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Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

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neuester Beitrag: 21.10.20 21:26
eröffnet am: 26.07.13 11:40 von: Scansoft Anzahl Beiträge: 25474
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26.07.13 11:40
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13754 Postings, 5537 Tage ScansoftHypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.
a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.  
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Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof
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25448 Postings ausgeblendet.

21.10.20 18:37

366 Postings, 2094 Tage Invest123Zahlen

Wow, das sind ja mal schlechte Zahlen. Die Story hier dürfte bis auf weiteres vorbei sein  

21.10.20 18:40

195 Postings, 1272 Tage aberbittemitsahneHypoport 2.0

Hallo zusammen,
das ist ja mal mehr als übertrieben mit 1000 Aktien fällt die Aktie unter die 500,00 €?

Hab mir die Woche schon gedacht dasaß im Busch ist ,die Aktie wollte nicht über die 560,00 €......

Klar man kann sich in diesem Jahr und allgemein nicht beschweren aber das ist schon eine Hausnummer.....  

21.10.20 18:42
1

721 Postings, 2388 Tage SchlauenHat ein bißchen gdauet

aber auch Hypoport bleibt nicht verschont. Das kommende Jahr wird noch ganz Grausam.  

21.10.20 18:43

804 Postings, 7436 Tage könig@Invest123

Wow, du hast ja richtig Ahnung    :))))))))))  

21.10.20 18:45

416 Postings, 2238 Tage wiknam...

Oh fuxx ja die Story ist vorbei. Over and out! Kursziel 0  

21.10.20 18:59
1

13754 Postings, 5537 Tage ScansoftLibuda, denke bitte

an deine Herztropfen!
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The vision to see, the courage to buy and the patience to hold

21.10.20 19:00

366 Postings, 2094 Tage Invest123Prognose 2020

Da muss eine Senkung kommen. Q4 müsste mindestens 115 Mio. Umsatz und 11 Mio. EBIT liefern um das untere Ende zu erreichen. Hält das wirklich irgendjemand für realistisch nach dem Q3?  

21.10.20 19:12

753 Postings, 4250 Tage FFrodxinWie versteht ihr das?

?Das geringere EBIT im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus dem strategisch beabsichtigten Wegfall von Projektgeschäft in den Segmenten Immobilienplattform und Versicherungsplattform.?

Warum verzichtet man auf Ebit?

 

21.10.20 19:13
1

695 Postings, 5298 Tage Drilledoppman sollte erstmal

die ausführliche Begründung für den Rückgang abwarten.   Aber klar ist ein hoch bewerteter Wachstumswert und wenn das Wachstum fehlt geht es steil nach unten.  

21.10.20 19:15
2

695 Postings, 5298 Tage Drilledoppist vielleicht auch etwas unglücklich

den Rückgang mit so einer kurzen Begründung zu kommunizieren.  

21.10.20 19:19

753 Postings, 4250 Tage FFrodxinGroßes Fragezeichen

Ich verstehe die Meldung nicht. Mehrfach gelesen und trotzdem wird das Fragezeichen eher größer.
 

21.10.20 19:25
2

880 Postings, 4788 Tage Don GeromeNur einmal ganz kurz erinnern :

Wie ist z.B. Amazon jahrelang ohne jeglichen Gewinn zu diesem jetzigen Reichtum gekommen ?

Entspannter-Hängematten-Gruss Don
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Das Leben ist eines der Schönsten ...

21.10.20 19:26

695 Postings, 5298 Tage Drilledoppich verstehe das so,

das man bestimmte Geschäftsbereiche aufgegeben hat und der Rückgang daraus resultiert.
Ich frage mich, ob es zu dem beabsichtigten Wegfall eine Meldung gab.  

21.10.20 19:36
4

804 Postings, 7436 Tage könig@FFrodxin

Wenn man Projektgeschäfte auf ein langfristiges Transaktionsmodell umstellen möchte, führt das kurzfristig immer erst mal zu Ertragseinbußen. Das geht auch gar nicht anders, wenn man alle Kunden in ein anderes Abrechnungssystem überführen (zwingen) möchte. Das erste Unternehmen, das das erfolgreich praktiziert hat , war meines Wissens nach Adobe. Am Anfang gabs erst viel Kritik, aber jetzt schaut euch mal den Chart an. Die Immodarlehenskunden laufen ja schon weitgehend auf Transaktionsmodell, bei Smart Insure ist das der Weg, der gerade mit der Versicherungskundschaft beschritten wird. Passt schon  

21.10.20 19:38
1

9078 Postings, 5402 Tage Hardstylister2Wurde dich schon im call zum Q2

Erklärt dass der Projektbereich runtergefahren wird zugunsten des langfristig attraktiveren aber kurzfristig weniger visiblen Vergütungs-Models.  

21.10.20 19:43

695 Postings, 5298 Tage Drilledoppalso gute

Nachkaufgelegenheit  

21.10.20 19:47

753 Postings, 4250 Tage FFrodxinAlles gut...

Warum schreiben die das nicht?  

21.10.20 19:58

2828 Postings, 2568 Tage Benz1Minus 80 Euros

je Aktie? Das ist einfach zu heftig....  

21.10.20 20:07
1

316 Postings, 2853 Tage CharlestonSelbst bei Wirecard

waren es am 1. Crashtag nur 70?. Aber das beruhigende ist, Benz, dass die Aktie später nur noch in Cent-Schritten fällt ;)  

21.10.20 20:09

3281 Postings, 1163 Tage CoshaDas Ebit

ist für mich nicht das Ding, siehe Kommentare zur Umstellung des Modells hin zu Transaktionsgebühren.
Bin jedoch vom schwachen Umsatz enttäuscht und angesichts der operativen Kennzahlen überrascht, da hätte meiner Erwartung nach ein deutlich stärkerer Umsatzanstieg bei rum kommen müßen.
Wird ein spannender CC ab 02. November.  

21.10.20 20:15

30 Postings, 1317 Tage Dr. QRuhe bewahren

Ich würde Ruhe bewahren. Und ich sage jetzt extra nicht "keine Panik auf der Titanic".
Was ist denn bis jetzt passiert? Wir sind auf das Niveau von vor ziemlich genau einem Monat zurückgefallen. Schocker!

In der Zeit wurde vielleicht auch ein weinig viel in den Hype reingekauft - gab ja einiges an positiven Stimmen - und das führt zu einer weniger gut informierten Aktionärsstruktur.

Wenn dann eine Adhoc mit negativem inhalt kommt, ist halt erstmal Rückzug angesagt. Vielleicht auch noch Anschlussverkäufe. Und dann eben wieder hoch. Bald is bestimmt wieder 'allet paletti'.  

21.10.20 20:17
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438 Postings, 4062 Tage urlauber26Also da

war in letzter Zeit wirklich etwas zu viel Luft drin in der Aktie, die ist nun erst mal raus. Könnte auch noch weiter fallen, aber für die meisten hier ist das ja im Grunde egal.

Formal muss man Hypoport loben, dass sie die Infos von der Vorstandssitzung, die sie als Insiderinformation nach Art. 17 MAR klassifizieren, Quartal für Quartal sofort veröffentlichen. Immer das gleiche Schema. Da gibt es ganz andere Firmen, die sowas nicht so vorbildlich machen.

Insiderinformation ist eine Info, die, wenn sie öffentlich bekannt würde, geeignet wäre, den Kurs erheblich zu beeinflussen.
Das hat sich hier mit -13% schon bewahrheitet.

Vor drei Monaten wurde für Q2 allerdings auch schon ein EBIT-Rückgang von -16% mitgeteilt und die Aktie ist nicht so abgeschmiert.
Im Gegensatz zu den früheren Meldungen wird nun der wesentliche Grund für das schlechtere EBIT mitgeteilt.

Was ist jetzt die böse Info?
Es könnte (1) die Tatsache des EBIT-Rückgangs von -20% in Q3 sein, es könnte (2) aber auch die indirekte Schlussfolgerung daraus sein, dass das ausgegebene Jahresziel von 35-40 Mio. EBIT dadurch nicht (mehr) erreichbar ist. Es könnte (3) auch die Meldung des strategischen beabsichtigten Wegfalls von Projektgeschäft sein, was ich aber nicht glaube, denn ein Strategiewechsel ist ein Strategiewechsel und ist daher wohl überlegt, sonst wäre es kein Strategiewechsel. Ich tippe auf (2). Dann ist die Schlussfolgerung, dass diese Meldung eine (verkappte) Gewinnwarnung ist.

Die Preisfrage ist also: was ist hier bei Hypoport eine Gewinnwarnung, dass 35 Mio. EBIT für 2020 nicht erreicht werden für einen selbst bzw. für den Markt wert?
Für mich selbst: nix, schmerzt natürlich im Depot, der Gewinn 2030 interessiert mich, aber nicht der von 2020, kurz: Hängematte.  
Für den Markt: hmm, nicht so leicht einzuschätzen, könnte noch tiefer gehen, erst recht im Zusammenhang mit langsam wiederkommender schlechter Stimmung an den Märkten (Corona, US-Wahl). Dann für 5-Jahresanleger ggf. gute Nachkaufgelegenheit.
 

21.10.20 20:21
1

2100 Postings, 1826 Tage unratgeber2017

Gab es einen ähnlichen Absturz im Oktober nach der Adhoc. Wer damals gemeint hat verkaufen zu müssen, hat sich im Nachhinein bestimmt mal geärgert. Mal schauen, wo wir in 3 Jahren stehen.

Allen Neueinsteigern ein freundliches "Welcome" auf dem Dampfer!  

21.10.20 20:48

89 Postings, 84 Tage moneymakerzzzZahlen

bin auch weniger vom EBIT als vom Wachstum enttäuscht. bei den multiplen zu denen Hypo traded sind 15% eigentlich schon zu wenig...bin auch auf den cc gespannt, was die Ursachen sind. Zahlen auf jeden Fall schwach, kann man auch mit der Hängematte nicht schön reden. Gut, dass ich hier vorher raus bin - und vlt. um die 450 wieder reinkomme :) Sentiment für die Aktie hat auf jeden Fall erstmal nen Knacks bekommen...  

21.10.20 21:26
1

13754 Postings, 5537 Tage ScansoftSo ein Mist und gerade

heute habe ich wegen Hypoport meinen Job gekündigt. Wollte jetzt auf Kurse starren hauptberuflich machen. Jetzt muss ich doch weitermachen :-). Der einzige Vorteil ist, dass wir jetzt die Aktion 500 wiederholen können.
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