Anders kann man diese komische "Nachricht" nicht nennen. Alles ist schon bekannt und längst in den Zahlen enthalten. 2013 betrug laut Bilanz der Wert 1225 Mio. für den Briefsketor. Bis 2020 sind es noch 7 Geschäftsjahre in denen also noch 375 Mio. Steigerung im Briefsektor erreicht werden soll. Das macht 4,37% lineare Steigerung pro Jahr. Progresive Steigerung sind das unter 4%. Bei einem erwarteten Wachstum von 5-7% entspricht das genau den bisherigen Zahlen.
Viel wichtiger aber unerwähnt ist die Kapitalentwicklung. Weniger Verbindlichkeiten und Rückstellungen - besonders auch für die Pensionen - und mehr flüssige Mittel. Derzeit sind 3417 Mio. in der Kasse, 2012 betrug der Wert 2400 Mio.
Wegen der sinkenden Ausgabenlast langfristiger Verbindlichkeiten und den weiter steigenden Einnahmen ist bei ähnlicher Entwicklung bis zum Ende der Strategie 2015 ein Kassenstand von deutlich über 5000 Mio. zu erwarten. Bei so hohem Kassenstand kann ich mir alles mögliche Vorstellen, was der Vorstand plant, aber die Ausgliederung ureigenster Bereiche an Subunternehmen kann ich mir nicht vorstellen, weil das immer zu Lasten der Qualität geht und die Zufriedenheit gerade der Großkunden nicht durch Billiglöhne erhalten werden kann. Hier steht dann der Preiskampf gegen die Firmenreputation, die spätestens beim ersten Streik der Subunternehmer flöten geht. (Von verbotenen arbeitstechnischen Personalausgliederungen ganz zu schweigen)
Da noch etwas Zeit bis 2015 ist, darf man ruhig auf veränderte marktstrategische Ausrichtung hoffen, die die ganz Bandbreite beinhaltet. Das wäre vom völligen Aufkauf der hälftigen Bussparte vom ADAC über die Einrichtung eigener (zur Zeit in Erprobung befindlicher) Einzelhandelsversandmärkte bis hin zum ganz großen Hammer dem ganzen Aufkauf von Zalando ! (Die wollen ohnehin an die Börse)
Da sind Aktienrückkäufe nur eine Möglichkeit von vielen.
Der Chartlord |