tulmin #49527 "..Dass in den letzten Jahren auf fallende Kurse spekuliert wurde, hat man nicht nur im Bundesanzeiger gesehen, sondern auch bei Brokern, wo solche Scheine in der Rubrik der meistgehandelten Derivate auftauchten. .." =================== Der Broker-Firlefanz sagt gar nichts aus über die LV-Quote. Wenn man die Fakten betrachtet, dann ist es nunmal so: beim BVB wurde zu Corona-Zeiten zwar etwas größer mit LV spekuliert, da mancher LV dachte es könnte durch irgendwelche Mutationen vielleicht nochmal zu erneuten Verschärfungen kommen die Fußballvereine finanziell noch mehr belasten würden und so eventuell nochmal KE ein Thema wäre. Seitdem aber Corona durch war, gab es doch kaum noch LV Meldungen, und wenn dann eher im Bagatell-Bereich.
Wer sich mal anschaut welche LV Positionen bei massig anderen deutschen Aktien der Alltag sind (=> https://shortsell.nl/universes/Duitsland ) und wie winzig beim BVB, der erkennt schnell wie belanglos das Thema beim BVB doch seit längerer Zeit ist. Oder kannst du im ganzen Jahr 2025 - und 8 Monate sind da schon rum - auch nur irgendeine Meldung im Bundesanzeiger sehen, daß hier eine LV Position erhöht wurde? Von daher mantraartig wiederholtes Geisterthema, um wohl eher von den eigentlichen Dingen abzulenken warum der Kurs da steht wo er ist. Oder davon abzulenken, daß man bei seinem Investment gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten/Aktien nicht so gut gelegen ist oder sich z.B. mit der Sommerpausen-Theorie geirrt hat. Dann reflexhaft lieber zur eigenen Entlastung ominöse Phantom-LV für alles verantwortlich machen, die Schuld sind, daß man - überspitzt gesagt - nicht längst bei 10€+x steht und nicht selber irgendeine Mitschuld trägt eine ungünstige Investmententscheidung vorgenommen zu haben. Wer vielleicht Schwierigkeiten hat eigene Fehler einzugestehen und gerne Märchen hört, der darf gerne weiter die Augen vor den relevanteren Gründen verschließen und in Selbsthypnose den LV Phantasien frönen.
Und wenn man vollkommen die Orientierung verloren hat bzw. empirische Realitäten grundsätzlich scheut, dann fängt man an sich an den gefährlichen Rockzipfel von Analysten zu hängen, die erwiesenermaßen eine unfähige Berufsgruppe darstellen und oftmals reine Kaufmaul-Analysen abgeben, da sie von dem Unternehmen bezahlt werden was die bewerten sollen. ( =>https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/...effer/1311278.html "....Treffsicherheit der Analysten unter die Lupe genommen und dabei 6700 Aktienempfehlungen von 32 Banken und Finanzinstituten aus eineinhalb Jahren untersucht. ....Das ernüchternde Ergebnis: Zwei von drei Analysten liegen völlig falsch, sogar in der grundsätzlichen Tendenz... Ein Privatanleger dürfe sich deshalb grundsätzlich nicht auf das Urteil eines Analysten verlassen ...Stutzig machen sollte einen Anleger auch die Dominanz von Kaufempfehlungen... Analysten tun sich vor allem mit klaren Verkaufempfehlungen sehr schwer... Oft unterhalte eine Bank geschäftliche Beziehungen zu dem bewerteten Unternehmen und sei daher in einem Interessenkonflikt. )
Wenn also jemand inflationär immer wieder mit LV und Analysten wedelt, gleichzeitig wichtigere Dinge negiert, dann braucht derjenige sich nicht wundern, wenn der Applaus dafür nicht gerade groß aufällt... zumindest bei denen die eben die Scheuklappen abgenommen haben.
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