Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 06.04.25 10:28
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 197962
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04.11.12 14:16
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20752 Postings, 7805 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage


Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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197936 Postings ausgeblendet.

04.04.25 22:07
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8298 Postings, 9201 Tage fwsDer eigene KI-Bot "Grok" behauptet,

... daß Elon Musk der vermutlich größte Verbreiter von Fakenews/Falschinformationen ist und dieses KI-Maschinchen, ist wohl etwas schwer unter seine Kontrolle zu bringen.

"Grok rebelliert
Aufstand der Maschine: Elon Musks Chatbot wendet sich gegen ihn
Aktualisiert am 04.04.2025,

Elon Musks KI-Firma xAI steht vor einer Herausforderung: Ihr Chatbot Grok widersetzt sich bisher allen Versuchen, ihn zu kontrollieren. Und widerspricht dem Tech-Milliardär beständig – sehr zu dessen Leidwesen. ..."

https://web.de/magazine/panorama/...lon-musks-chatbot-wendet-40838568

 

04.04.25 22:20

8298 Postings, 9201 Tage fwsDie USA unter Trump sollte man meiden!

Wegen eines schon vor knapp zehn Jahren eingestellten Cannabis-Vergehens, wird man von der Trump-Administration offensichtlich eingesperrt.

Diese zudem waffenstarrende US-Gesellschaft brauche ich nicht mal für den kleinsten Urlaub!

"Trotz Aufenthaltsgenehmigung
Deutscher seit vier Wochen in US-Gewahrsam - schwere Vorwürfe gegen Behörden

Aktualisiert am 04.04.2025, 

Ein Deutscher mit US-Aufenthaltsgenehmigung will in die Vereinigten Staaten einreisen - und sitzt seitdem in Abschiebehaft. Nun wandte er sich mit einer Botschaft an seine Unterstützer. ..."

https://web.de/magazine/panorama/...were-vorwuerfe-behoerden-40845084

 

04.04.25 22:52

11065 Postings, 7982 Tage SARASOTA22:01 Was für ein Blödsinn!

04.04.25 22:54
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8298 Postings, 9201 Tage fwsDie US-Zwischenwahlen 2026 sind mit ...

... einer satten Mehrheit für die Demokraten in beiden Häusern des Kongresses, die vermutlich letzte Chance für die USA, um noch Schlimmeres für die US-Demokratie durch die Trump-Autokratie zu verhindern. Nur dies würde dann nochmals die Möglichkeit bieten, Trump wegen völliger Missachtung der US-Verfassung seines Amtes zu entheben. Trump würde dann wohl nur ein böser Spuk als schlechtester Präsident in der US-Geschichte bleiben.

Bis dahin sind es allerdings noch gut 19 Monate und ob dann diese Zwischenwahlen noch unter fairen Bedingungen stattfinden werden, muß man angesichts der von den MAGA-Reps angestrebten Wahländerungen leider schon jetzt etwas bezweifeln.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/...twahlen_in_den_Vereinigten_Staaten


 

04.04.25 23:17
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8298 Postings, 9201 Tage fwsIn den jüngsten Umfragen zu Donald Trump

... steht er noch relativ gut da, auch wenn die Ablehnung für ihn größer geworden ist. Vermutlich muß es die durchschnittlichen US-Bürger erst noch weit schärfer im persönlichen Geldbeutel treffen, bevor sie seine wirtschafts- und demokratiefeindliche Politik ablehnen.

https://www.stern.de/politik/ausland/...er-seine-arbeit-35605294.html

Nächste Woche wird "Disapprove" (Nichtzustimmung) im Durchschnitt der Umfragen wahrscheinlich über 50% stehen und sich die Spanne ausweiten:

https://www.realclearpolling.com/polls/approval/...mp/approval-rating

 

04.04.25 23:49
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30777 Postings, 8736 Tage Tony Fordschon erstaunlich ...

wie sehr die Entwicklung dem in Russland gleicht.  

05.04.25 09:17
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23542 Postings, 6837 Tage Malko07Es sollte doch allen klar sein,

dass die explodierende Verschuldung der USA nicht ewiglich so weiter gehen kann. Ob man jetzt zu massiv durchgreift oder zum falschen Zeitpunkt, darüber kann man immer streiten. Nur gibt es kein Beispiel in der Geschichte in der die sachte Umstrukturierung wirklich funktioniert hat. Ist wie mit der Bürokratie. Wenn man die Bürokratie abbauen will und dazu weitere Bürokraten einstellt die dies bewerkstelligen sollen wird das kaum funktionieren außer dass sie wächst. Auch große Umstrukturierungen in Unternehmen gehen sehr oft mit großen Zerschlagungen einher. Denn wie will eine Unternehmen sich selbst sanieren das sich vorher selbst in den Abgrund geritten hat?

In den USA bestimmen erfolgreiche Unternehmer mit großer Erfahrung momentan mit. Man darf also annehmen dass sie es so wie oben sehen.

Zu den Aktienmärkten bleibt festzustellen mMn dass sie seit langer Zeit der realen Wirtschaft zu stark davon geeilt sind.  Ein Grund sehe ich in der Geldmengenausweitung der verflossenen Jahren. Jedwede Krise wurde mit Geldmengenausweitung zugeschüttet welche zu einer Inflation an den Börsen führte. Momentan scheint diese "Weisheit" auch bei uns angekommen zu sein. Probleme mit Geld zuschütten ist aber keine nachhaltige Problemlösung. Wenn die USA aber nicht mehr bereit sind dieses Spiel weiter zu spielen wird es stärkere deflationäre Momente geben und das ist nicht gut für die Börsen. Wie schon hier erwähnt wurde liegt der jetzige Absturz an der Börse nicht an akuten Problemen in der Wirtschaft oder im Finanzsystem. Letzteres könnte drohen wenn es zu einem sehr heftigen Crash kommt. Noch fällt das Messer.

Ob es sehr große und nachhaltige Effekte in der Wirtschaft haben wird, wird davon abhängen inwieweit jetzt alle gegen alle in den Handelskrieg ziehen werden.  Sollten die USA wieder wesentlich mehr selber herstellen reduziert das erheblich die Ungleichgewichte und reduziert die Gefahren im weltweiten Finanzsystem.

Ich kann mich irren, glaube aber nicht dass wir ein Ereignis sehen das demnächst verschwunden sein wird und alles im alten Trott weiter gehen wird bis es aus sich heraus fürchterlich kracht. Es wird mMn Veränderungen geben auch wenn sie nicht so riesig ausfallen werden wie die Initiatoren glauben.



 

05.04.25 09:32
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23542 Postings, 6837 Tage Malko07Die USA sind doch nicht die Freunde Russland

sondern wollen einen Deal zu der Atomrüstung und den Ukrainekrieg beenden. Zelensʹkyj scheint das begriffen zu haben, Putin jedoch noch nicht.
Krieg in der Ukraine: USA verlieren offenbar die Geduld mit Wladimir Putin - DER SPIEGEL
Donald Trump ist bisher ohne Erfolg bei seinen Bemühungen für eine Waffenruhe im Ukrainekrieg. Sein Außenminister hat jetzt betont, dass Washington sich nicht lange von Russland hinhalten lassen will.
 

05.04.25 10:15
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10268 Postings, 6789 Tage VermeerDer durchschnittliche Maga-Fan weiß wahrscheinlich

gar nicht, dass *er* diese Zölle bezahlt, über teurere Importe; viele glauben wohl, die anderen Länder zahlen das, "gegen" die (wie man so sagt) Zölle verhängt werden.  

05.04.25 10:47

23542 Postings, 6837 Tage Malko07#197947: Ja, Zölle wirken so wie Steuern.

Nicht Grundlos heißt der allgemeine Zoll bei uns Einfuhrumsatzsteuer.  Die Importwaren werden durch die Zölle teurer. So soll es angeblich momentan einen Run bezüglich Autokäufe in den USA geben. Und weil der Zoll die Preise erhöht, werden viele Verbraucher sich umorientieren. Dadurch wird der Importeur die Zölle nicht vollständig weitergeben können und Gewinne einbüßen. Es ist ja auch Sinn der Zölle dass der Verbraucher inländische Waren kaufen soll und so mehr Arbeitsplätze entstehen. Zölle sind eine Steuer auf ausländische Waren während Umsatzsteuer eine Steuer auf alle Waren ist. Beides erhöht die Preise für den Verbraucher aber bei Zöllen hat er oft die Möglichkeit auszuweichen.  

05.04.25 11:37
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7705 Postings, 2791 Tage CoshaBasis Szenario

von Goldman Sachs und auch das von JP Morgan habe ich eher kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Das liest sich immer gut und schlüssig, für mich bleibt es aber graue Theorie. Ich gehe davon aus, dass niemand zurzeit verläßlich sagen oder gar berechnen kann, welche Auswirkungen die Zollpolitik am Ende haben wird.

Und was den typischen MAGA Fan betrifft, mal ganz allgemein angemerkt: Liebe Europäer, es ist nicht so, dass alle anderen blöd sind auf der Welt, nur weil die anders ticken und handeln, als man selbst, auch wenn man das in einer unnachahmlichen Art zu glauben scheint.
Die Farmer und Landwirte in den USA bspw. sind eine starke Bastion für Trump und die wissen sehr genau, dass die Zölle zu höheren Preisen führen und sich nachteilig für sie auswirken, sie setzen aber darauf, dass sich Trump am Ende durchsetzen wird mit seiner Politik und neue Deals abgeschlossen werden. So lief es nach seiner ersten Wahl damals auch.

In Europa und Deutschland ganz besonders stark, hat man es sich zur Angewohnheit gemacht, den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt zu halten. Aus dieser Arroganz heraus entstehen allerhand Fehleinschätzungen. Statt immer wieder überrascht zu werden wie beim Brexit oder bei den US Wahlen, sollte man mal langsam zur Erkenntnis kommen, dass es wichtiger ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die eigenen vorhandenen Probleme und Missstände anzugehen, statt die Rolle des Besserwissers zu geben, der glaubt, dem Rest der Welt erklären zu können, wo es lang geht.
Trump ist ein gefährlicher Idiot, aber ähnlich wie das Corona Virus, ist er ein Ereignis, dass die eigenen Schwächen gnadenlos offenlegt, da gilt es anzusetzen, statt sich über die vermeintlichen Schwächen und Fehler Anderer zu mokieren.

 

05.04.25 13:38
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13363 Postings, 4422 Tage Canis Aureus'den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt

'den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt zu halten' - das machen doch gerade die USA indem sie dem Rest der Welt (ausser Russland natürlich) den Handelskrieg erklären!

Der Brexit, die wiederholte Wahl Trumps und der Zollkrieg basieren auf Lügen und Fake-News, die mit Unterstützung Russlands verbreitet wurden. So wie die Mehrheit der Briten vom Brexit entäuscht wurde, so werden auch die Trump-Wähler noch ihre schmerzliche Überraschung erleben...

 

05.04.25 13:56
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13363 Postings, 4422 Tage Canis AureusUS-Nobelpreisträger zerlegt Trumps Zölle

Trump behaupte, dass der Rest der Welt hohe Zölle auf US-Waren erhebe und er nun lediglich Gegenzölle erhebe, die sogar nur halb so hoch seien, wie die, die die USA zahlen müssten. Krugman weist auf Trumps Zoll-Tabelle hin. Darauf ist neben dem jeweiligen Land eine Spalte, die die neuen US-Zölle – und eine, die die vermeintlichen bereits bestehenden Zölle der Handelspartner ausweist, zu sehen. „Das ist völlig verrückt“, fasst Krugman die Daten zusammen.

US-Nobelpreisträger zerlegt Trumps Zoll-Tabelle: „Das ist völlig verrückt“

Er nimmt Trumps Zahlen für die EU als Beispiel. Hier prangt auf Trumps Liste die Zahl 39 Prozent. So hoch sollen demnach die Zölle sein, die die EU auf US-Waren erhebt. Krugman kann es nicht fassen, denn die EU erhebe, genau wie die USA, niedrige Zölle um die drei Prozent. „Woher kommt also diese Zahl von 39 Prozent?“, fragt Krugman. Der Top-Ökonom ist platt und meint: „Ich habe keine Ahnung.“ Der Wirtschaftsexperte macht sich aber auf Spurensuche.

Demnach hatten vorab viele spekuliert, dass Trump Mehrwertsteuern als Zölle betrachten würde. Dem widerspricht Krugman deutlich, da auch europäische Hersteller diese Steuer zahlen würden. Doch „selbst wenn man das falsch versteht“, führt er weiter aus, liege der Mehrwertsteuersatz in der EU im Durchschnitt bei 20 Prozent. So komme man „nicht einmal annähernd an 39 Prozent heran.“

 

05.04.25 17:19
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191 Postings, 778 Tage Dr. SpiegelbergKalifornien will Trumps Zollkrieg aushebeln

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat angekündigt, die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle umgehen zu wollen. „Kalifornien ist nicht Washington DC“, sagte Newsom in einer am Freitag (Ortszeit) auf Onlineplattformen veröffentlichen Videobotschaft. „Wir werden Trumps Zollkrieg nicht tatenlos zusehen“, fügte er hinzu.

Kalifornien ist mit 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA und erwirtschaftet 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.

Wenn Kalifornien ein eigener Staat wäre, wäre dieser die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hob Newsom hervor. „Donald Trumps Zölle repräsentieren nicht alle Amerikaner, vor allem nicht diejenigen, die ich hier in der fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, Kalifornien, repräsentiere“, sagte der Demokrat.

Kalifornien werde ein „langfristiger, verlässlicher Partner für die kommenden Generationen bleiben, egal welche Turbulenzen aus Washington kommen“, sagte Newsom. Seine Regierung werde die weltweiten Handelspartner des Bundesstaates „daran erinnern, dass Kalifornien ein verlässlicher Partner bleibt“. Wie er Trumps Zölle umgehen will, erläuterte Newsom allerdings nicht.

https://taz.de/Kaliforniens-Reaktion-auf-Zoelle/!6080868/

 

05.04.25 18:46
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30777 Postings, 8736 Tage Tony Forddie explodierende Verschuldung ...

ist letztendlich die Grundlage des hohen realen Wachstums und der dementsprechend auch höheren Bewertung des Aktienmarktes. Deshalb ist die Aussage, dass der Aktienmarkt der Realwirtschaft davongelaufen wäre, falsch.

Am Aktienmarkt werden Unternehmen mit einem höheren Wachstum nunmal auch höher bewertet.

Ohne dieses hohe Handelsdefizit wäre das nicht möglich gewesen, denn mit dem Handelsdefizit haben sich die USA mehr Werte ins Land geholt als sie selbst produziert haben oder konnten.

In Dtl. sind wir den umgedrehten Weg gegangen, wie habe deutlich mehr produziert, haben Werte geschaffen, doch den Großteil dieser Werte in die USA abgegeben. Deshalb konnte Dtl. auch nicht so dynamisch wachsen und damit Kapital anziehen.

D.h. die Magie des Erfolges der USA beruht nunmal auf die Dollarschwemme und dem hohen Handelsdefizit, die es erst ermöglichte, einen Wertzuwachs über der eigenen Leistungsfähigkeit erreichen zu können.

Dass dieses Spiel Grenzen erreicht und nicht endlos auf diesem Niveau weitergespielt werden kann, dem stimme ich zu, doch zu glauben, man könnte das Handelsdefizit auf nahezu Null reduzieren, ohne dass es zu einem massiven Wohlstandsverlust und vor allem auch Wertverlust führen würde, halte ich für naiv und wird sich als fatale Fehleinschätzung zeigen.

Denn wenn das Handelsdefizit schwindet, kann man noch so sehr die eigene Produktion hochfahren, man wird nunmal nicht mehr als 100% produzieren können, damit die früheren Niveaus nicht ansatzweise mehr erreichen können. Man wird dadurch auch die hohe Ergebnisdynamik nicht mehr halten können, womit die höheren Bewertungen nicht mehr haltbar sein werden, so dass der Aktienmarkt allein durch diese Veränderung eine ganze Menge Luft nach Unten hat.

Hinzu kommt, dass der US-Konsument von den niedrigen Preisen importierter Waren lebt.
Wird nun Produktion von Billiglohnländern wie Vietnam wieder in die USA verlegt, dann werden sich die Preise für viele Dinge des alltäglichen Lebens Verdoppeln, gleichzeitig wird der US-Konsument aber deswegen nicht mehr Geld verdienen. D.h. Unternehmen wie Nike, die werden nicht nur mit hohen Investitionskosten konfrontiert sein, sondern ebenso mit rückläufigen Verkaufszahlen, weil der US-Konsument angesichts der höheren Preise dann eben die Schuhe oder das T-Shirt länger trägt, verstärkt Alternativen wie Second Hand nutzt, usw.
All das drückt die Perspektiven der US-Unternehmen.

D.h. ein deutlicher Wohlstandsverlust in den USA wird unter diesen Rahmenbedingungen unvermeidbar und vor allem sehr schmerzhaft sein.

Einen solchen Schritt zu gehen, ohne dass eine unmittelbare Notwendigkeit dazu besteht, ist einfach nur selten dämlich. Denn man kann dieses Spiel mit dem Handelsdefizit gut und gerne auch noch weitere 10 oder 20 Jahre spielen und es langfristig schrittweise gesenkt. Gleiches gilt auch für den Abbau des Staatsapparats. Man hätte kompetente Fachleute mit der Restrukturierung des Staates beauftragen können, so wie es auch Unternehmen in der Wirtschaft tun. Man hätte Ineffizienzen aufgedeckt und mit klugem Kopf den Staat smarter gemacht. Doch einfach Abteilungen zu schließen, ohne überhaupt einen Einblick in deren Arbeit zu nehmen, oftmals ohne zu wissen, was die überhaupt machen, wie will man dann eine kluge Entscheidung treffen? D.h. Entscheidungen werden eben nicht fachlich und pragmatisch, sondern rein ideologisch getroffen und sowas wird zu keinem guten Ergebnis führen.
 

05.04.25 19:16
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30777 Postings, 8736 Tage Tony FordBasis-Szenario ...

Das Basis-Szenario dient so wie andere Szenarien als Orientierung, resultierend aus den Erfahrungen vergangener Jahre, Statistiken, Wahrscheinlichkeiten, etc.
Wahrscheinlich wird man mittlerweile auch KI einsetzen, um solch Szenarien zu berechnen.

Dieses Basis-Szenario ist auch nicht in Stein gemeißelt, sondern ändert sich mit den sich verändernden Rahmenbedingungen. Das Basis-Szenario kann in ein paar Monaten auch wieder höher oder tiefer liegen.

Aber gerade weil die Folgen so schwierig abzuschätzen sind, wird immer weiter abverkauft, weil es für einen Aktienmarkt kaum etwas Unangenehmeres gibt als unbekannte Risiken. Das schreit förmlich danach, aus Aktien in andere Assets umzuschichten, solange, bis das Risiko abschätzbar wird.

Ich jedenfalls halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass die höchsten Zölle seit mehr 90 Jahren, welche sehr weit über dem Niveau vergangener Jahrzehnte liegen, nur einen moderaten Effekt auf die Unternehmensergebnisse haben werden. Wenn diese Zölle so bleiben wie sie sind, wird es zu einem deutlichen Gewinnrückgang führen. Denn wenn die Kosten um 20% steigen, das erwartete Gewinnwachstum bei 11% erwartet wurde, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass von den 11% Wachstum noch etwas übrig sein wird.  

05.04.25 21:18
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72873 Postings, 6147 Tage Fillorkill'die explodierende Verschuldung'

Alle in der Wirklichkeit massgeblichen Kausalketten hieb & stichfest dargestellt. Ein sehr gutes Post, Tony, dem ich nichts mehr hinzufügen kann (#953)
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it's the culture, stupid

05.04.25 21:33
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72873 Postings, 6147 Tage FillorkillCome Join Us

'Ex-Außenminister Gabriel regt an, Kanada in die EU aufzunehmen'

Da hat es einer schon im Urin. Die verbleibenden Demokratien werden einen gemeinsamen, nach innen autarken und waffenstarrenden Block bilden müssen, wenn sie in der aufziehenden multipolaren Barbarei überleben wollen. Die Imperialistenknechte wie Ungarn oder die Slowakei müssen natürlich vorher gehen, während Kanada, Australien, Kalifornien usw an Bord gehen. EU muss man das dann aber nicht mehr nennen.

https://youtu.be/WwK9nU6gVQQ?si=wgPejGFMe6lxVUg-

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it's the culture, stupid

06.04.25 09:15
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72873 Postings, 6147 Tage FillorkillDumb kauft 'günstig' nach

Die Stimmung passt nicht oder noch nicht ansatzweise zum Crashszenario. Greed übersteigt bislang Fear was eine Umkehrformation ausschliesst. Crash ist ja erst dann, wenn zittrige Hände fluchtartig den Börsensaal verlassen und starke Hände am Seitenausgang trotzdem noch abwartend stillhalten.  Die Sentimentaufnahme deutet im CRV die Chance eine minimalen Erholung gegenüber dem Risiko weiterer, im saldo wesentlich dramatischerer Verluste an. Eine Erholung bietet demnach die Chance, nochmal günstig an Short-Instrumente zu gelangen.  
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06.04.25 10:07
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30777 Postings, 8736 Tage Tony Forddazu passt ...

auch der rekordverdächtige Zukauf von Privatanlegern ( Kleinanlegern ) am Donnerstag, welche prompt mit einem weiteren drastischen Abverkauf am Freitag beantwortet wurde. Zudem haben wir auf dem Tages- & Wochentief geschlossen, was eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des Abwärtstrends signalisiert.

D.h. inst. Investoren müssen in diese Rekordzukäufe privater Investoren hinein ihre Pos. abgestoßen haben, womit der Kleinanleger einmal mehr die Gewinne der Profis zahlen wird.

Es erinnert mich an den Verlauf der Internetblase 2000, in der in der Endphase größere Rücksetzer ebenfalls durch Privatanleger zum Zukauf genutzt wurden, während die Profis ihre Pos. reduzierten.

Deshalb sehe ich das auch so, dass wir den Boden noch nicht bzw. allenfalls kurzzeitig, erreicht haben und wir weitere Abverkäufe sehen werden.

Erst wenn der Privatanleger/Kleinanleger das Handtuch wirft, wird der Boden erreicht sein.

Ich vermute, dass wir in der kommenden Woche eine kleine Bounce sehen könnten, welche aber zeitnah wieder abverkauft werden wird und sich weitere Verkaufswellen anschließen werden. Ich denke bis 4500-4700 Punkte im S&P500 dürfte es noch nach unten laufen. D.h. nochmal knapp 10% abwärts.
Dort verläuft in etwa der langjährige Aufwärtstrend, welcher seit 2009 besteht, sowie der 50er gleitende Durchschnitt im Monatschart. Der Trendindikator droht erstmals seit 2016 wieder in den negativen Bereich zu driften.

Insgesamt hätten wir mit Erreichen der 4500-4700 Punkte lediglich das Niveau von Anfang 2024 erreicht, was zeigt, dass ein solches Niveau keinesfalls übertrieben wäre, zumal wir Anfang 2024 in einem Umfeld sinkender Energiepreise, sinkender Inflation, besserer Perspektiven standen, während wie Heute vor steigenden Kosten, steigender Inflation und sich verschlechternden Perspektiven stehen, dessen Endpunkt zeitlich wie ergebnistechnisch nicht absehbar ist.

Sollten die 4500 Punkte nachhaltig fallen, dann wäre der langjährige Aufwärtstrend gebrochen, der Trendindikator definitiv im negativen Bereich, dann hätten wir den langjährigen Bullenmarkt beendet und würden in einen übergeordneten Bärenmarkt eintretten, welcher sich über Jahre hinziehen könnte, wie einst der Bärenmarkt nach der Internetblase im Jahre 2000.

Um es zu verdeutlichen, habe ich eine Chartgrafik erstellt und angefügt.  
Angehängte Grafik:
spx_20250406.jpg (verkleinert auf 18%) vergrößern
spx_20250406.jpg

06.04.25 10:10

72873 Postings, 6147 Tage Fillorkill'die eigenen Schwächen gnadenlos offenlegt'

'Trump ist ein gefährlicher Idiot, aber ähnlich wie das Corona Virus, ist er ein Ereignis, dass die eigenen Schwächen gnadenlos offenlegt, da gilt es anzusetzen, statt sich über die vermeintlichen Schwächen und Fehler Anderer zu mokieren'

Das ist die Botschaft, die Libertäre ihrem ehemaligen Hoffnungsträger noch abgewinnen, nachdem der sich und sein Maga-Volk nun tatsächlich in eine nur noch religiös interpretierbare Dystopie verabschiedet hat. In der Wirklichkeit verhält es sich allerdings genau umgekehrt als oben beschreiben. Das Trumpregime ist ein Ereignis, dass die ungelösten Widersprüche der amerikanischen Weise Kapitalismus zu machen gnadenlos offenlegt. Es beschreibt deren finale Zuspitzung, der man nur noch barbarisch, sprich durch Komplett-Abriss, beizukommen können glaubt.

In der Gegenstrategie käme es nun darauf an, sich eben diesen Schuh nicht auch noch selbst anzuziehen, sondern auf die eigenen Stärken - die praktisch verfügbaren und die theoretisch erreichbaren - zu fokussieren.  Mit den dystopischen Maga-USA als abschreckendes Beispiel vor Augen sollte es gelingen, den Kapitalismus so zu reformieren und zu transformieren, dass dessen Widersprüche in einer zivilen Verlaufsform gehalten werden können. Den Staat in seiner Funktion als allgemeinen Garanten wie als antizyklischen Agenten privater Märkte wieder anzuerkennen ist dafür Grundbedingung. Da gilt es anzusetzen !
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06.04.25 10:28

512 Postings, 518 Tage xiviKanada in die EU

Das ist mAn eine seltsame Ansicht. Die einen muss man rausschmeissen und dann andere nach eigenem Gutdünken für gut genug halten. (Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen?)
Kanada in die EU aufnehmen? Weshalb nicht auch Ägypten, Algerien usw.? Die wären sogar etwas näher, geografisch.
Dann waffenstarrend? Für den 3. Weltkrieg gegen die USA, Russland, Türkei, China usw...?

Doch bei einer Wirtschaftskrise würden sich in einigen Ländern der EU Ansichten zu zB. Flüchtlingspolitik und anderen Themen allgemein verschieben und ev. nationalistischer ausgerichtete Parteien begünstigen, da diese das schon immer in ihrem Programm hatten und allgemein sich auch kritisch gegenüber der gegenwärtigen Politik der EU positionierten, ist anzunehmen. Dann muss man die auch ausschliessen? Weil sie zu wenig demokratisch sind, bzw. keine Brandmauern errichten oder Parteien verbieten, welche sich kritisch zur Politik der EU äussern?

Die EU müsste mAn mit dem leben was sie gegenwärtig ist, nicht was sie alles sein könnte in Zukunft. Ein Paradies der Demokratie und Gerechtigkeit, ständig expandierend aber auch implodierend.

Die gegenwärtige Situation wird jedoch sicher die Verhandlungen der Schweiz über die neuen Rahmenabkommen mit der EU stark begünstigen, man wird sich wohl einigen in absehbarer Zeit, ist anzunehmen.




 

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