...soviel ist klar. Auch wir sind endlich. ALLES läuft in Zyklen, die sich auch mit verschiedenen Zeitdauer überlagern.
Es gibt diese kürzeren Kredit-Zyklen und die ganz langen Zyklen, die immer mit einem großen Bust der Finanzwirtschaft in dem großen Deleveraging endet. Das passierte 1929 und 2008. 1929 hatte es verheerende Folgen (WKII), weil man die Great-Depression zugelassen hatte, 2008 konnten die Zentralbanken die ganz schlimmen Folgen noch einmal abwenden, indem sie als Liquiditätsquelle einsprangen, als die private Finanzwirtschaft infolge der enormen Überhitzung, die sich über Jahrzehnte aufbaute, crashte. Angekündigt hatte sich das im Platzen der Blase 2000, als erstmals wieder die Risse zum Vorschein kamen.
Ob man den großen Crash, der eigentlich 2008 begann, auf Dauer mit der Geldpolitik abfangen kann ("beautiful deleveraging" nennt es Dalio), weiß NIEMAND, weil es so ein Experiment noch niemals zuvor gab, und berechnen kann man das bekanntlich nicht! Es ist eine Gratwanderung, die nun immerhin schon 8 Jahre anhält. Warum sollte es nicht noch ein paar Jahre so weiter gehen?
Die Zentralbanken haben heute weltweit auf so viele Daten Zugriff wie niemals in der Geschichte zuvor. Die Steuerung ist daher heute viel besser geworden, als noch vor einigen Jahrzehnten, als es noch nicht einmal Computer gab, ganz zu schweigen von der weltweiten Vernetzung über das Internet.
Also ich gehe aus pragmatischen und realistischen Gründen nicht davon aus, dass alles demnächst zusammenbricht... die "normalen" Kredit-Zyklen mit Boom und Bust wird es weiterhin natürlich geben. Der nächste Aktien-Bärenmarkt wäre eigentlich bereits fällig. Aber es ist in dieser deflationären Phase seit 2008 anscheinend alles etwas verzögert.
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