tage PrimerAlso

"Die FT schrieb, dass sie in Dubai in wie Office gewesen sei. Und fand nur eine Handvoll Leute. Herr Braun spricht von 200 Angestellten. Wo war die fuck times? "

Das weiß ich nicht, aber ich stelle mir die Suche in einem 41 geschossigen Gebäude durchaus schwierig vor, so ganz undercover und so :D

Ein Hoch auf Google Street view.

Wirecard Processing FZ - LLC
Al Satha Tower
38th floor, Office 3801-22
Dubai Media City
502309
UAE
Dubai  

20.10.19 20:25
4

140 Postings, 97 Tage fanat1cUnd selbst....

Wenn in diesem Gebäude/Büro nur 10 Personen am arbeiten sind, bedeutet das mal gar nichts.
Es ist ja keine "Produktionsstätte" wie VW....
Da reichen ein paar "Tippsen" fürs tägliche Geschäft. Der rest verwaltet und programmiert irgendwo per Remote....

Oder um es mal anders zu zeigen:
Meine Freundin arbeitet bei der LVM. Versicherung mit knapp 4 Milliarden Umsatz bei 3500 Mitarbeitern...
Jedoch nicht in der Zentrale in Münster, sondern in eine LVM Agentur in Hamburg.
Stellt euch mal vor, die FT würde sie dort Besuchen.
Da arbeiten 1-2 Personen Tagsüber und diese Agentur trägt aber (Aufgrund des Kundenstamms) enorm zum Umsatz bei.... Ja, keine 30 oder 40%, aber selbes Beispiel....

Nur weil Personal nicht Sichtbar ist, bedeutet es wirklich nix... Vor allem nicht in einem IT Business, wo wirklich jede Klitsche schon Serverfarmen mit Remote verwaltet...
Die Zeiten des: Großes Gebäude mit allen Mitarbeitern und Infrastruktur direkt vor Ort sind so ziemlich vorbei in vielen Bereichen bzw. neuen Unternehmen.

Da reicht ein Büro, die Programmierer sitzen zu Hause, die Serverfarmen stehen sonst wo und ja.... alles dezentral....  

21.10.19 04:14
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350 Postings, 412 Tage difigianocash fl. / sonderprüf. und was wor erwarten können

cash flow, der klassische cash flow den man allgemein als cash flow 1 bezeichnet unterscheidet nicht zwischen tatsächlichem cash und kurzfristigen ab- oder zufliessenden cash. lediglich längerfristig nicht fällige aufwendungen/ erträge werden bei der ermittlung des cash flows bereinigt.
ich werde versuchen dies nachfolgend verständlich zu erläutern und blende der einfacheren verständlichkeit gewisse details bzw tiefgehende unterscheidungen bzw übergehe diese, da es details und differenzierungen gibt die in dem aktuellen fall wtc nicht gegenständlich der ungeklärten sachverhalte sind  und nur der verständlichkeit entgegenstehen würden.

@thomas: die aussage von hgschr zum cash flow ist richtig. dem ist eigentlich nur hinzu zufügen, dass die umsatzsteuer bereits dann abgeführt werden muss wenn sie entsanden ist, also i.d.r wenn die rechung gestellt wird, der zahlungszeitpunkt ist irrrelevant. ebenso verhält es sich mit der vorsteuer. wenn zahlungen erst in folgemonaten erfolgen geht das unternehmen hier gegenüber dem fiskus in vorleistung. er legt es sozusagen bis zum zahlungeingang aus. gleiches gilt für vorsteuerbeträge ( lieferantenrg. und vorunternehmerleistungen) . diese werden gegenüber dem fiskus saldiert. i. d.r. monatlich.   aber auch die ust ist in unserem fall nicht von besonderer relevanz sondern dann eine weitere auswirkung.

der cash flow stellt als kennzahl das erwirtschaftete,kumulierte kurzfristig !!! verfügbare kapital dar welches mit dem geschäft einer firma  generiert wurde,erwirtschaftete cashbeträge, nicht gewinne!!!bedeutet grob: cashzuwächse und auch kurzfristig zu erwartende zahlungen von aussen werden hier einheitlich als cashflow erhöhung erfasst. differenziert wird zwischen den beiden positionen nicht. (spiegelverkehrt ist es mit passiv positionen, lass ich aber hier ma aussen vor.)

die vorwürfe gegen wirecard sind wieder einmal geschönte erträge, einnahmen, ich glaub auch good will aktivierungen. letzteres ist aber für den cash nicht relevant da ein kundenwert sich nicht in cash widerspiegelt.

zu untersuchen sind somit nur die ersten 2 sachverhalte .

pkt 1. tatsächliche cashbestände:
ob dies zutreffend  ausgewiesen ist oder nicht, kann man sich im ersten schritt sparen bzw dauert nur wenige minuten. um bereits zugeflossene kundenbeträge zu prüfen genügt ein vergleich der in der bilanz ausgewiesenen kontostände mit den kontoauszügen. abweichungen hierbei gibt es bei prüfungspflichtigen unternehmen wie wtc eines ist nicht!

bleiben zum prüfen nur noch die forderungen die noch nicht zugeflossen sind:  bsp. wtc hat im jahr 2016 zum stichtag 31.12. forderungen , sagen wir, i.h.v. 10 mio. sagen wir weiter davon 3 mio in deutschland , 3 mio im restlichen europa, 3 mio. in asien, und 1 mio in afrika, usa australien.

jetzt liegt es an wtc in wie weit , welche regionen vom sonderprüfer geprüft werden sollen. auch welche zeiträume.

man könnte natürlich so weit gehen und eine komplette prüfung der gesamten konsolidierten bilanzen beauftragen. das würde in der praxis aber bedeuten das der zu untersuchende heuhaufen nun aus vll. 80 heuhaufen bestünde. was zeitlich unabsehbar ist, ich sag ma 6 monate plus X.  zudem wurde bereits jährl. geprüft, nun würde man nur einige bereiche mit einem noch kleinerem netz überprüfen. was heisst gewisse details nochmals tiefer zu prüfen obwohl es bei vorangegangenen prüfungen keine indizien oder auffälligkeiten eines üblichen prüfungsprozesses gab. zudem würde man m.e. hier mit kanonen auf spatzen schiessen. 8-9 stellige kosten verursachen und Ft samt friends würden die aufgrund des zeitdrucks unmöglich tiefgehende prüfungen die nächsten fässer öffnen. zumal eine allumfassende prüfung mind 6 monate umfassen würde. so lange solch eine prüfung dauert. so lange könnten alle schreiberlinge alles mögliche behaupten und wtc könnte lediglich dagegen halten: prüfung läuft, bislang nichts oder wenig dran.

also, scheiss lösung aus sicht wtc.

andere variante:  man beauftragt den sonderprüfer mit untersuchung zb der umsätze aus den betreffenenden jahren. wir sagen ma: 2016.   jetzt kann man noch entscheiden und abwägen lässt man alle oben erwähnte regionen prüfen oder nur die region asien auf der sich die derzeitigen, derzeitigen!!!! vorwürfe beziehen.  und welche zeiträume?!

dies ist m. e. auch der grund warum hier von verschiedenen verantwortlichen seitens wtc verschiedene auffassungen zum prüfungumfang bestehen.  da jede entscheidung sowohl für und wider beinhalten. und da gibt es natürlich verschiedene auffassungen.

egal welchen weg wtc geht, alle angreifbaren flanken lassen sich aus vorstehend hoffentlich verständlich erläuterten umständen nicht schliessen. hier ist abwägung gefragt, ausgang ungewiss. mit ausnahme der gewissheit das die schreiberlinge mit jeder offenen flanke ins gefecht gehen werden.  die entscheidung welchen prüfungsweg man geht möchte ich persönlich nicht treffen wollen, da kannst nur verlieren.  ich hoffe ich konnte  einigermassen verständlich darlegen warum es bei wtc intern unterschiedliche meinungen und auffassungen gibt. weil wissen kann es im vorfeld keiner vom managemt oder aufsichtsrat.

zurück zur zugehörigkeit der 10 mio. forderung zu einzelnen regionen....:

andere mögliche variante ( es gibt übrigens dutzende prüfungsumfänge, nicht nur die 2)des prüfungsumfangs. man konzentriert sich auf den betreffenden zeitraum ( sagen wir 2015 und 16) und auf die region asien. also prüfung von  den untertellten 3 mio offenen forderungen von insgesamt weltweit 10 mio. ( fällt euch was auf... geht schon weiter mit einem suboptimalen prüfungsumfang) zu bestimmten stichtagen, sagen wir 2015 bis heute. wie das mittlerweile handwerklich geschieht mit excel files etc pp  blende ich ma aus, da ich seit 3 jahren raus bin und da sich softwaremässig sehr viel getan hat in den letzten 3 jahren. und ich für meinen teil mittlerweile penibelst darauf achte keine kapialgesellschaft im portfolio zu haben die kennzahlen erreicht um prüfungspflichtig zu werden. da gründe ich lieber vorher aus.

spasseshalber und weil ich nun bei pina colada nr. 6 angelangt bin schildere ich ma was und welche erkenntnisse uns in den nächsten monaten wahrscheinlich erreichen:

so, wir prüfen jetzt ma nur dubai, die von den 3 mio, meinetwegen sogar 2,5 mio der asienforderungen zum stichtag ausmachen (ihr erinnert euch, cash bestände prüfen wir nur wenn es potenzial für ungereimtheiten aus den offenen forderungen zum stichtag gibt).

stellen als erstes fest, von den 2,5 mio. nicht bezahlten forderungen zum stichtag 31.12.16 entfallen 1,5 mio auf rechnungen die im dezember gestellt wurden und im laufe des jahres 2017 beblichen wurden, im wesentlichen anfang 2017 beglichen wurden. trotzdem durchleuchten wir all diese kundenbeziehungen. liegt zahlungszeitpunkt im vertraglich vereinbarten zeitlichen fenster. wofür wurde dies berechnet und sind es vertagskunden. sind es einmalkunden ( wird bei wtc eher nicht der fall sein.) welche leistung haben die für wtc erbracht. und sind interne umsätze dabei, sagen wir rechnungen die wtc dubai an wtc singapur gestellt hat. wir finden  1 mio umsätze die mit wtc singapur erlöst wurden. schauen dann in die buchaltung der wtc singapur und sehen da das die 1 mio in singapur als aufwand / kosten erfasst wurden. also passt erst mal. sind die in singapur nicht als aufwand gebucht sondern als gewinnneutrale forderung gegenüber wtc dubai, dann hätte wtc beschissen. handelt es sich nicht um 1 mio sondern um 50 te. die in der singapur bilanz wie vorstehend beschrieben erfasst, dann war wohl jemand zu faul oder hatte nicht die notwendigen buchalterischen kenntnisse wie das zu buchen ist oder auch möglich. er kam an den zugrundeliegenden vertag nicht ran oder war mit dem inhalt überfordert und hat es erst ma auf ein gewinnneutrales hold- kto gebucht. letzteres ist leider gängige praxis. aber kein beinbruch, da es mit mehrenden bilanzstichtagen an augenmerk auf sich lenkt. zudem müssten die beträge klein genug sein um von dem netz der prüfer nicht erkannt zu werden , zudem müsste es ein kleinerer Betrag sein als das für diese firma vom wirtschaftsprüfer gewählte engmaschige netz. ich schliesse diesen fall aus. warum.  weil die wp im rahmen der jährlichen prüfung bereits alles was intern läuft im rahmen einer konsolidierung des gesamtkonzerns eine abweichung . was dies wäre nicht absegnen könnten und spiegelbildlich abgebidet werden muss. selbst wenn man im saldenkto andere namen vorsätzlich falsch ausweist, würde die software der prüfer dies anhand zb der zuordenbaren kontonummer aufdecken. man könnte jetzt als krimineller bilanzfälscher eine ? scheinfirma? dazwischen schalten.  das ist die brücke die wir wieder zu der 1 mio schlagen. und wenn dann diese vermeintliche scheinfirma das geld von singapur bekommen hat, in singapur als aufwand erfasst wurde und dann auch noch an wtc dubai bezahlt wurde. dann kann es keine scheinfirma sein es sei denn die beträge fliessen niemals an wtc dubai. aber da würde bei jeder bereits durchgeführten prüfung wegen zu lang bestehender forderung die rote lampe angehen. und auch wenn der prüfer von wtc beuftragt ist und von wtc bezahlt wird, kann er darüber nicht hinweg sehen. um so grösser diese beträge und um so länger sich der forderungsausgleich hinzieht um so kreller leichtet die lampe und die fragen vom prüfer an zb diesen edo .... werden erdrückender. vertrösten lässt sich ein prüfer nur dann wenn es im verhältniss eine bahatellsumme handelt die die ertragslage des unternehmens nicht erwähnenswert ändert.( wie wir bereits im frühjahr erlebt haben) ich lehne mich ma weit aus dem fenster und behaupte, alles was kumuliert bei wtc 250 te übersteigt, scheidet aus.

so. weiter, von den über den jahreswechsel bestehenden forderungen i hv 2,5 mio haben wir die 1 mio gegenüber interne firmen abgearbeitet und den edo überführt. da dies bereits sensibel im frühjahr behandelt wurde, wurden diese 250 te seit spätestens der bilanz 2018 bereinigt, vermutlich noch früher.  leute, bedenkt bitte das ich bei diesem szenario hier miss marple gespielt habe und ein stück weit spekulation zu grunde gelegt habe.

weitere 0,5 mio forderungen die im dezember entstandenen sind und zum jahreswechsel nicht bezahlt wurden sind ? normale kooperationspartner. 401 te wurden im folgenden januar bezahlt und sind auch schlüssigen langfristigen kooperationspartnern zuzuweisen.  von den verbleibenden 99 te wurden 50 te im übernaächsten jahr erst abgeschrieben weil man am 31.12.17 noch auf die zahlung gehofft hat und die insolvenz des kunden erst in 2018 efolgte. also wurde dies auch erst 2018 abgeschrieben. bleiben 49 te . das war ein ganz schlauer kunde, der ging  mit seiner firma names annabel pleite und hatte und konnte seine kunden und auch wtc überzeugen das sein geschäftsmodel tragfähig ist, hat eine neue firma gegründet die jetzt nicht annabel sondern annabella heisst und der buchhalter bei wtc denkt schlichtweg das ist der gleiche und seine laufenden rg bezahlt er ja, warum soll ich die 49 te zum thema machen oder ausbuchen. und mit der summe von 49 te fällt er auch noch durch das grössenmässige netz der bilanzprüfer.  

jetzt haben wir noch zur prüfung offen 1 mio. ( 2,5 mio dubai gesamt Minus 1 mio. singapur.( was tatsächlich im märz 60 te oder auch um die 200 te gewesen sein können. weiss es graf nicht mehr, pina colada iat schuld minus 401 te und minus 99 te)

bei den verbleibenden zu prüfenden forderungen ihv 1 mio die aus der zeit vor dem dezember entstanden sind handelt es sich sagen wir i hv 300 te um streitigkeiten mit geschäftspartnern wo noch uneinigkeit besteht wieviel sie noch zu bezahlen haben ( vgl. wie sap- fee für aufsetzen von  zahlungssystemen, 400 te von kunden die klamm sind aber kontinuierlich abstottern. sowie 300 te von wahrscheinlich als zahlungsunfähigen kunden welches nich nicht gewiss ist und deshalb erst zu einem späteren zeitpunkt abzuschreiben ist.

ende der prüfung und ende des romans.

von solch ähnlichen prüfungsergebniss gehe ich aus.  was in zahlen bei dem willkürlichen beispiel eine abweichung zu den bereits vorgelegten zahlen eine abweichung von 49 te bedeuten würde !!!!!!!!   da die ?edo-geachichte mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit und auch eventuell anderer bereits in den jahren bis 2018 bereinigt wurden.

vielleiicht werden es statt der 49 te auch 1 million.!!!

aber davon auszugehen das eine prüfung ,wie unfangreich sie auch sein wird, das wirecard geachäftsmodel nur im gerinsten als weniger tragfähig darzustellen bedarf schon künstlerische gehirnwindungen.

trotzdem wird man sich, mit prüfung, ohne prüfung, umfangreiche prüfung, gezielte prüfung darauf einstellen müssen das uns dies leider boch eine ganze weile begleiten wird, da es alles erschlagende massnahme seitens wirecard nicht gibt. und somit werden aktionäre die gängige kenntnisse haben immer unfreiwillige helfer von mc crums etc sein.  

sogar den instis,denen klar ist , dass dies alles zumindest geschäftszahlenmässig muckemschisse sind, werden dieses spiel so lange sie damit gewinne generieren können mitspielen. auch gegen besseren wissens mitspielen.

und die folgen einer prüfung, ja, nein. mögliche umfang der prüfung.  die haben schon alle szenarien der nächsten tage durchgespielt und für jede einzelne massnahme seitens wtc ihr individulellen patronen griffbereit.

es wird wohl erst ma turbulent bleiben.

was mich trotz mittlerweie ca 12 ten pina colada am meisten ärgert ist , dass der markt ein nicht erneute prüfung nicht aktzeptieren würde, und die kosten je nachdem zu welchem umfang sich wirecard entscheidet wahrscheinlich das 10 fache kostet an dem was es monetären feststellungen hervorbringt.  

21.10.19 06:31
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422 Postings, 647 Tage Thomas TronsbergDer Markt ist eben

komplett verunsichert und damit haben Shortseller ihren Erfolg, denn wenn keiner verkaufen würde ständen Shortseller doof da.

Aber nochmal zum Thema. Alle Dokumente, die ich gesichtet habe sind Mails von, an oder mit Edo im Verteiler und Exceltabellen mit Edo als Ersteller oder Bearbeiter. Vorausgesetzt das Material ist alles authentisch, so muss diese Material bereits von R&T geprüft worden sein.

Grund für die "Singapur"-Affäre waren ja nicht die Enthüllungen der FT sondern die Prüfungen der R&T, die Wirecard bereits im Sommer 2018 eingeleitet hatte. Erst im Januar 2019 kamen die Unterlagen zur FT sicherlich durch Edo K., der damals nämlich beurlaubt wurde.

Um die Vorgänge zu prüfen hatte R&T Zugang zu den Unterlagen von Edo K. und seine Files und Mails ausgewertet. Laut deren Feststellung im März hat man keine Anzeichen von Round Tripping oder ähnlichem gefunden. R&T hatte im Frühjahr all die Informationen, die wir hier nicht haben um den Sachverhalt wirklich zu prüfen.

Man muss auch mal sagen, was hier angeboten wird sind Excel-Tabellen, sicherlich auch mit einem Inhalt der Fragen aufwirft. Keiner hier kann sagen was wirklich den Weg in den Konzernabschluss gefunden hat.

EY ist im Frühjahr extra noch vor der Präsentation der Jahresberichts 2018 nach Singapur geflogen und
ich bin mir sicher, dass diese Vorgänge dort nochmals zumindest stichprobenartig geprüft wurden.  

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