Teslas Full Self Driving (FSD) basiert auf Sicht. Es hat keine anderen Sensoren. Das heißt, es analysiert Änderungen zwischen Videobildern, um die Entfernung oder Geschwindigkeit eines anderen Autos zu bestimmen. Der Fahrwinkel des anderen Fahrzeugs im Verhältnis zur Kamera spielt jedoch bei Teslas Ansatz eine große Rolle.
Wenn sich beispielsweise ein Auto senkrecht vor Ihnen bewegt, also von links nach rechts oder von rechts nach links, werden weniger Einzelbilder benötigt. Das liegt daran, dass es von einem Einzelbild zum nächsten große Unterschiede gibt.
Stellen Sie sich nun vor, Sie sind auf der Autobahn und ein Auto nähert sich mit hoher Geschwindigkeit von hinten. Dafür wären mehr Videobilder nötig, da es zwischen den Bildern kaum Unterschiede gibt. Ähnlich verhält es sich, wenn ein vor Ihnen fahrendes Fahrzeug direkt auf Sie zukommt. Auch dieses lässt sich aufgrund der kleinen Unterschiede zwischen den Bildern nur schwer messen.
In dieser Situation benötigt FSD möglicherweise zwei Sekunden Videobilder. Selbst wenn der Computer superschnell ist und die Verarbeitung sofort erfolgt, verlangsamt das Warten auf genügend Videobilder den Bildverarbeitungsansatz von Natur aus.
Das Drive Pilot-System von Mercedes verwendet Front- und Heckradar, um einen Spurwechsel auf der Autobahn zu vermeiden, wenn sich ein anderes Auto mit 200 km/h nähert. Waymo verwendet ein 360-Grad-Radar. Übersetzt von Google |