Der Artikel weist zu recht darauf hin, dass nicht gesichert ist, ob Maaßens Gespräche speziell mit der Afd quasi "konspirativen" Charakter hatten. Das seh ich auch so -- es ist nicht gesichert.
Der Artikel meint gleichzeitig, dass Maaßen im Bild-Interview Dinge geäußert hat, die Fehler darstellten -- aber dass dieser Fehler nicht so schwer zu gewichten sei. Das kann ein Meinungsartikel natürlich vorbringen. Aber auch das ist nur eine Wertung unter mehreren möglichen, der Afd-Tenor, dass nur diese Wertung recht hat und jede andere nicht, ist natürlich quatsch. Und in der Politik hat das Wort "Kampagne" ja eine neutrale Bedeutung: es ist das was man tun muss, um in einer Demokratie etwas zu erreichen. Zu verurteilen ist es einzig, wenn in einer Kampagne Fehlinformation verbreitet wird.
Es ist insofern legitim, eine Kampagne zu führen und zu argumentieren, dass Maaßens Verhalten kein kleiner Fehler sondern ein schwerwiegender Fehler war. "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen..." |