Heute ist also der denkbar schlimmste aller Fälle eingetreten: Die Notenbank kann offensichtlich tun was sie will, eine Wirkungs erzielt sie schon gar nicht mehr.
Das einzige was aus meiner Sicht sinnvoll wäre, um dem weiteren Verfall entgegenzuwirken, wäre einzig ein klares Bekenntnis zur Offenheit des Marktes, zum Schutz der Anleger und zum Verzicht auf jegliche Gegensanktionen (die sowieso nichts bringen). Das müsste auf allerhöchster Ebene von mehreren Ministern und auch wahrscheinlich auch von Putin selbst getan werden, da der Markt auf die anderen wie Medwedew nur beschränkt hört.
Einen Auftritt Putins zu dieser Thematik wäre keineswegs eine Niederlage, sondern ein Signal der Stärke. Man würde zeigen, dass man sich den drängenden Fragestellungen stellt, ohne dabei seine Standpunkte in Sachen Ukraine zu verändern (wenn man aus welchen Gründen die Ukraine-Politik beibehalten muss). Auch innenpolitisch wäre ein solches Signal wichtig.
Allerdings denke ich, dass die Regierung nicht die Größe hat dies zu tun und aus falschem Stolz einen anderen - den falschen Weg - wählen wird.
Das wäre eine Variante mit der die Macht der Regierung erhalten werden könnte.
Die beste Variante für das Volk und auch für die Anleger, wäre ein echter Machtwechsel. Das wäre auch das einzig Richtige, denn wer den Karren derart gegen die Wand fährt, der hat sich in jedem Land der Welt für einen Rücktritt qualifiziert - ohne wenn und aber. Die Regierung hat durch ihre Aktionen alles vernichtet, was in den letzten 20 Jahren erarbeitet wurde. Das ist schon eine Kunst für sich. Sie hat nicht nur den Schaden für den russischen Bürger auf vielerlei Weise gemehrt, sie hat auch das Kapital der Anleger - also auch das Geld derjenigen, die hier investiert sind - vernichtet.
Leider wird sie sich noch einige Zeit an der Macht festkrallen, aber indem sie die falschen Maßnahmen forciert, wird sie ihren eigenen Untergang und bedauerlicherweise auch den der eigenen Bevölkerung nur noch befördern, statt ruhig abzutreten und anderen die Verantwortung zu übertragen.
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