80 Mio ? Deine Recherche in allen Ehren. Aber deine Argumentation beruht genausowenig auf konkreten Zahlen wie die meinige. Darüberhinaus ist deine Interpretation der Formulierungen von "..hohen Kaufpreisangeboten.." , "..über den Erwartungen..", "50 - 80%-ige Gläubigerquote = Kaufpreis" und " ..viel mehr Wert.." sowie deren teilweise inhaltliche Gleichsetzung in keinster Weise nachvollziehbar und zutreffend. Die Formulierung "hohe Kaufpreisangebote" sagt eigentlich genaugenommen überhaupt nichts aus über die tatsächliche konkrete Höhe in Euro. Sie stellt, wenn, dann nur eine Sichtweise von einer Ebene aus dar, deren Bezug aber nicht genannt wird. (hoch im Vergleich zu was ?). Die Formulierung "..über den Erwartungen.." ist ebenso eine relative Angabe. Auch hier fehlt die Bezugsgröße. (Wie hoch waren die tatsächlichen Erwartungen in Euro ?). "Wieso soll Kübler denn unter Preis verkaufen?" - Wo steht dass Kübler unter Preis verkauft ? Noch einmal: In der Gläubigerversammlung wird u.a. nach einer Diskusiossion über die Quote abgestimmt (30% ..50% ..80% ..) welche bei einem Verkauf mindestens erreicht werden soll um die aufgelaufenen Ansprüche (Schulden) aller Gläubiger zu erfüllen. Als grober Richtwert und Diskussionsgrundlage dient eine vorher in Auftrag gegebene Unternehmensbewertung. Der nachfolgend kalkulierte Mindestverkaufspreis von IV Dr. Bruno M.Kübler ergibt sich nun (vereinfacht dargestellt) aus der Höhe aller Schulden multpliziert mit der Gläubigerquote zuzüglich der Insolvenzverfahrenskosten zuzüglich des IV-Honorars. Dieser Wert sollte, für einen zeitlich absehbaren, erfolgreichen Verkauf, für einen Investor aber auch attraktiv genug sein, damit er in "seinem Amortisationszeitraum (max.10-15Jahre)" hineinpasst. Ist dies nicht der Fall, wird sein Gebot entsprechend niedriger ausfallen. Küblers Interesse an einem möglichst hohen Verkaufspreis beruht auf zwei Gründen: 1. Die Erfüllung der Gläubigeransprüche, und 2. die Erzielung eines hohen Honorars für seine Bemühungen. Letzteres ist ähnlich wie bei Rechtsanwälten in einer "Honorartabelle" staffelartig an den Nettoverkaufspreis (= Gläubigerquote x Gesamthöhe der Schulden) gebunden. Andererseits hilft es dem IV wenig, wenn der Preis zu hoch angesetzt wird, und der Verkauf überdurchschnittlich lange dauert. Dies erhöht seinen Aufwand und schmälert auf Dauer seine "Effizienz". Die Tatsache das nun nach 3 Jahren (der statistische Durchschnitt liegt bei ca. 18 Monaten für 90% aller U.-verkäufe) immer noch kein Käufer gefunden wurde deutet nun aber offensichtlich daraufhin, dass der geforderte Kaufpreis (= Gläubigerquote x Gesamthöhe der Schulden + ..+ ..) eindeutig zu hoch ist. Oder / und die Profitabillität für einen Investor zu niedrig ist. Woher nimmst du die Gewissheit zu sagen "Die Gläubigerquote wird zu 100 % bedient!" ? Bist du einer der Gläubiger ? Kann eigentlich nicht sein. Denn dann wüsstest du nämlich genau wie hoch die Summe aller Schulden ist. Die Antwort auf die Frage; " ..woher sollen denn die Megaschulden kommen?" kannst du selbst aus dem letzten GB von 2007 erkennen. Oder siehe mein Beitrag # 8577 "Warum Sollte Kübler den laden für 80 Mio anbieten, wenn der viel mehr Wert ist?" - Woher weist du dass Küblers Mindestpreis 80 Mio € ist ? Wie kommst du darauf dass der tatsächliche Wert der TAE noch höher liegt ? Für mich steht nur eines fest. Die Aktionäre der Thielert AG stehen hier am Ende der Schlange. Sie werden höchstwahrscheinlich leer ausgehen. Und nach dem Verkauf der TAE sind sie Miteigentümer einer leeren Mantel-AG. Ohne Vermögen, ohne Geschäftsmodell, ohne Personal. |