Von den über acht Billionen Dollar, die Washington bislang zur Stützung des Finanzsystems angekündigt hat, sind 1,4 Bill. tatsächlich ausgegeben worden. Gegen diese 13-stellige Zahl (1 400 000 000 000) sehen frühere Hilfspakete wie Anweisungen aus der Portokasse aus: Die Sparkassenkrise in den 80er-Jahren kostete den US-Steuerzahler inflationsbereinigt "nur" 256 Mrd. Dollar. Der Marshall-Plan für das nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörte Westeuropa fiel aus heutiger Sicht mit 115 Mrd. Dollar geradezu niedlich aus.
Die Analogien hinken jedoch an einem wesentlichen Punkt. Derzeit leiht die US-Regierung einen Großteil der Beträge nur aus oder verbürgt sich damit für drohende Verluste des Finanzsektors. Keiner vermag realistisch einzuschätzen, was die Krise den Steuerzahler am Ende kosten wird. ... |