Heute sind Wahlen in Griechenland. Mal sehen, ob Tsipras neu wiedergewählt wird. Aber die zukünftigen Unruhen liegen in anderen Bereichen. Mitten in der Pampa auf einem Berghang in Messenien habe ich mir die Yellen am Mittwochabend angeschaut und angehört. Ich wundere mich über ihre Begründung zum Beibehalten des Zinssatzes. Immer hieß es, sie werden sich an den Arbeitslosenzahlen und an den neu geschaffenen Stellen orientieren. Hauptsächlich innerländisch!. Jetzt rückt auf einmal China in den Focus und soll als Begründung herhalten? Und mit 9 zu 1 Stimmen waren sich die FOMC Teilnehmer einig. Ich persönlich vermute noch eine andere Überlegung, die aber aus verschiedenen Gründen nicht ausgesprochen wird, noch nicht, und vermutlich auch nicht im Protokoll auftauchen wird. Aber es war mit Sicherheit ein Thema. Es ist der sprichwörtliche "Elefant im Zimmer". Jeder sieht ihn, aber niemand spricht darüber. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und stelle folgende Fragen: Wie schätzen die Amerikaner die Entwicklung in Europa ein? Finanzpolitisch ebenso wie gesellschaftspolitisch? Ich nutze ein weitere Metapher: Das Schiff "Europa" bekommt eine gewaltige Schlagseite. Und im Hintergrund stehen die Weltmächte, Russland, China und die USA ... Derzeit wäre es unverantwortlich, von der FED-Seite aus auch nur eine einzige Bemerkung zu machen. Egal wie moderat sie wäre, sie würde durch Interpretationen zerrissen werden und würde Unruhe verstärken. Also gibt es meines Erachtens derzeit keine andere Möglichkeit, als den eingeschlagenen Kurs beizubehalten und mit möglichst ruhiger Hand stabilisierend wirken. Mal sehen, wie es in vier Monaten aussieht. Im Winter. Und Gold? |