BERLIN (dpa-AFX) - METRO (Profil) wird laut einer Medienumfrage im kommenden Herbst deutlich weniger Auszubildende einstellen als im Vorjahr. Statt 3.154 würden nur noch 2.500 Lehrlinge eine Ausbildung bei dem deutschen Handelskonzern beginnen, berichtet das "Handelsblatt" (Montag) unter Verweis auf eine hauseigene Umfrage unter den DAX-Unternehmen (Profil). Auch die Commerzbank(Profil) und die Deutsche Bank(Profil) sowie E.ON und adidas verringerten in diesem Jahr ihr Ausbildungsengagement.
Da die Mehrheit der DAX30-Unternehmen die Zahl der neuen Lehrlinge stabil halte oder sogar erhöht habe, könnten die deutschen Top-Konzerne ihr Versprechen an die Bundesregierung, die Ausbildung nicht zu reduzieren, insgesamt einhalten.
SAP VERSTÄRKT ENGAGEMENT
Deutlich verstärkt hätten ihr Ausbildungsengagement der Walldorfer Software-Konzern SAP (Profil) und der Versicherungskonzern Münchener Rück. Auch K+S(Profil), Linde, Fresenius, die Deutsche Post und die Allianz legten bei der Ausbildung laut der Zeitungsumfrage zu.
Sehr unterschiedlich seien die Übernahmequoten. Viele große Konzerne bildeten ganz bewusst über ihren eigenen Bedarf hinaus aus. So übernehme etwa RWE nur jeden dritten ausgelernten Azubi, bei der Deutschen Telekom seien es auch nur 45 Prozent. Eine große Gruppe der Dax30-Unternehmen übernehme jedoch zwischen 80 und 90 Prozent. Linde, MAN und Volkswagen sowie die Deutsche Lufthansa bildeten ausschließlich für den eigenen Bedarf aus und übernähmen so gut wie alle hauseigenen Auszubildenden./ck