von DaxVestor......
Wie stabil ist der Kursaufschwung am Aktienmarkt wirklich? >> DAX zündet Kursfeuerwerk Verwundert reibt man sich die Augen. Der DAX ist nach dem Rating-Downgrade der neun Euro- Staaten durch Standard&Poors nicht abgestürzt. Im Gegenteil: Es gab ein kleines Kursfeuerwerk, das den deutschen Leitindex bis an die Marke von 6.400 Punkten zurückführte. Doch wie stabil ist der Aufschwung am Aktienmarkt wirklich? Schuldenländer refinanzieren sich ohne Probleme Das wichtigste vorweg: Trotz eines schlechteren Ratings haben sich in dieser Woche die Euro-Sorgenkinder wie Spanien und Italien problemlos am Kapitalmarkt refinanzieren können. Auch Frankreich bediente sich zu günstigen Konditionen. Das macht Hoffnung für die Zukunft und zeigt auf der anderen Seite, dass Ratings ein nachlaufender Indikator sind. Auch das Beispiel Griechenlands, das wieder mal kurz vor der Pleite zu stehen scheint, passt in dieses Bild. Die Anleger scheinen sich mittlerweile kaum noch für die griechischen Probleme zu interessieren. Ganz offenbar wurden bei den wichtigsten Akteuren die Engagements in Griechenland bereits mehr oder weniger abgeschrieben bzw. zurückgefahren. Selbst Meldungen, wonach das Land am Wochenende Pleite sei, wenn die Verhandlungen mit den Gläubigern bis dahin nicht abgeschlossen sind, stellen keinen Schrecken mehr dar. Warum auch? Griechenland ist schon lange Pleite und jeder weiß das. In der am stärksten betroffenen Branche – der Finanzindustrie – wird der Blick inzwischen wieder nach vorne gerichtet. Commerzbank sendet Hoffnungssignal aus Einen wahren Freudensprung machte heute die Commerzbankaktie. Das Institut meldete, dass die Kernkapitalquote bis Juni auf elf Prozent steigen soll. Die Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro sei bis Jahresende bereits auf 2,3 Mrd. Euro gesunken. Bis Juni sollen nicht nur die noch fehlenden Mittel aufgetrieben werden, sondern das Kernkapital könnte sogar darüberhinaus gestärkt werden – und das ganz ohne Staatshilfe. Sollte der Commerzbank dieses Kunsstück wirklich gelingen, wäre dies eine satte Leistung. Dabei helfen soll auch die Entlohnung von Mitarbeitern, die neue Aktien anstelle ihres variablen Teil des Gehaltes bekommen sollen. Ganz ohne Risiken ist diese Rechnung des Commerzbank-Vorstands aber nicht, was auch die Europäische Bankenaufsicht skeptisch macht. Dennoch: Für die Commerzbank sehe ich nach langer Zeit wieder ein Licht am Ende des Tunnels. US-Banken legen Quartalszahlen vor Durch einen milliardenschweren Vergleich mit dem Anleiheversicherer MBIA ist Morgan Stanley im vierten Quartal 2011 in die Verlustzone gerutscht. Das Minus von 200 Mio. USD fällt allerdings geringer aus als erwartet. Die Aktie konnte daher dazugewinnen. Goldman Sachs konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorquartal deutlich steigern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es zwar einen Gewinneinbruch, der fiel jedoch auch geringer aus als befürchtet. Auch die GS-Aktie kann daher zulegen. Einen Gewinneinbruch von elf Prozent gab es im vierten Quartal bei der Citigroup. Die Ursachen sind beim Investmentbanking zu suchen, das schlechter lief als noch vor einem Jahr. Dennoch: Die Citigroup verdiente im vierten Quartal trotzdem 1,2 Mrd. USD. Die auf Privatkunden spezialisierte Wells Fargo konnte dagegen ein sattes Gewinnplus von 20 Prozent verbuchen. Das gelang auch dank geringerer Rücklagen für faule Kredite. Die Prognosen der Analysten wurden zudem leicht übertroffen. Damit lässt sich für die US-Banken konstatieren, dass das Umfeld zwar schwieriger geworden ist, jedoch immer noch gutes Geld verdient wird. Vor allem der am vergangenen Freitag gegebene positive Ausblick von JP Morgan machte Eindruck. DAX überwindet wichtigen Widerstand Mit dem Ausbruch über den wichtigen Widerstand bei 6.350 Punkten hat der DAX ein starkes chartechnisches Kaufsignal geliefert. Allerdings ist der Ausbruch charttechnisch noch nicht hundertprozentig bestätigt. Kurzfristig besteht nun Kurspotenzial bis 6.500 Punkte, mittelfristig ist ein Anstieg bis auf 7.000 Zähler möglich. Fazit: Der Kursanstieg beim DAX könnte nur das Vorgeplänkel für den Aufbruch in Richtung 7.000 Punkte sein. Voraussetzung für weitere Kursgewinne sind neue Impulse von den Unternehmen und keine erneute Verschärfung der Euro Schuldenkrise |