K+S - Konkurrent sorgt für Druck [10:19, 02.12.08] Von Helmut Kipp Der pessimistische Ausblick des amerikanischen Konkurrenten Mosaic belastet heute die K+S-Aktie. Mit einem Minus von bis zu knapp acht Prozent zählt der Titel zu den größten Verlierern im DAX. Mosaic hatte über schwache Verkäufe im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 30. November endete, berichtet. Diese Tendenz werde sich im dritten Quartal fortsetzen. Das Management zog daraufhin seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr zurück. Die Aktie stürzte ab. Sie verlor gestern 16,3 Prozent und ging mit 25,40 Dollar aus dem Handel. Einen regelrechten Einbruch muss Mosaic beim Phosphatabsatz hinnehmen. Das Verkaufsvolumen schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um 800.000 Tonnen auf 1,3 Millionen Tonnen. Daher stellt das Management weitere Produktionskürzungen in Aussicht. Der Absatz von Kali ging von 1,9 auf 1,7 Millionen Tonnen zurück. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei lediglich 525 Dollar je Tonne. Der Konzern hatte jedoch mit 560 bis 620 Dollar je Tonne gerechnet. Das Management führt die Einbußen auf niedrigere Getreide- und Ölsaatenpreise, die späte Ernte in Nordamerika, verstopfte Vertriebskanäle sowie auf die Kreditkrise und die globale Rezession zurück. Diese Faktoren führen dazu, dass sich die Landwirte mit Düngemittel-Bestellungen zurückhalten. Zumal sie häufig über hohe Vorräte verfügen. Bis vor wenigen Quartalen waren Gewinne und Aktienkurse der Düngemittelhersteller förmlich explodiert. Der hohen Nachfrage stand ein knappes Angebot gegenüber, was die Preise enorm nach oben trieb. Nun läuft der Agrarboom aus. Angesichts der schwächeren Verkäufe besteht die Gefahr, dass die Preise ins Rutschen kommen. Das würde die Aktienkurse weiter belasten. Vor dem Hintergrund sollten Anleger die K+S-Aktie meiden. Seit dem Hoch vom Sommer hat das DAX-Papier rund zwei Drittel seines Werts verloren. Die jüngste Stabilisierung im Bereich von 30 bis 35 Euro könnte sich als wenig nachhaltig erweisen. |