Die Insolvenz der TAE GmbH und deren ebenfalls insolvente Mutter, die Thielert AG, könnte ähnlich verlaufen wie die Pleite der Solar Millenium AG. Dort werden die lukrativen Projekte von der Solarhybrid AG übernommen. Für den Rest des Unternehmens gibt es aber nur einen kleinen Kreis ernsthafter Interessenten. In der boerse.ARD vom 6.2.2012 heist es: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_590910 "Insolvenzverwalter zerlegt Solar Millennium Das gesamte US-Geschäft des Erlanger Solarkraftwerk-Entwicklers geht an den Konkurrenten Solarhybrid. Jetzt sollen weitere Firmenteile verkauft werden. .. " Und weiter unten heist es: "...Von der Pleite des Erlanger Solarkraftwerk-Entwicklers sind nach ersten Erkenntnissen rund 30.000 Anleger betroffen. Dabei müssten vor allem die 14.000 Aktionäre des Unternehmens um ihr Geld bangen, deutete Volker Böhm an. Ihre Ansprüche rangierten hinter denen der Gläubiger; erst wenn deren Forderungen zu 100 Prozent erfüllt seien, sähen die Aktionäre Geld. ... " Nun ist dieser Vergleich der Insolvenzen aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsmodelle zwar nur eingeschränkt möglich, jedoch zeigt es prinzipiell ganz deutlich zweierlei: Erstens: Wenn ein Unternehmen zu hoch verschuldet ist, bewahrt auch ein nachhaltiges oder zukunftfähiges Geschäftsmodell mit guten Produkten als Weltmarktführer nicht davor, zerlegt und in enzelnen Assets / Geschäftsteilen verkauft zu werden. Zweitens: Am Ende sind die Aktionäre die, die fast immer leer ausgehen. Ihnen gehört zwar de facto das insolvente Unternehmen, aber in der Rangliste stehen sie fast ausnahmslos, wie hier bei der Thielert AG sogar im doppelten Sinn (GmbH- + AG-Gläubiger), ganz unten. Wer also noch glaubt hier bei Thielert als Anleger noch ein Schnäppchen zu bekommen, sollte sich darüber klar sein, das zuerst die TAE-Gläubiger und dann noch die AG-Gläubiger vom Verkaufserlös der TAE bedient werden. |