könnte für Geschäfte wie in # 564 genutzt werden. "Temporär" basiert auf der Erwartung einer V-Erholung, die aber Mn nicht kommen wird.
Ich schätze, es wird in den nächsten Monaten eine Abfolge von Lockdown-Aufhebungen, gefolgt von neuen Infektionswellen, und (deswegen) weiteren Lockdowns geben. Massentourismus dürfte im Sommer ebenfalls nicht in Gang kommen. Viele Leute werden Flugzeuge, Busse, Bahnen und Kreuzfahrtschiffe schon aus Infektionsangst freiwillig meiden. Einen Boom könnte es wie im dt. Tourismus an Nord- und Ostsee und an Seenplatten in MeckPom geben. Das sind Urlaubsziele, zu denen die Leute mit dem eigenen Auto fahren können (Kurzstrecke, übrigens ;-)).
Unter diesen Prämissen dürfte die Ölnachfrage bis August nicht sonderlich steigen - und die gebunkerten Mengen, deren Lagerung ja viel Geld kostet (müssen deshalb irgendwann raus), drücken dann zusätzlich auf das (Über-)Angebot.
August-Öl kostet jetzt per Future 31 Euro, doch der Spotpreis im August könnte immer noch bei 15 Dollar liegen. Sprich: Der Contango dürfte bestehen bleiben. Dabei verschiebt sich das "Spot-Preisloch" von 15 bis 20 Dollar nur kontinuierlich in die Zukunft.
Die Absicherungsgeschäfte (Shorten der August-Futures) sind zweischneidig, denn sie drücken zusätzlich auf die Ölpreise.
Die Saudis machen das Preisgedrücke mMn mit voller Absicht. Sie nutzen die "Gunst" der Corona-Krise. Der Preiskampf dürfte erst enden, wenn der U.S. Rig Count (Chart in # 563) bei 200 liegt. |