finanzen.net

Aktienland Deutschland vor dem Untergang?

Seite 1 von 5
neuester Beitrag: 07.04.08 15:26
eröffnet am: 09.07.06 13:21 von: Knappschaft. Anzahl Beiträge: 112
neuester Beitrag: 07.04.08 15:26 von: Woodstore Leser gesamt: 21069
davon Heute: 3
bewertet mit 60 Sternen

Seite:
| 2 | 3 | 4 | 5 | 5   

09.07.06 13:21
60

8451 Postings, 5758 Tage KnappschaftskassenAktienland Deutschland vor dem Untergang?

Die Abgeltungssteuer kommt und damit das Aus für Anleger und Trader. Der Markt in Deutschland wird sterben.



Wie man mit optischen 30% Abgeltungssteuer zu einer realen Steuerlast von nahe an 100% kommt? Das ist ganz einfach und noch längst nicht die schlimmste Variante.


Die folgenden Ausführungen sind umfangreich, aber ich halte es für eine Pflicht für Anleger und Trader, diese zu lesen und für ein Versäumnis, es zu unterlassen. Ich gehe davon aus, dass es niemand hinterher bereut, sollte das doch der Fall sein, so bitte ich um Entschuldigung. Ich habe mich um eine einigermaßen übersichtliche und verständliche Darstellung bemüht, von daher dürfte es leicht zu lesen sein. Es mag an den Prioritäten zu Gunsten der Weltmeisterschaft liegen, ansonsten hätte ein Aufschrei von zumindest Teilen der Bevölkerung erfolgen müssen. Außerdem haben viele Journalisten sich noch keine Gedanken über die Auswirkungen gemacht, sonst würde sicher mehr berichtet. Ich weise darauf hin, dass ich die Ausführungen inhaltlich maßgeblichen Politikern und anderen VIPs zur Verfügung stelle. In der Hoffnung, dass es überhaupt gelesen wird, bevor es in den Papierkorb wandert. Ich will mit meinen Ausführungen niemanden provozieren, sondern lediglich konstruktive Kritik üben sowie die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken. Im besten Fall ergeben sich daraus Diskussionen. Ich bin aber keine Steuerexpertin, allenfalls eine interessierte Amateurin.

Die Abgeltungssteuer für Anleger und Trader kommt. Der Markt in Deutschland wird für Privatanleger sterben.



Am letzten Sonntag, 02.07.2006, in der Nacht und inmitten der WM, hat unsere große Koalition neben dem großen Wurf ?Gesundheitsreform? fast unbemerkt auch noch die Eckpunkte der Unternehmenssteuerreform und damit auch die geplante Regelung über die künftige Besteuerung von Kapitaleinkünften und Veräußerungsgeschäften kommuniziert. Nach intensiver Recherche von mir aus den Quellen Handelsblatt, Financial Times Deutschland, Spiegel, FAZ, Börse Online, Wirtschaftswoche, Focus, Focus Money und noch weiteren Quellen, ist sich die Koalition bereits über folgende Eckpunkte einig und darüber gibt es kaum Vorbehalte.



Es kommt ab 2008 zu einer Abgeltungssteuer

geplant sind in 2008 ein Satz von 30% und ab 2009 ein Satz von 25%

Und zwar sowohl auf Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne.


Das ist aber nur die Untergrenze, der linke SPD-Flügel hat bereits angekündigt, dass diese Sätze eher zu niedrig sind. Ich erinnere mich noch an den damaligen Vorschlag von Hans Eichel mit einem Satz von 15% und Beibehaltung des Halbeinkünfteverfahrens. Auch die Kirchen haben schon angemeldet, dass sie ihren Anteil am Kuchen haben wollen, deshalb wird ein gewisser Aufschlag in Erwägung gezogen. Weiter sind sicher Zweifel angebracht, ob der Steuersatz dann in 2009 tatsächlich auf die avisierten 25% sinkt. Es spielt dann aber auch keine Rolle mehr, wie man gleich sehen wird.



Die Spekulationsfrist von 12 Monaten für Veräußerungsgewinne wird gleichzeitig abgeschafft. Es besteht dann keine Steuerfreiheit für Kursgewinne mehr bei einer Haltedauer von über 12 Monaten, weder für Aktien, Renten, Zertifikaten, Derivaten noch sonst etwas, dass man an der Börse handelt.

Diese Regelung dürfte vor allem für Langfristanleger bitter sein, denn die werden künftig quasi von 0 auf 30% belastet!



Da die Abgeltungssteuer von den Banken anonym abgeführt wird, kann es von der logischen Systematik her auch keinen Verlustvortrag mehr geben.



Des Weiteren wird das sogenannte Halbeinkünfteverfahren abgeschafft. Das bedeutet für Veräußerungsgewinne aus Aktien und auch für deren Dividenden künftig, dass der volle Spekulationsgewinn versteuert werden muss und nicht mehr, wie bisher, innerhalb der Spekulationsfrist nur der halbe Gewinn!

Damit man sich diese Auswirkung vorstellen kann, hier mal ein ganz kurzes Beispiel:

Bei einem angenommenen Spekulationsgewinn durch Aktien in Höhe von 10.000 Euro werden im Moment 5.000, -- Euro mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Nehmen wir mal an, der liegt bei 40%, was aber relativ selten sein dürfte, die meisten liegen weit darunter. Also fallen bei diesem Satz dann 40% Steuern aus
5.000, -- Euro an, das sind genau 2.000, -- Euro.
Nach der künftigen Regelung ohne Halbeinkünfteverfahren werden die vollen 10.000, -- Euro dann mit 30% versteuert, das ergibt dann 3.000, --.

Jetzige Regelung: 2.000, -- Euro Steuern

Geplante Regelung: 3.000, -- Euro Steuern


Damit sind dann satte 50% zusätzlich zu zahlen, das gilt auch für Dividenden. Die Differenz wird aber noch größer, wenn der persönliche Steuersatz unter den zu meiner Berechnung herangezogenen 40% liegt. Der momentane durchschnittliche Grenzsteuersatz dürfte so zwischen 25 und 30% liegen. Es mag unter diesen Voraussetzungen fast ein wenig ironisch anmuten, dass aus Regierungskreisen verlautbart wird, die neue geplante Regelung sei eine erhebliche Verbesserung für die Anleger. Die SPD-Linke spricht gar von einer ungerechten Entlastung der Anleger. Es kann soweit kommen, dass die breite Bevölkerung, die Gewerkschaften, die Kirchen usw. tatsächlich denken werden, eine Entlastung und damit eine Verbesserung für Anleger und Trader würde damit geschaffen, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Eine mögliche, aber auch nur wenige Anleger betreffende ?Verbesserung?, kann nur bei reinen Zinseinkünften in Frage kommen und auch nur dann, wenn der persönliche Grenzsteuersatz über 30% liegt. Dass alle anderen auch für Zinseinkünfte mehr bezahlen müssen als jetzt, ist also möglich. Das würde dann die sogenannten Kleinanleger treffen. Eine Chance, dass bei einer Schlechterstellung, für Anleger deren Grenzsteuersatz unter den 30% liegt, diese die Differenz der abgeführten Abschläge im Rahmen der Einkommenssteuererklärung wieder bekommen, besteht allerdings noch.



Offen ist noch, wie die Bank den Gewinn bei einem Depotübertrag von Wertpapieren ermitteln soll. Das ist für die Banken schlicht und einfach nicht möglich. Deshalb wird möglicherweise bei einem Verkauf nach einem Depotübertrag der gesamte Verkaufserlös als Spekulationsgewinn betrachtet und darauf die Abgeltungssteuer erhoben. Das ist ja im Prinzip heute schon so, beispielsweise bei einem Depotübertrag von Garantiezertifikaten. Wenn der Anleger hier leer ausgeht, könnte das mit einem Hinweis auf die nun schlanker werdende Verwaltung geschehen. Daraus ergibt sich dann auch gleich die Begründung, nämlich den Abbau der Bürokratie. Also, unter diesem Aspekt sind dann natürlich Depotüberträge tabu, auch wenn die Bank beispielsweise einen grottenschlechten Service bietet. Nun, liebe Investoren, Anleger, Trader...sucht euch noch schnell einen guten Broker, mit dem es Freude macht, langfristig zusammen zu arbeiten.



Aber das schlimmste kommt erst jetzt!



Weiter ist im gegenseitigen Einvernehmen der Koalitionsparteien nach dem momentanen Stand zu befürchten, dass die Verrechnung von Spekulationsgewinnen mit Spekulationsverlusten entfällt. Dies sei durch die Systematik der Abgeltung gar nicht anders möglich. Wenn es zu einem Wegfall der Verlustverrechnung kommt, ist das der entscheidende Dolchstoss. Man muss sich das in der Praxis so vorstellen: Bei einem Verkauf prüft die Bank, ob ein Gewinn entstanden ist oder eben nicht.

Ist ein Spekulationsgewinn entstanden, der sich aus der Differenz zwischen Kauf und Verkauf ergibt, führt die Bank 30% auf den Gewinn sofort und anonym an das zuständige Finanzamt ab. Ist ein Verlust angefallen, kann die Bank natürlich im Gegenzug nichts gutschreiben, woher denn auch? Ein Verlust ist für die Bank und damit auch für das Finanzamt somit nicht relevant, er wird auch nirgendwo festgehalten. Weiter ist es für die Banken unmöglich, im gleichen Steuerjahr angefallene Verluste mit Gewinnen zu verrechnen, das geht schon deshalb nicht, wenn man sich vorstellt, dass beispielsweise jeweils 2 Transaktionen mit Gewinnen und Verlusten anfallen. Jetzt sind aber die ersten beiden Transaktion mit einem Gewinn behaftet und die beiden weiteren Transaktionen mit einem Verlust, dann hat die Bank bereits für die ersten beiden Geschäfte Abgeltungssteuer abgeführt. Bei den letzten beiden Transaktionen, die mit Verlust enden, kann weder etwas abgeführt werden, noch kann etwas nachträglich verrechnet werden. Aber das ist ja vielleicht auch nicht gewünscht, würde es doch die Steuereinnahmen mindern. Eine konsequente Abgeltungssteuer sieht im Prinzip keine Verlustverrechnung vor, das ist ja gerade die Absicht einer Abschlagsteuer (nicht zu verwechseln mit einer Quellensteuer).

Selbstverständlich wäre bei der geplanten Regelung auch kein Verlustvortrag mehr möglich!

So mancher mag sich die Hände reiben, aber die Freude wird nicht lange halten, weil die Marktteilnehmer auf Dauer nicht mehr aktiv sein werden, ja gar nicht mehr können! Im Folgenden einige unglaubliche, aber absolut realistische Beispiele, wie sich die Streichung von Verlusten auswirken würde. Und welcher Anleger / Trader hat noch keine Verluste gemacht? Ich kenne keinen Einzigen.



Wie man mit optischen 30% Abgeltungssteuer zu einer realen Steuerlast von 75% kommt. So geht das:


Beispiel 1



Prämissen: Aktien, Grenzsteuersatz 30%, Abgeltung 30%, Kapitaleinsatz: 150.000,--



Gewinn: 50.000,-- Verlust: 30.000,--



jetzige Regelung:

mit Halbeinkünfte Verfahren: 30% aus 10.000,--ergibt 3.000,--Steuer

Dem Anleger verbleiben 17.000,-- Euro. Nach 12 Monaten + 1 Tag Haltedauer zahlt er keinen Cent Steuer und es verbleiben die vollen 20.000,-- Euro!

geplante Regel:

30% aus 50.000,-- ergibt 15.000,-- Steuer / keine Verlustverrechnung möglich

Dem Anleger verbleiben 5.000,--Euro. In Bezug auf die 20.000,-- Euro tatsächlichen Gewinn hat er dann einen Steuersatz von 75% !!!!



Kommentar:

Für 5.000,-- verbleibendem Gewinn lohnt das Risiko nicht. Hätte er die 150.000,-- mit nur 4% angelegt, würde er einen risikolosen Bruttozins von 6.000,-- erhalten!

Und wer wird schon auf seinen tatsächlichen Gewinn 75% Steuern zahlen?




Beispiel 2



siehe 1, aber jetzt für Derivate (Optionen, Futures...), Zertifikaten, Fonds, Bonds



jetzige Regelung, ohne Halbeinkünfte Verfahren: 6.000,-- Steuer

Nach 12 Monaten + 1 Tag Haltedauer zahlt er keinen Cent Steuer und es verbleiben die vollen 20.000,-- Euro!

geplante Neuregelung 15.000,-- Steuer



Kommentar:

Auch dieser Anleger kann es bleiben lassen! Bei 20.000,-- Bruttogewinnen verbleiben mit der geplanten neuen Regelung 9.000,--Euro weniger übrig.

In Bezug auf die 20.000,--Euro ist das ebenfalls eine Steuerlast von 75%!!!!




Tatsächlich gibt es unzählige Konstellationen, bei denen die Steuerlast ohne weiteres nahe an 100% auf den tatsächlichen Gewinn kommt.


Aber es kommt noch schlimmer!!


Beispiel 3



In einem ?schlechten Jahr?, was leider oft vorkommt, wird kein Gewinn gemacht,

sondern die Verluste und Gewinne, jeweils in Höhe von 80.000,-- Euro gleichen sich aus, so dass das Ergebnis 0,-- Euro ist. Dieses Beispiel gilt jetzt für sämtliche Finanzinstrumente.



jetzige Regelung: 0,--Euro Steuer

geplante Regelung: 24.000,-- Steuer (30% aus 80.000,--Euro)



Kommentar:

Dieser Anleger verliert aus der Substanz!! 24.000,--Euro, obwohl er keinen Cent Gewinn gemacht hat!!! Ich bin nicht in der Lage auszurechnen, wie hoch die prozentuale Steuerlast bei einer Nominalsteuerlast von 24.000,-- Euro in Bezug auf einen ?Gewinn? von 0 Euro ist.


Man kann es nicht glauben, aber es kommt noch schlimmer! Im Falle eines Verlustes!



Beispiel 4



Wer erinnert sich nicht an die Baissejahre 2001 und 2002?

Gewinn mit Derivaten, Fonds, Zertifikaten: 30.000,-- Euro.

Verlust 60.000,-- Euro.



jetzige Regel:

Steuer 0,-- und ein Verlustvortrag von 30.000,-- Euro*

geplante Regel: 9.000,-- Euro!! Steuern und kein Verlustvortrag!



*Ein Verlustvortrag in Höhe von 30.000,-- Euro kann je nach persönlichem Steuersatz bis ca. 12.000,-- Euro ?wert? sein!



Kommentar:

Dieser Anleger zahlt zu seinem schmerzlichen Verlust in Höhe von
30.000,-- Euro noch zusätzlich 9.000,--Euro Steuern. Damit erhöht sich der Verlust dann auf 39.000,--!!!


Ich glaube, dass es rein mathematisch nicht möglich ist, auszurechnen, wie hoch der prozentuale Steuersatz in Bezug auf die nominale Steuerlast von 9.000,-- Euro bei einem Verlust von 30.000,-- Euro ist.

Man könnte noch viele Beispiele rechnen, ich will es hierbei belassen. Egal ob große oder kleine Beträge, hoher Steuersatz oder niedriger Steuersatz, es gibt so gut wie keine Varianten für eine Besserstellung mit der geplanten Neuregelung. Auch nicht für andere, als von mir gewählte, Konstellationen.

Ich hoffe, damit widerlegt zu haben, dass es sich bei der geplanten Neuregelung um eine Verbesserung handelt. Kommt die Abgeltungssteuer in dieser Form, wird das meiner Meinung nach in mehrfacher Hinsicht ganz erhebliche Konsequenzen haben. Man kann nur hoffen, dass sich noch etwas ändert.Die Chancen sind nicht gerade rosig. Wie es andere Länder machen, die eine Abgeltungssteuer haben, weiß ich nicht. Vielleicht mit einer Möglichkeit der Verlustverrechnung oder mit erheblich niedrigeren Sätzen.

Fazit:

Der zentrale Punkt ist die Verrechnungsmöglichkeit zwischen Gewinnen und Verlusten. Diese Möglichkeit muss meiner Meinung nach unbedingt bestehen bleiben.



Aber auch durch die Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens entsteht eine wesentliche Verschlechterung trotz optisch niedriger Sätze.30% Abgeltungssteuer ohne Halbeinkünfteverfahren entsprechen 60%!! Steuerlast im Vergleich zu dem derzeitig geltenden Halbeinkünfteverfahren.



Außerdem wäre eine Abschaffung von Verlustvorträgen ebenfalls sehr nachteilig und eine erhebliche Behinderung der Märkte. Auf diesen Punkt bin ich in meinen Ausführungen am wenigsten eingegangen, dennoch halte ich ihn für einen weiteren entscheidenden und äußerst sensiblen Punkt. Leider richten sich Gewinne und Verluste nicht nach Kalenderjahren. Wenn aber die Anleger dieses Risiko zusätzlich zum ohnehin bestehenden Marktrisiko tragen müssen, in einem Kalenderjahr erlittene Verluste nicht mehr berücksichtigen zu können, ergibt sich sofort ein wesentlich verschlechtertes Chance-Risiko-Verhältnis, das sehr viele potentielle Markteilnehmer davon abhalten würde, sich zu engagieren.



Wird die Abgeltungssteuer wie geplant eingeführt, ist der Markt in Deutschland zumindest für Privatanleger tot. Allenfalls machen noch reine Zinsanlagen, aber auch die nur bedingt, Sinn. Das Verhältnis zwischen Risiko und Chance ist dann so grottenschlecht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich unter solchen Voraussetzungen noch Marktteilnehmer finden lassen.



Der volkswirtschaftliche Schaden wäre immens. Es hätte Auswirkungen, die man sich jetzt auch mit viel Phantasie nicht vorstellen kann. Aber darauf will ich an dieser Stelle nicht eingehen.



 

09.07.06 15:25

8451 Postings, 5758 Tage KnappschaftskassenNochmals up!

Das ist zu wichtig um es nicht jeden mitzuteilen welche Steuerschweinerei von diesen Kommunisten aus SPD und CDU geplant ist!  

09.07.06 15:33
2

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndGibt´s auch ´ne Quelle

für dieses Weltuntergangsszenario?  

09.07.06 15:34

5742 Postings, 7664 Tage elgrecoSehr guter Artikel

Aber vielleicht ist das die einzige Rettung, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Was werden die faulen Saecke, die sich auf Aktiengewinnen ausgeruht haben mit ihrem Geld machen? Sie muessen es anders arbeiten lassen, also investieren. Das gibt dann den richtigen Kick fuer die Beschaeftigung.

Zumindest wird es hochinteressant. Es kommt erst mal zu einem SellOff in grossem Stiel. Die AGs werden ihre eigenen Aktien erst mal kaufen und es wird eine grosse Menge Bares in den Markt kommen.  

09.07.06 15:39

29560 Postings, 5419 Tage ScontovalutaVon wem stammt diese Abhandlung eigentlich?

Zitat: "... Ich bin aber keine Steuerexpertin, allenfalls eine interessierte Amateurin...."
 

09.07.06 15:44
1

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndStatt den schwarzen Stern zu verteilen

solltest Du lieber mal die Quelle offenlegen, lieber KK - wieso sollte die uninteressant sein?  

09.07.06 15:46

1673 Postings, 5476 Tage onestoneLeute die WM ist noch nicht vorbei.

Think positive!  

09.07.06 15:47

8451 Postings, 5758 Tage Knappschaftskassen#3 Das sind die Poliitiker

aus SPD und CDU die sowas aushecken!

Alles andere ist reine Mathematik und wird wahrscheinlich wegen der Volkverdummung wohl von dieser Kommunistische Regierung bald verboten werden!

 

09.07.06 15:54

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndTraust Du Dich nicht? Schwach...

09.07.06 16:09

8451 Postings, 5758 Tage KnappschaftskassenKannst Du nicht rechnen oder willst Du nicht?

Die Abgeltungssteuer wurde am letzten Sonntag, 02.07.2006, in der Nacht und inmitten der WM, hat unsere große Koalition neben dem großen Wurf ?Gesundheitsreform? fast unbemerkt auch noch die Eckpunkte der Unternehmenssteuerreform und damit auch die geplante Regelung über die künftige Besteuerung von Kapitaleinkünften und Veräußerungsgeschäften kommuniziert.


Hat man Dir das noch´nicht gesagt?

 

 

Bundesministerium der Finanzen plant die Einführung einer Abgeltungssteuer03.07.2006 - 20:10 Uhr
Die große Koalition hat sich im Rahmen der Beratungen zur Gesundheitsreform auch auf die Einführung einer Abgeltungssteuer für Kapitalerträge verständigt. Ab dem Jahr 2008 ist ein Abgeltungssteuersatz von 30% geplant, in den folgenden Jahren soll dieser auf 25% abgeschmolzen werden.

 Bundesministerium der Finanzen plant die Einführung einer Abgeltungssteuer [SteuerNews]

 

09.07.06 16:43

1287 Postings, 5022 Tage NavigatorC...

Ja das sind so ganz schlaue. es geht jetzt alles viel schneller als gedacht
so long

Navgator  

09.07.06 16:44
1

3347 Postings, 5902 Tage DautenbachError 404: Datei nicht gefunden! o. T.

09.07.06 16:45
4

1025 Postings, 6663 Tage J.R. EwingDreh- und Angelpunkt

ist doch die steuermindernde Verrechnung von Spekulationsgewinnen mit Spekulationsverlusten. Und hier kann ich der Sichtweise der Beitrags aus Posting 1 nicht folgen. Da heißt es u.a.: "Da die Abgeltungssteuer von den Banken anonym abgeführt wird, kann es von der logischen Systematik her auch keinen Verlustvortrag mehr geben." und weiter: "Weiter ist im gegenseitigen Einvernehmen der Koalitionsparteien nach dem momentanen Stand zu befürchten, dass die Verrechnung von Spekulationsgewinnen mit Spekulationsverlusten entfällt. Dies sei durch die Systematik der Abgeltung gar nicht anders möglich. Wenn es zu einem Wegfall der Verlustverrechnung kommt, ist das der entscheidende Dolchstoss."

Nun ist es zwar richtig, daß die Bank die Abgeltungssteuer anonym abführt. Das heißt aber noch lange nicht, daß keine Verrechnung mit Spekulationsverlusten eines Anlegers mehr möglich ist. Erstens muß die Zahlung der Abgeltungssteuer durch die Bank nicht sofort nach Abschluß einer Transaktion, sondern kann für jeden Kunden gebündelt für das Gesamtjahr unter Berücksichtigung der Spekuverluste erfolgen. Hat der Anleger mehr Verluste als Gewinne gemacht, wird keine Abgeltungssteuer abgeführt, ansonsten nur die Steuer auf die Differenz zwischen Gewinnen und Verlusten.

Zweiten, und das ist aus meiner Sicht entscheidend: Ich als Anleger kann anhand meiner Wertpapierabrechnungen sehr wohl nachweisen, welche Gewinne und Verluste bei mir aus Spekulationsgeschäften im Veranlagungsjahr angefallen sind. Also kann ich die zuviel gezahlte Abgeltungssteuer mit der Einkommenssteuererklärung vom Finanzamt zurückfordern - es sei denn, der Gesetzgeber verbietet die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten. Diesem Versuch des Bundesfinanzministeriums, Spekualtionsgewinne zu sozialisieren (sprich zu besteuern) und Verluste zu privatisieren (also eine Verrechnung zu verbieten), gebe ich vor dem BFH bzw. dem Bundesverfassungsgericht allerdings keine große Chance.

Erst einmal abwarten, wie diese Abgeltungssteuer in der Praxis konkret aussehen wird. Den Untergang des deutschen Aktienmarktes sehe ich (bislang) jedenfalls noch nicht.

J.R.  

09.07.06 16:51

8451 Postings, 5758 Tage KnappschaftskassenWo Unrecht zum Gesetz

erhoben werden soll, da wird Widerstand zur Pflicht.
Wer seine Anlagen im Zugriffsbereich solcher Leute beläßt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Das die politische Amok-Läufer aus SPD und CDU einen der wichtigsten Geschäftszweige weitgehend zerschlagen liegt an deren einseitiges  Weltbild und Volksverdummung!
 

09.07.06 16:58

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndQuelle scheint wirklich zu peinlich zu sein

09.07.06 17:45

8451 Postings, 5758 Tage Knappschaftskassen#15 Kannst Du beweisen was an

www.Taxlinks.de und http://www.pspmuc.de angeblich so peinlich ist? Nach meine Recherchen ist dort alles sauber, aber wir kennen ja das linke Lager das jede Art von selbständigen Tun unterdrücken und alle Unternehmer hassen! Und wir wissen das mehr als 60 % der weltweiten Literatur ueber Steuern, aus Deutschland kommt, dann ist es nicht gesund. Und die Gesetze haben deutsche Politiker, nicht die Wirtschaft gemacht!
 

09.07.06 17:57

8451 Postings, 5758 Tage KnappschaftskassenWas die SdK dazu meint!

09.07.06 18:55
1

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndKK, wir warten immer noch auf die Quelle

des Textes des Eingangspostings.  

09.07.06 19:02

5497 Postings, 5081 Tage ostseebrise.Happy, die

Autorin sagt ausdrücklich, dass #1 ihr eigenes Werk ist, eben eine für die Leser von Ariva zusammengestellte Verfassung:

[Ich habe mich um eine einigermaßen übersichtliche und verständliche Darstellung bemüht, von daher dürfte es leicht zu lesen sein. ... Ich will mit meinen Ausführungen niemanden provozieren, sondern lediglich konstruktive Kritik üben sowie die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken.]

Die Quelle-Verlinkungen findest du im #16. Zumindest ich konnte sie problemlos öffnen.

lg
o  

09.07.06 19:28

95440 Postings, 6981 Tage Happy EndSicherlich nicht für ARIVA

zusammengestellt... (oder ist Knappschaftskassen eine Frau?)  

09.07.06 19:31

59073 Postings, 7021 Tage zombi17Wer Geld

für Aktien übrig hat kann ruhig Steuen bezahlen:-)

Das war jetzt bestimmt der falsche Satz im falschen Board!


Schnell in den Bunker renn
Zombi  

09.07.06 20:02

14542 Postings, 5558 Tage pfeifenlümmelMöge der Rotbach

in Deinen Bunker fließen.
Gruß
Pfeifenlümmel  

09.07.06 20:03

59073 Postings, 7021 Tage zombi17Und dann? o. T.

09.07.06 20:12

14542 Postings, 5558 Tage pfeifenlümmelmuss der Häuptling schwimmen o. T.

Seite:
| 2 | 3 | 4 | 5 | 5   
   Antwort einfügen - nach oben

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
PowerCell Sweden ABA14TK6
Varta AGA0TGJ5
Deutsche Bank AG514000
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
Microsoft Corp.870747
SteinhoffA14XB9
Allianz840400
Apple Inc.865985
BayerBAY001