Verstehen kann ich Dich nicht. Deine Posting über den Bärenthread sind allesamt so völlig neben der Realität, daß mir dazu nur folgendes einfällt:
Die völlig korrekt dargestellten Mißstände der "Bären" haben erstmal gar nichts mit der Börse zu tun, sondern stützen sich auf gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Wenn man einen 60 % Anstieg in Verbindung mit der Realwirtschaft bringt, der gesamte Anstieg aber bezahlt wurde durch billiges Notenbankgeld, dann ist es abwegig angesichts hoher Arbeitslosenrate, immer höherer Verschuldung und immer mehr Insolvenzen von einer sich erholenden Gesamtwirtschaft auszugen. Hier zu differenzieren sollte oberstes Gebot sein.
Du unterstellst weiterhin, daß jeder der dort postet Dauershort ist, es mag sein das dies in Deinem Kopf so stattfindet, aber aus den Postings kann man das nicht entnehmen.
Wenn Du die gelisteten Unternehmen aufführst, bekommst Du nur ein sehr kleines Abbild der Gesamtwirtschaft sowie der realen Welt, am Ende aber kommt ein Aufschwung nicht von den gelisteten Unternehmen, sondern wird von einem breiten Mittelstand getragen. Dünne ich den Mittelstand aus, dünne ich einen Großteil der Konsumenten aus, was dann dazu führt, daß sich auf einige Produkte konzentriert wird, siehe Apple, oder das zu Billigpreisen eingekauft wird. Pushe ich seitens des Staates noch den Konsum, erfüllt sich kurzfristig eine Erholung, mittelfristig gewinne ich nichts, weil keine Zukunftsinvestitionen getätigt wurden, auf denen ein neuer Aufschwung begründet wäre.
Ich schreibe es hier auch noch mal, wie kann man so verblendet sein und denken, daß der Privatanleger den Markt beeinflußt in einer Situation, wo Banken Milliarden an Krediten aufgenommen haben und diese in den Assets angelegt haben? Das geht sowas von unter und führt maximal zu kleinen Spikes, die entsprechend von Großanlegern gekauft oder verkauft werden.
Börse lebt von unterschiedlichen Meinungen, wenn jemand positiv ist in diesem Umfeld sei ihm das unbenommen, Argumente habe ich nicht gelesen, nur die typischen Aussagen : Konjunktur springt an.
Solche Aussagen in sich sind aufgrund der vorliegenden Zahlen nicht schlüssig. Sie sind Wunschdenken und mehr nicht. Man kann ein BIP hochrechnen, man kann es pushen mit Konjunkturprogrammen, man kann sogar über einen niedrigen USD Firmengewinne steigern, all das bringt keinen weltweiten Aufschwung.
Solange noch Vertrauen für das Geldsystem vorhanden ist, kann man auch Billionen Schulden weltweit aufnehmen, die Rückzahlungen sind kaum möglich, bei steigenden Zinsen führen die Schulden zu Staatsbankrotten / und / oder zu Steuererhöhungen, was die Konjunktur eher belastet.
Die günstigste Form der Entschuldung, eine Inflation in Höhe von 2 bis 4 % kann angesichts der Überkapazitäten nicht stattfinden, also findet eine Deflation statt, was die Staaten in noch größere Bedrängniss bringt, weil die Konsumenten ihr Geld zusammenhalten.
Alles gemeinsam kann man nicht mit zwei Sätzen abhandeln, oder weil man anderer Meinung ist, eine Gruppe von Leuten die sich Mühe geben dies zu beleuchten, herabwürdigen. Das empfinde ich als eher kindisch, wenn es aus persönlichen Gründen herrührt.
Wenn Du nun meinst das Ganze eine finanzwissenschaftliche Beobachtung zu nennen, Dein gutes Recht, aber es ist Unsinn.
Bisher habe ich Dich echt ganz gern gelesen und fand auch die Diskussionen interessant. Mit den Äusserungen der letzten Zeit, den ständigen Seitenhieben, Unterstellungen und Angriffen gegen Andersdenkende, disqualifizierst Du Dich selbst und erscheinst wie jemand, der seine eigene Meinung über alles andere stellt und sich selbst mit. Wenn dem so nicht ist, dann stell doch einfach Deine Sicht der Dinge dar und gut ist. Reicht völlig aus. Wozu dieses Lagerdenken? Wozu dieses Gut und Böse, Schwarz und Weiß?
Ich belasse es dabei, sei aber so nett und betrachte die Zeilen nicht als Angriff oder böswillig, Du solltest aber daran denken, daß hinter jedem Nick ein Mensch steckt, den Du gar nicht einordnen kannst, dessen realen Handel Du nicht kennst und wo alles was Du über jemanden denkst erstmal nur ein rein subjektiver Eindruck sein kann. |