Culture Club

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neuester Beitrag: 29.08.25 11:20
eröffnet am: 22.09.12 21:13 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 63323
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07.04.16 19:43
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14478 Postings, 4987 Tage Zanoni1Ja, ich fürchte es sieht fast so aus...

"gedruckt" ... aber nur elektronisch und zur internen Verechnung mit dem Wort zum Sonntag :)))

Viele Grüße und bis nachher

 

07.04.16 19:52
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2811 Postings, 3533 Tage Pimpernelle# 12086 und vorher Fillorkill


Scheinbar bin ich eine ältere Ausgabe und habe schon die von Lady benannten verschiedenen Wellen erlebt... Italiener vorwiegend in Bayern, Portugiesen in der Autoindustrie (z.B. Opel und Ford), Jugoslawen, Griechen, Türken - auch die zogen vorzugsweise dorthin in der alten Bundesrepublik, wo schon andere Landsleute lebten.

Willkommen waren sie als Arbeitnehmer - Gäste waren sie nie.

Und die alte Bundesrepublik hat sich den Millionsten "Gast" ja auch richtig was kosten lassen: ein Moped wenn mich die Erinnerung nicht trügt....

Verdient hatten vorher an und mit den Gastarbeitern nicht nur die Autohersteller, sondern auch die Bundesbahn miot jährlichen "Gastarbeiterzügen" in die Heimat der jeweiligen Nationaliäten...In irgendeinem Archiv gibts da noch Wochenschau-Aufnahmen und das schaurige Lied der Conny Froboess "Zwei kleine Italiener", das
aus jeder Jukebox plärrte....

Überrant? nein - so hab ich das nicht empfunden und empfinde es auch heute nicht so.  

07.04.16 20:03
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2811 Postings, 3533 Tage Pimpernelle.... und dass die Regierungen der letzten 40 Jahre


in ihrer Privatisierungswut den sozialen Wohnungsbau im wahrsten Wortsinne "unter
den Tisch fielen liessen", das zeigt sich heute genau wie vor 55 Jahren sehr deutlich, als die ersten "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen und in die freigewordenen Baracken der Kriegsflüchtlinge zogen.

Den Obdachlosen, und diejenigen Mieter, die von Obdachlosigkeit mangels eines ausreichenden Einkommens bedroht sind, fällt es schwer die Schuldigen an der richtigen Stelle auszumachen - nämlich bei unserer eigenen behördlichen Wohnungsplanung.

Und dass Deutschland auch ein Auswanderungsland war, wird gerne übersehen.  

07.04.16 20:28
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26893 Postings, 5820 Tage hokaiTracy Chapman Subcity

07.04.16 20:30
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2862 Postings, 4368 Tage Lady OHier ein Interview in aus einem populären

Blättchen:

Aufgrund einer "bm" - "ich versteh hier nix...."
Der Vorgang des "Gelddruckens" und die aktuellen Wechselwirkungen zwischen Staat / Staatsschulden und eventuell sogar einem "Streichen" dieser....

Ein Interview, das sehr leicht verständlich den Vorgang erklärt;
aus Sicht von Volkswirt Th. Mayer:

http://www.focus.de/finanzen/boerse/...r-geld-drucken_id_4434467.html

Ohne Fremdwörter, etc - nach dem Durchlesen müsste man dann doch einiges verstanden haben:

Auszug:

F: Sollte die EZB besser Staatsanleihen der Krisenländer oder Unternehmensanleihen kaufen?
Mayer: Unternehmensanleihen wären der bessere Weg, das hätte nicht den Beigeschmack der Staatsfinanzierung. Aber das Problem dabei: Es gibt schlichtweg zu wenig davon, um die Ziele der EZB zu erreichen - nämlich ihre Bilanz um etwa eine Billion Euro auszuweiten. Deswegen kommt die EZB um die Staatsanleihen nicht herum, wenn sie dieses Ziel erreichen will.  (...)

F: Was würden Sie EZB-Chef Mario Draghi sagen, wenn Sie ihm heute noch begegneten?
Mayer: Ich würde das sagen, was der irische Bauer einem Fremden antwortete, als dieser ihn nach dem Weg nach Dublin fragte. „Wenn ich Sie wäre, würde ich von hier aus erst gar nicht starten wollen.“  

07.04.16 20:39
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2862 Postings, 4368 Tage Lady ORone -

bye bye macadam

 

07.04.16 20:39
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2862 Postings, 4368 Tage Lady ORone - Gravity

07.04.16 20:40
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2862 Postings, 4368 Tage Lady ORone - Parade

07.04.16 20:41
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2862 Postings, 4368 Tage Lady ORone - Aya Ame

07.04.16 20:59
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74119 Postings, 6293 Tage Fillorkilles ist nicht formal

Nicht nur ein anderer Name oder Aggregatzustand für dasselbe Ding. Das Doppelwesen Geld / Kredit verstehst du bis heute nicht, wie man sieht. Eben deshalb erkennst du auch nicht den Pfiff am Kreditgeld, nämlich losgelöst von staatlicher oder gesellschaftlicher Kontrolle und jenseits überkommener Vorstellung von einer 'Deckung', wie sie die phantastische Erzählung vom Fractional Reserve Banking nahelegen will, ein krisenträchtiges Eigenleben zu führen.

Hier wird das Prinzip dieser von der Zentralbank emanzipierten Money Creation ganz brauchbar erklärt:

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07.04.16 21:23
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26893 Postings, 5820 Tage hokai..and than some stocks may forced out

by improperly secured bank loans

 

07.04.16 22:16
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74119 Postings, 6293 Tage FillorkillVolkswirt Th. Mayer

hat keine Erklärung dafür, weshalb das 'Money Printing' der Zentralbanken nicht das tut, was dessen Auftraggeber sich wünschen und wovor seinesgleichen immer warnen: Nämlich Inflation zu produzieren. Ist übrigens überhaupt ein Problem der Vulgärökonomie, irgendwie stichhaltige Erklärungen für das regelmässige Versagen ihrer Diagnosen und Prognosen zu finden. Macht aber nichts weiter, denn ihr Job besteht auch in etwas ganz anderem, nämlich darin, eine ideologisch geschlossene Erzählung von 'der Wirtschaft' abzuliefern, die ihren Subjekten die Lust aufs Mitmachen nicht vermiest.  
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07.04.16 22:24
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74119 Postings, 6293 Tage Fillorkillmetaethics

heute: fear the boom and the bust

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07.04.16 22:25
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74119 Postings, 6293 Tage Fillorkillmetaethics extra: round two


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07.04.16 22:28
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26893 Postings, 5820 Tage hokaiInflation / Deflation / Preisstabilität

alles Psychologie, bedingt den Glauben in Etwas, an Etwas oder eben nicht;  wer will denn was anderes glauben? Alternativlos wird zur Direktive.
Wie denn auch anders, wenn DIE ALTERNATIVE nur aus hirnlosen Popolisten besteht, automatische Soldidariesung mit den letzten Plattfuss-Demokraten und Wirtschaftsschwindlern.

Ne moralische Alternative mit substanzielen Rückenhalt tut sich leider nicht auf.  

07.04.16 22:37
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15230 Postings, 6168 Tage Karlchen_VDeflation ist, wenn niemand nen PC hat.

Denn bei Deflation - so die Theorie - halten sich die Leute mit Käufen zurück, weil alle erwarten, dass die Sachen billiger werden.  

07.04.16 22:47
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2862 Postings, 4368 Tage Lady ODas ist ja alles schön und gut -

jedoch: wie könnte eine Lösung aus dieser Misere lauten?

Währungsschnitt global? Wiedereinführung des Gold- Standards?

Wie sich gezeigt hat: Nein, Thomas Mayer zeigt hier keine Lösungswege auf...  

07.04.16 22:51
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2862 Postings, 4368 Tage Lady OLösungsansätze suchen viele

Regierungen, Zentralbanken und der Internationale Währungsfonds (IWF) ernten Lob für ihre entschlossene Bereitstellung von Geld- und Kreditsummen in bislang nie dagewesenen Grössenordnungen. Die Kritik an staatlichen Milliardenhilfen für Banken, deren Führungskader sich trotz Giga-Verlusten mit Millionen-Boni überschütten, sowie am Freikauf von Euro-Ländern, die seit Jahrzehnten eine ...
Hier ein Artikel aus 2010

http://www.roland-baader.de/gelddrucken/

....verschwenderische Haushaltspolitik betreiben, sei zwar berechtigt – so räumen die Experten ein; doch letztlich gehe es um die Vermeidung einer „Systemkrise“.


Es sei deshalb im Interesse aller Bürger und einer prosperierenden friedlichen Welt, das globale Weltfinanz- und Banken-System vor dem Zusammenbruch zu retten, sowie Euroland vor dem Zerfall.

Ist also „der Markt“, sind die Hasardeure in den Banken und Finanzkonzernen, die gierigen Spekulanten und Fonds-Bosse die bösen Brandstifter, die Politiker hingegen die guten Rettungsengel? Liegt die vernünftige Lösung also tatsächlich beim Staat? Wer das glaubt, hat das Wesen des Geldes und der Politik nicht verstanden."

Wenn ich in diesem Zusammenhang das Wort "Experten" höre, dann wird mir....  

07.04.16 22:54
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2862 Postings, 4368 Tage Lady OMises - ff.

"True, governments can reduce the rate of interest in the short run. They can issue additional paper money. They can open the way to credit expansion by the banks. They can thus create an artificial boom and the appearance of prosperity. But such a boom is bound to collapse soon or late and to bring about a depression."

- Ludwig von Mises, Omnipotent Government: The Rise of Total State and Total War, 1944


Das oben per Mises-Zitat beschriebene Spiel funktioniert einfach nicht mehr. Die Banken vergeben keine Kredite mehr, weil sie a) lieber auf Nummer Sicher gehen und b) auch die Nachfrage fehlt. Nach sechs Jahren "Krisenbekämpfung", Gelddrucken, Konjunkturpaketen und steigenden Steuern (bei sinkenden Reallöhnen, zumindest in Österreich) ist bei den meisten Menschen eben angekommen, dass die fetten Jahre der ungehemmten Inflation durch Kreditwachstum seit 2008 endgültig vorbei sind.  

07.04.16 22:57
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14478 Postings, 4987 Tage Zanoni1Oh je.... da habe ich ja wieder was losgetreten

...aber ich bekenne mich ja schuldig

Karlchen, die gängige Deflationstheorie, dass sich Leute mit Käufen zurückhielten halte ich für Unsinn. Kennst Du irgendjemanden, der sich bei Anschaffungen ernsthaft darüber Gedanken machte, ob das Produkt im nächsten Jahr nicht vielleicht 2% billiger wäre? Er müsste dann auch noch bereit sein, ein Jahr auf den Gebrauchswert zu verzichten, den er schon heute realisieren könnte um im nächsten Jahr wenn er mit seiner Einschätzung Recht behalten sollte 2%, was er nicht sicher wissen kann, zu sparen. Bei Investitionsgütern müsste er zudem bereit sein, noch ein Jahr lang auf die Rendite zu verzichten, die er damit schon heute erwirtschaften könnte um im nächsten jahr u.U.    .....
Nein, es müsste sich schon um eine galoppierende Deflation handeln, damit solch eine panische Zurückhaltung einsetzte.
Die Angst vor Deflation halte ich für nicht minder übertrieben als die vor der Inflation. In geringem Maß um und bei +-2% kann man mit beiden Szenarien m.E. wunderbar leben.

Warum man aber lieber 2% Inflation als Deflation sehen möchte hängt nicht mit der mutmasslichen Konsumentenhaltung sondern mit der Wirkung auf die relative Höhe von Verschuldung zusammen.  

07.04.16 23:00
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26893 Postings, 5820 Tage hokai#117 lady, es ist keine radikale Lösung notwendig

wir befinden uns Nur in einem Zyklos.

Aktuell in einem Zinsbewertungsstatus der das widerspiegelt was ist:

Zins ist eine Riskobelohnung für das Eingehen eines Investments.
Grundbedürfnisse sind - zumindest in der westlichen Welt - grösstenteils befriedigt; jedes neue Investment bedient nur ein erzeugtes Bedürfnis - keinen Bedarf.
Man kann es auch positiv sehen, die Herausforderung besteht heute Zutage mehr denn je in der Eigenkreativität.




 

07.04.16 23:11
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5444 Postings, 4597 Tage rosicosyHallo Kultur Klubber


Mein Vater ist gerade 80 geworden, war ein selbstständiger, hart arbeitender Unternehmer, Einzelkämpfer in kleinem Unternehmen mit meiner Mutter, und einigen existenziell anvertrauten Angestellten. Meine Oma ist erst vor kurzem gestorben, knapp vor ihrem 103. Geburtstag. Die war noch sehr präsent :-) Was ich sagen will: Theorien hin, Theorien her: Das Leben bahnt seine eigenen Wege und wir sind alle Reisende in unserem Leben, in eben dieser Zeit, ZUFÄLLIG an eben diesem Ort auf dieser WELT :-) ALLE basteln und wursteln sich durch. ALLE. Irgendwie :-)
Liebe Grüße und bis demnächst.

 

07.04.16 23:35
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42940 Postings, 8900 Tage Dr.UdoBroemmeAlso bei Computern war es mal so, dass sie ständig

billiger wurden, bzw. man für den gleichen Preis ein paar Monate später eine wesentlich leistungsfähgere Kiste erwerben konnte.

Da hat man schon wesentlich länger mit dem Kauf gewartet, als wenn es diese deflationäre Tendenz nicht gegeben hätte.

Alleine der Ärger, wenn man 6 Monate später ein paar hundert Euronen weniger für das gleiche Gerät hinlegen müsste. Da half es nur nach dem Kauf keine Prospekte mehr studieren...
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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)

07.04.16 23:36
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14478 Postings, 4987 Tage Zanoni1#119 Ja, bis dahin völlig richtig,

allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Faktoren, die Du bei a) und b) völlig richtiger Weise anführst, dauerhaft bestehen bleiben werden.

#117 Lösungen
Ich fürchte in manchen europäischen Ländern wird man um großzügige Schuldenschnitte, die faktisch nichts anderes bedeuten als geordnete Insolvenzen, nicht umhinkommen. Manche Länder können sich aufgrund ihre Haushaltslage weder aus ihrer Situation heraussparen, noch herausschulden.
Eigene unabhängige Währungen wären dabei für einige Staaten m.E. durchaus ein erheblicher Vorteil.  

07.04.16 23:50

14478 Postings, 4987 Tage Zanoni1Irgendwann war der Computer veraltet,

wenn es dann ein neuer sein sollte, hat man dann vielleicht nicht gekauft, wenn man wußte, dass in kurzer Zeit leistungsfähigere Komponenten in der pipeline waren, aber ein ganzes Jahr hätte man dann vielleicht nicht unbedingt gewartet, wenn der Bedarf nach einem neuen PC nunmal da war.

Genauso wie mit smartphones .. man kauft sich sicher kein neues wenn die nächste Generation in 2 Monaten auf den markt kommt, aber im nächsten Jahr?

Solche Spekulationen über eine etwaige künftige deflationäre Ersparnis stünden dem Vorteil des zeitnah realisierbaren  Gebrauchsnutzens zudem ab einer bestimmten Schwelle in einem prohibitiven Missverhältnis gegenüber.

Im Bereich Von Informatik und Unterhaltungselektronik hat man sich dabei doch über die Jahre mit einer mäßig deflationären Preisentwicklung ganz gut zurechtgefunden.  

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