Hoppla, jetzt muss für‘s Pushen sogar wieder das gute alte Cardioclean herhalten. Ich mahne zur Vorsicht, weil das Ärger geben könnte, wegen Störung der Totenruhe. Ansonsten: Was ist denn bei Licht betrachtet bis jetzt bei Cyto passiert? Man hat den klinischen Leiter ausgetauscht. War wohl notwendig, der Vorgänger hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Viel wichtiger wäre jedoch, die beiden anderen pseudo Pharmaexperten im Vorstand auszutauschen. Ging wohl nicht, weil sie gleichzeitig zu heftig investiert sind. Danach kam man auf die grandiose Idee, ein Medizinprodukt zu entwickeln. Blöd nur, dass solche Produkte i.d.R. von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden. Es gibt viele Beispiele dafür (vgl. Granulox von Sangui oder den Bluttest von Epigenomics), dass man als kleines Unternehmen mit Medizinprodukten in Deutschland einfach kein Bein an die Erde bekommt. Später wurde ein Patentrisiko aus der Welt gebracht, von dem niemand so recht Kenntnis hatte. Nur mal so am Rande: Ohne Patentschutz ist der Wert von Dermapro bei 0 anzusetzen Dann kam endlich die (bereits seit 2007!) in Aussicht gestellte Zulassung in Indien. Dafür musste Cyto aber offenbar die Kröte schlucken, die Produktionshoheit für Indien an Centaur abzugeben. Meine Sicht der Dinge ist, dass Centaur diese Konditionen hinter den Kulissen geschickt mit den Behörden ausgehandelt hat. Angesichts der absehbaren Patent Restlaufzeit ein möglichweise kapitaler Bock, da Centaur ja hauptsächlich eine Generika-Bude ist mit entsprechend gelagerten Interessen. Die Ankündigung, jetzt mit der Produktion bzw. vorbereitenden Arbeiten beginnen zu wollen, ist eher ein Armutszeugnis als eine gute Nachricht, schließlich bedeutet das, dass in all der Zeit bis jetzt nichts Substantielle passiert ist. Pharmaproduktion bedeutet ja nicht, einfach mal ein paar Rührkessel anzuschmeißen. Alles ist reglementiert, wird behördlich überwacht und kontrolliert. Zunächst muss man die Stabilität des Produktes nachweisen, dann die Robustheit des Prozesses, gerade in diesem Fall, wo es gravierende Probleme gegeben hat. Es werden viele Monate vergehen, bevor man überhaupt daran denken kann, Verkaufsware zu produzieren. Und jetzt die Kapitalerhöhung, mal wieder ein Klassiker à la Cytotools, wo einige deutlich mehr wussten als andere, natürlich garniert mit reichlich ins Kraut schießenden Spekulationen. Gewinne erzielen wird nur derjenige, der diese auch durch Verkauf zwischenzeitlich realisiert. Noch kann ich nicht erkennen, dass sich fachkundige Investoren an dieser Story beteiligen. Warum steigt kein Pharma-Unternehmen ein, z.B. indem es die Kosten der klin. Studien übernimmt und im Gegenzug dafür eine Kaufoption bekommt? |