Ananas : Wie ich das verstehe, haben diese Kempen Oranje Participaties jetzt – insgesamt – 5.09 % Anteile, ich gehe davon aus, dass sie vorher 5 % Anteile hatten – ergo 0.09 dazu gekauft haben. ============= ????????? Nicht dein Ernst, oder? Noch nie mit dem WpHG und den Pflichtmeldevorschriften beschäftigt bei Stimmrechteüberschreitungen? => https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmrechtsmitteilung . Also die Holländer melden jetzt zum erstenmal, daß die sie bei QSC eine Pflichtmeldeschwelle ( 3% ) überschritten haben und dabei gleichzeitig auch noch die nächste Pflichtmeldeschwelle (5%) überschritten haben am selben Tag. Somit hatten sie vorher definitv weniger als 3%. Wie kann man also einfach so davon ausgehen sie hätten schon 5% gehabt? Wir leben doch nicht in einer Pippi-Langstrumpfwelt nach dem Motto: "ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt".
§ 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der QSC AG, Köln, Deutschland, am 28. September 2015 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,09% (6.313.800 Stimmrechte) beträgt
Dann fragt man sich eben wie die Holländer so schnell an soviele Aktien kamen. Diese Masse von vielen Millionen Aktien wurden also nicht in Windeseile im regulären Handel gekauft, sondern eindeutig und zweifelsfrei außerbörslich als Paket. Ist ja auch nichts ungewöhnliches. Solche nennenswerte Pakete werden durchaus zwischen Investoren weitergereicht ohne dem Umweg über den normalen Xetra-Handel. Immer mehr Teile des gesamten Börsenhandels läuft ja ohnehin inzwischen über Dark Pools, wo wir als Außenstehende nichts davon mitbekommen.
Was passiert eigentlich in Dark Pools? http://boerse.ard.de/boersenwissen/...igentlich-in-dark-pools100.html => "...Statt an der Börse zu handeln, weichen institutionelle Anleger immer häufiger auf außerbörsliche Handelsplätze aus. Wie die sogenannten Dark Pools. Solche Dark Pools werden in den USA und Europa generell immer wichtiger. Nach Angaben des Finanzfachverbands CFA Institute laufen bereits zehn Prozent des gesamten Aktienhandels darüber. Versicherer, Fondsgesellschaften und Pensionskassen und andere nutzen die Möglichkeit und handeln so still und heimlich mit Aktienpaketen. "Institutionelle Anbieter haben oft das Problem, dass sie beim Kauf oder Verkauf von grossen Aktienblöcken keine Gegenpartei finden, die sie ihnen abnimmt",... "Wenn sie die Blöcke an der Börse handeln, riskieren sie, dass sie in kleine Aufträge zersplittert werden oder es zu Preisbeeinflussungen kommt...."
Die Überschreitung der diversen Pflichtmitteilungsschellen muß innerhalb kurzer Zeit nach dem Erwerb erfolgen ( innerhalb 4 Handelstage), wenn man sich nicht strafbar machen will. Am 28.9. überschritten, am 2.10 gemeldet. Von daher alles regulär und sonnenklar. Mir völlig unverständlich wie du auf deine abwegige These kommst die hätten nur 0,09% zugekauft. Sonst zeig mir doch bitte mal eine alte Meldung wo wenigstens schonmal 3% Überschreitung gemeldet wurde von denen. Aha, gibt es nicht? Eben. Sonst müßte man ja auch jetzt nicht gleichzeitig 3 und 5 % zusammen auf einen Schlag melden. Und wenn jemand meldet er hatte am Tag X genau 5,09%, dann muß daß auch nicht zwangsläufig der aktuelle Stand sein, sondern nur der Stand an dem Stichtag wo die Schwelle überschritten wurde, da man auch etwas weiter aufstocken könnte ohne erneut melden zu müssen. Erst wenn man wieder 10% überschreiten würde wäre eine weitere Meldung nötig.
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