Gutes Signal vom CFO, wenngleich er sich über sein Timing vielleicht etwas ärgert.
Ich habe knapp über Tagestief bei 11,10 eine zweite Tranche zugekauft. EK nunmehr ca. 11,90. Angesichts des heutigen Schlachtfestes dürften morgen weitere Insiderkäufe folgen.
Die Stopp Loss Welle nebst zweitweise nackter Panik hatte Anzeichen eines Selloff. Keine Ahnung, was für Zahlen und Aussichten der Markt erwartet hat.
Die negativen Äußerungen / Beschimpfungen einiger Foristen gegenüber dem Unternehmen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Aixtron ist ein WELTKLASSE Mittelstandsunternehmen! Ein klassischer hidden champion.
Dass einige frustgeplagte Foristen von der Kursentwicklung auf die Unternehmensqualität schließen ist m.E. ein Trugschluss! Schaut euch einfach mal die Charts anderer hochprofitabler Top-Mittelstandsunternehmen wie bspw. PVA Tepla, Teamviever, GFT Technologies oder Allgeier an.
Die sehen im Grunde alle gleich desaströs aus. Und ist das Chartbild erst einmal so versaut, lassen Algos und Charttrader die Kurse teilweise jahrelang nicht mehr nachhaltig über die SMA 200 steigen. Die Baisse nährt die Baisse.
Mit fundamental orientierter Bewertung hat das rein gar nichts mehr zu tun. Dass es nach schier endlosem Abwärtstrend dann auch mal ganz schnell gehen kann, sah man bei Compugroup. In kleinerem Ausmaß nach dem letzten Selloff Mitte Dezember auch bei Teamviewer.
Dort wiederum hat die lange Abwärtsphase für einen fast horizontalen Verlauf der SMA200 gesorgt, was Charttrader erneut motiviert, jeden kleinen Bullrun sofort wieder abzuverkaufen, bis der Kurs sich endlich wieder an den charttechnisch relevanten SMAs anlehnt.
Ist der Chart erst einmal ruiniert, sorgt die Logik der Charttrader dafür, dass die Rückkehr in einen stetigen Aufwärtstrend ohne einen extrem positiven und stetigen Newsflow beinahe unmöglich ist. Dieses teilweise abartige Hin- und Hergezocke in illiquiden deutschen Mittelstandsaktien macht einen bisweilen wahnsinnig. Da hilft bisweilen nur noch Wegschauen...
Solange die Anlagestory selbst intakt ist und das Management den Job ordentlich erledigt, kommt die Aktie irgendwann wieder hoch. Selbst jahrelang totgesagte Unternehmen wie ThyssenKrupp können urplötzlich zum Outperformer / Highflyer mutieren. Börse ist bisweilen einfach nur gaga.
Also ruhig bleiben und die Nerven nicht verlieren. Wer Verluste nicht aussitzen kann oder das Vertrauen in Aixtron verliert, muss halt raus. Spekulationsverluste gehören zur Aktienanlage.
Wer wie ich vom Unternehmen überzeugt ist und ohnehin eher langfristig investiert, sitzt diesen Sturm im Wasserglas einfach aus oder nutzt den Kursrückgang für selektive Zukäufe.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Kurs nicht dauerhaft auf diesem ausgebombten Niveau verharren wird und dass wir zumindest die 20 und 30 EUR-Marke wieder sehen werden.
Sofern die Weltwirtschaft weiter läuft und die Zinssenkungen der EZB ihre üblicherweise mit 3 bis 6 Monaten Zeitverzug eintretende Wirkung nicht verfehlen, sehe ich gute Chancen für eine deutliche Verbesserung des Marktumfelds, Momentums und Sentiments für Aixtron und den Rest der oben genannten deutschen Mittelstandsperlen im Laufe des Jahres 2025.
Idealerweise sehen wir mit Abschluss der Koalitionsverhandlungen und Start der neuen Bundesregierung bereits eine Frühjahrsbelebung in Deutschland. Die aggressiven Leitzinssenkungen der EZB sollten spätestens im Sommer / Herbst für eine deutliche Verbesserung des Investitionsklimas in Euroland sorgen. Die extrem zinssensitive, weil kapitalintensive deutsche Industrie sollte hiervon besonders stark profitieren. Insofern bin ich auch guter Dinge, dass die relativ pessimistischen Wachstumsprognosen der Wirtschaftsweisen sich im Laufe des Jahres als zu negativ erweisen werden.
Allen Investierten viel Erfolg und gute Nerven! |