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Tesla - Autos, Laster, Speicher und Solardächer

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neuester Beitrag: 20.10.19 00:54
eröffnet am: 07.09.17 11:26 von: SchöneZukun. Anzahl Beiträge: 26214
neuester Beitrag: 20.10.19 00:54 von: ubsb55 Leser gesamt: 2381654
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bewertet mit 27 Sternen

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07.09.17 11:26
27

8638 Postings, 1181 Tage SchöneZukunftTesla - Autos, Laster, Speicher und Solardächer

Tesla hat mit den Modellen S3X gezeigt, dass sie phantastische und wettbewerbsfähige Autos bauen können. Zu S3X kommt bald das Y und dann weitere Modelle wie ein Pick-Up-Truck und der neue Roadster.

Aber Tesla ist inzwischen auch in anderen Bereichen aktiv. In kürze soll das Konzept für einen Sattelschlepper vorgestellt werden. Die Produktion für Solarziegeln soll noch dieses Jahr hoch gefahren werden und die Powerwall 2 erreicht allmählich eine breite Verfügbarkeit in den Märkten. Batteriespeicher zur Stabilisierung der Stromnetze spielen eine immer größere Rolle.

Inzwischen ist klar, dass den erneuerbaren Energien die Zukunft gehört, schon alleine weil sie inzwischen billiger geworden sind als herkömmliche Energieträger. Insofern passt eigentlich alles zusammen und es sieht so aus als ob Tesla der Technologiekonzern der Zukunft wird.

Neben Tesla gibt es eigentlich nur noch einen Hersteller, der ähnlich aufgestellt ist, den chinesischen Hersteller BYD.

Doch Tesla mach noch keinen Gewinn, hat große Schulden angehäuft und hat inzwischen eine Marktkapitalisierung erreicht die höher ist als z.B. die von Ford oder GM, die wesentlich mehr produzieren. Viele zweifeln daran, dass Tesla es schafft seine Pläne umzusetzen, daher gehen viele von einer Blase aus.

Darüber möchte ich hier diskutieren. Dabei sollten der Unterschied zwischen Fakten und Meinungen respektiert werden. Beleidigungen werden weder gegenüber Aktien-Käufern noch gegen Tesla-Bären geduldet. Bezeichnungen wie Naivlinge, Lemminge, dumme Kleinanleger, Sekten-Jünger etc. bitte ich zu unterlassen.  
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26188 Postings ausgeblendet.

18.10.19 20:16

27480 Postings, 2790 Tage OtternasePS: Erwähnte ich, wie Leerverkäufe funktionierenn?

Ich hab in meinem Depot nachgesehen: lauter Platzhalter für leerverkaufte Aktien. ;-)
 

18.10.19 20:26
1

27480 Postings, 2790 Tage Otternase@SchöneZukunft Ja ...

... das mag schon sein ...

"Wie gesagt ich sehe keinen Grund warum da eine Verkaufspanik stärker ausfallen sollte als bei anderen Investitionsmöglichkeiten oder warum so eine Verkaufspanik schlimmere Folgen haben sollte."

... aber ich denke doch, dass ubsb55 das sehr gut erklärt hat.

Im Grunde liegt bei ETFs der selbe Mechanismus zugrunde wie bei den Toxischen Immobilien Papieren (Wert- lasse ich mal weg), wo man gute Werte mit schlechten Werten vermengt hat.

Das geht so lange gut, bis eine Verkaufsschwelle unterschritten wird - und dann wird daraus ein selbstverstärkender Prozess der quer Beet alle Aktien abwärts zieht - egal, ob gute oder schlechte Unternehmen.

Bis der Staat/Steuerzahler wieder absichern miss.

Wenn Menschen wie Buffett ETFs als Massenvernichtungswaffen bezeichnen, sollte man hellhörig werden.

Deswegen geht Deine Antwort auch absolut ins Leere:

"Meine Antwort: dann gibt es genug clevere Menschen die diese Chance nutzen um sich billig einzudecken."

Wenn es crasht, werden die institutionellen Anleger kein Geld mehr haben um sich 'billig einzudecken', die starren dann ebenso hilflos auf den Bildschirm wie alle anderen. Und Du glaubst doch nicht, dass Kleinanleger diese Lücke füllen können?

Das Problem bei Lehmans war, dass niemand mehr investieren wollte, weil kaum jemand liquide war, keine Bank wollte einer anderen Geld leihen, weil keine Bank sicher war, ob sie das zurück kriegt. Erst die Zentralbanken haben diese Klemme mit massiven Geldspritzen gelockert.

Wenn also so ein Crash kommt, der auf breiter Ebene gesunde wie ungesunde Aktien runterprügelt, dann werden alle Investoren Neuland betreten - Ausgang dieses Experiments ist dann offen.

Anders gesagt: Wenn es einen ETF Crash geben sollte, was ich nicht hoffe, aber wegen der fehlenden Regulierung und Überwachung nicht ausschließen würde, entspräche das der Reise nach Jerusalem, bei der 20 Mitspieler um drei Stühle gehen.

Man kann nur hoffen, dass die Musik weiterläuft.  

18.10.19 20:31
1

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseUnd so gesehen ...

Wenn Blackrocks Aladdin einen Bug hat, und daraufhin Algos wild werden, dann kann das bereits solche Auswirkungen wie heute bei Netflix, Amazon oder Microsoft haben.

Netflix Kursrückgang von -6% OHNE irgendwelche News ist sehr verdächtig. Noch verdächtiger ist hingegen, dass es einen nahezu identischen Kursverlauf bei Amazon und Microsoft gab.

Und keiner der tollen Journalisten, die sonst jeden Pups bei Unternehmen kommentieren, schreibt etwas darüber.

Suspekt suspekt.

PS: Bei Netwlix gab es auffällig hohe Volumina bei der Nasdaq Option Chain. Diese dürften durch den gestrigen +6% und heutigen -6% Hopser nun wohl bereinigt worden sein.

'Das Spiel ist vorbei, die Einsätze sind vom Tisch. Neue Einsätze bitte ... bevor die Kugel wieder rollt.' ;-)  

18.10.19 20:32

27480 Postings, 2790 Tage Otternase@Eugleno Eine Bitte ...

... stell doch hier kurz eine Info rein, wenn Du verkaufst, ich würde dann gerne kaufen wollen? :-)  

18.10.19 20:38
1

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseNa ja ... Mit Merz ...

... hätte Blackrock sogar einen Bundeskanzler, der ihrer Denkweise unterworfen ist.

"BlackRock ist renditeorientiert und kein politischer Aktivistenverein."

Blackrock als unpolitischen Aktivistenverein zu betrachten, halte ich für einen gefährlichen Trugschluss. Die machen, siehe Beitrag im TV, ja in Mexiko bereits die Politik.

Und Merz, noch nicht mal als Parteivorstand gewählt, trommelte sofort pawlowsch dafür, dass die Bundesbürger ihre Altersvorsorge stärker privat finanzieren sollten. An welches Modell hat er dabei wohl gedacht? ;-)  

18.10.19 20:50
1

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseVergleich Tesla und andere Tech Werte

Absolut synchroner Kursverlauf, nur unterschiedlich starker Kursrückgang.

Da scheinen einige Algos sich synchronisiert, und gegenseitig nach unten gezogen zu haben.

Chart von Ariva.de  
Angehängte Grafik:
dc16da7b-72e6-463b-9dad-278989af6d0a.png (verkleinert auf 33%) vergrößern
dc16da7b-72e6-463b-9dad-278989af6d0a.png

18.10.19 20:54
1

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseEin m.E. Fall für die Börsenaufsicht ...

... aber da von den Medien offensichtlich niemand darüber berichten will, wird das wohl niemanden weiter interessieren.

Es gibt ja nach den gestrigen Jubelmeldungen zu Netflix noch nicht einmal eine einzige Nachricht, die darauf hinweisen würde, dass es einen ungewöhnlichen -6% Kursrutsch gab. Geschweige denn, dass es dafür keinen Grund gab, und erst recht nicht, dass davon auch andere Börsenschwergewichte betroffen waren.

Ein weiterer ungeklärter Mini Crash, Yet another Flash Crash.

Und keiner merkt es.  

19.10.19 13:00
2

8638 Postings, 1181 Tage SchöneZukunft@Otternase: ETF

Wenn Menschen wie Buffett ETFs als Massenvernichtungswaffen bezeichnen, sollte man hellhörig werden.

Hat er aber nicht. Im Gegenteil, er empfiehlt seiner Frau das Erbe in ETF anzulegen.

Wenn Blackrocks Aladdin einen Bug hat, und daraufhin Algos wild werden

Dann ist es gut, dass diese Algos rein garnichts mit ETF zu tun haben und die ETF stabilisierend im Markt bleiben.

Da das Thema ETF reichlich wenig mit Tesla zu tun hat sollten wir es nicht weiter auswälzen, oder?  

19.10.19 14:05

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseStimmt ... er hat Derivate ...

... als Massenvernichtungswaffen bezeichnet:

"Das Zitat von Warren Buffett ist legendär geworden. Er hat einst Derivate als «Massenvernichtungswaffen der Finanzmärkte» bezeichnet."

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/...tungswaffen/story/16304132

"Dabei sind Derivate an sich erstens harmlos und zweitens uralt. Derivate sind eine Art Versicherung, und seit jeher haben sich Bauern damit gegen Ernteausfälle abgesichert. Doch moderne Investmentbanker haben immer wieder bewiesen, dass sie auch aus banalen Finanzinstrumenten gefährliche Waffen schmieden können. Die «Raketenwissenschaftler» der Finanzindustrie sind gewissermassen in der Lage, eine Armbrust in eine Atombombe zu verwandeln. Das haben sie nun offenbar auch mit den Exchange Traded Funds, den ETFs, geschafft."
...
"Doch in der «New York Times» erklärt der erfahrene Wallstreet-Banker Douglas A. Kass: «Die ETFs sind die neuen Massenvernichtungswaffen. Sie haben die Märkte in ein gedoptes Casino verwandelt.»"

Wie auch immer. Es ist eher Marketing zu behaupten, dass ETFs für die Märkte keine Gefahr sind.  

19.10.19 14:10
1

15101 Postings, 2479 Tage börsianer1natürlich sind ETFs

gefährlich, sogar extrem gefährlich. Wenn der Markt auf Verkaufen schaltet, wird durch ETFs der Gesamtmarkt runtergerissen und nicht nur Einzelwerte.  

19.10.19 14:59

1067 Postings, 580 Tage StreuenETF

Wieder das gleiche wie bei der letzten Diskussion. Ohne Begründung wird ein Statement raus gehauen und ein großer Chor sing ja und amen dazu. Das BlackRocks Marktmacht und eine unkontrollierbare künstliche Intelligenz wie Aladin gefährlich sind, ich denke das sind wir uns alle einig. Geschenkt.

Aber auch hier die Frage die wieder niemand beantworten will. Warum sollten ETF gefährlicher sein als herkömmliche Fonds? ETF verkaufen nur Aktien wenn die Investoren oder die Kleinanleger verkaufen.

Herkömmliche Fonds müssen auch verkaufen wenn die Investoren verkaufen. Aber sie verkaufen auch wenn der Fonds-Manager oder sein Aladin das wollen. Daher sind herkömmliche Fonds gefährlicher als ETF.

ETF können vielleicht eher zu Fehlbewertungen im Einzelfall führen als herkömmliche Fonds sie bergen aber sicher keine erhöhte Crash Gefahr. Das ist FUD die von Fonds-Managern gestreut wird weil die um ihr Einkommen fürchten. Und der große Foren- und Medien-Chor singt den Unsinn dann nach.

Wer sich nicht mit Aktien beschäftigen will, für den sind ETF einfach eine genial gute Alternative. Dann nimmt man halt einen ETF von ComStage, UBS oder so wenn man die Martkmacht der beiden großen fürchtet. Einfach einen gebührenfreien Sparplan suchen und ab 25 Euro im Monat ist man bei den Renditen ganz vorne mit dabei.  

19.10.19 18:35
1

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseIst doch einfach ...

... weil sie die Indizes nachbilden müssen. Also müssen sie ebenfalls verkaufen, wenn der Index sinkt.

Und mag sein, bei den Renditen. Aber wenn es schiefgeht auch bei den Miesen.  

19.10.19 18:52
2

6313 Postings, 1500 Tage ubsb55Streuen

Glaubst Du , was Du schreibst, oder ist das nur Treue zum Stallgeruch?

Durch die verschiedenen Qualitäten der Aktien und deren Bewertung durch den Investor regelt sich der Preis am Markt. Bei einem ETF hat man dann aber auch Aktien im Depot, die man als Einzelwert nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde. Beim Dax wäre das z.B. die Deutsche Bank. In Hausse-Zeiten kann ein Affe erfolgreich investieren, wenn er immer auf long setzt. Kommt die Saure-Gurken Zeit, wird beim ETF eben nicht nur die DB verkauft, sondern automatisch auch SAP, VW und Müncher Rück. Das ist eine vollkommens Verzerrung des Marktes und hat mit Preisfindung nix gemein. So ein ETF wird 1-2 mal im Jahr " nachjustiert ", also nicht wie SZ meint, ständig. Dann wäre er nämlich gemanaged und würde dann auch 4-5% Emission und 2,5% Jahresgebühr kosten. Das ist auch der Grund, warum in Hausse-Zeiten der ETF besser abschneidet.
Übrigens sind ETFs sehr wohl Derivate. ETFs sind wie eine Schulklasse, in der 7 Leutchen in Mathe nix raffen, dafür muß die ganze Klasse nachsitzen und pauken. Sippenhaft nennt man so was.  

19.10.19 20:00
1

1318 Postings, 488 Tage Flaschengeist@Otternase

"Blackrock als unpolitischen Aktivistenverein zu betrachten, halte ich für einen gefährlichen Trugschluss. Die machen, siehe Beitrag im TV, ja in Mexiko bereits die Politik."

Blackrock bestimmt die Politik, dies erachte ich als meine These! Die machen auch Politik bei Tesla.......denke ich zumindest!  

19.10.19 23:10

1067 Postings, 580 Tage StreuenOtternase

"... weil sie die Indizes nachbilden müssen. Also müssen sie ebenfalls verkaufen, wenn der Index sinkt."

Das ist nicht richtig. Wenn der Index sinkt, sinkt der Wert des nachbildenden ETF weil die darin enthaltenen Aktien im Wert sinken. Es muss aber keine einzige Aktie verkauft werden.  

19.10.19 23:18

1067 Postings, 580 Tage Streuenubsb55

"Das ist eine vollkommens Verzerrung des Marktes und hat mit Preisfindung nix gemein."

Es bezweifelt ja niemand dass ein ETF nicht zur Preisfindung beiträgt. Deswegen sollten ETF auch nie 100% des Marktes ausmachen und werden es auch nie.

"So ein ETF wird 1-2 mal im Jahr " nachjustiert ", also nicht wie SZ meint, ständig."

Das hat niemand gesagt, im Gegenteil. Gerade weil die Anzahl der Aktien nicht angepasst wird muss der ETF weder kaufen noch verkaufen. Aber wenn die Deutsche Bank im Wert sinkt, dann sinkt auch ihr Anteil am Wert des Index. Ganz ohne einen einzigen Verkauf des ETF.

Und es geht ja gerade darum dass bei einem ETF niemand beurteilen muss welche der Aktien jetzt Perlen sind und welche Mist. Ich fasse die DB auch nicht an. Einfach weil sie mir unsympathisch ist. Aber ich maase mir trotzdem nicht an zu wissen dass die DB gerade ein schlechteres Investment ist als ein anderer Wert im DAX. Die DB wird am Markt gerade mit dem bewertet was der Markt für angemessen hält. Und das ist gerade ziemlich wenig.

RWE war vor kurzem auch komplett im Keller und hat dann im Vergleich zum DAX eine ganz schöne Aufholjagd hin gelegt. Da ich Null Euro in fossile Unternehmen stecke konnte ich da aber auch nur zuschauen.  

19.10.19 23:31

1067 Postings, 580 Tage Streuen"Übrigens sind ETFs sehr wohl Derivate"

Ich weiß dass manche es so sehen. Aber das ist nicht richtig.

Derivate leiten ihren Wert von einer Referenzgröße ab. ETFs leiten ihren Wert aber nicht ab sondern enthalten diese Werte direkt. Es ist nicht viel mehr als ein Korb in dem diese Werte tatsächlich liegen.

Derivate werden parallel zum eigentlichen Wert gehandelt. ETF beinhaltet die eigentlichen Werte. Im Gegensatz zu den LV bläht sich durch ETFs nichts auf.

 

19.10.19 23:34

1067 Postings, 580 Tage Streuenubsb55

Es gibt Dinge die ich glaube, z.B. dass die Story von Tesla auf geht und die Aktie eine rostige Zukunft hat.

Und es gibt Dinge die ich weiß. z.B. kann man die Informationen zu Leerverkäufen in den USA nach lesen. Wenn man die Information in mehrerem vertrauenswürdige Quellen findet muss man da nichts glauben.

Und wie ETF funktionieren kann man auch nach lesen.  

19.10.19 23:38
1

27480 Postings, 2790 Tage Otternase@Streuen Ich gebe zu ...

... dass ich da nicht sicher bin. Wenn ich aber das hier lese, dann verstehe ich daraus durchaus, dass hinter einem ETF auch echte Aktienpakete liegen. Und wenn beim Redemption werden diese wieder an den Authorized Participant zurückgehen, dann kann dieser den Wertpapierkorb auf dem Markt verkaufen.

"Der Authorized Participant (AP) liefert Barmittel oder einen Wertpapierkorb im Wert der zu schaffenden ETF-Anteile an die Investmentgesellschaft."
vs.
"Umgekehrt kann der Authorized Participant ETF-Anteile an die emittierende Investmentgesellschaft zurückgeben .... Er erhält analog zum Creation-Prozess Barmittel oder einen Wertpapierkorb zurück."

Anders gesagt: wenn der Index um 10% fällt, dann muss das ja im ETC nachgebildet werden. Und wenn im Sondervermögen Wertpapiere hinterlegt wurden, dann reduziert sich deren Wert ebenfalls.

Irgendwie muss die Anpassung ja vorgenommen werden. Aber vielleicht erklärst Du uns das ja etwas genauer, ich lerne gerne hinzu.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Börsengehandelter_Fonds

___
PS: Der längere Abschnitt ...
"Im Creation-Prozess werden ETF-Anteile in Blöcken von normalerweise 50.000 Stück geschaffen. Der Authorized Participant (AP) liefert Barmittel oder einen Wertpapierkorb im Wert der zu schaffenden ETF-Anteile an die Investmentgesellschaft. Diese liefert im Gegenzug die Anteile, die der Market Maker nun über die Börse an Investoren veräußern kann.

Eine Besonderheit ist dabei die Möglichkeit, einen Wertpapierkorb zu liefern. Dieser entspricht im einfachsten Fall in seiner Zusammensetzung der Strategie des betreffenden ETF. Beispielsweise kann der Market Maker im Falle eines ETFs, der den STOXX Europe 50-Index nachbilden soll, ein Wertpapierportfolio liefern, das die im Index enthaltenen Aktien gemäß deren Indexgewichten enthält. Diese Vorgehensweise wird als ?creation in kind? (ungefähr: ?Schaffung in derselben Art?) bezeichnet. Werden die neuen Wertpapiere mit Geld bezahlt, spricht man von einer ?cash creation? (englisch, ungefähr: ?Schaffung über Bargeld?)."

Und: "Umgekehrt kann der Authorized Participant ETF-Anteile an die emittierende Investmentgesellschaft zurückgeben, z. B. wenn er eine entsprechende Anzahl am Sekundärmarkt zurückgekauft hat. Er erhält analog zum Creation-Prozess Barmittel oder einen Wertpapierkorb zurück."

 

19.10.19 23:58

1067 Postings, 580 Tage StreuenOtternase

"Anders gesagt: wenn der Index um 10% fällt, dann muss das ja im ETC nachgebildet werden."

Nein, da muss nichts nachgebildet werden. Der ETF fällt einfach weil der darin enthaltene Wert fällt.

Im Korb sind die Aktien des Indexes anteilsmäßig in Stücken. Wenn die DB im Wert sinkt dann hält der ETF weiterhin die selbe Anzahl an Aktien von der DB. Nur sind die halt weniger Wert und wertmäßig sinkt damit der Anteil.

Das ist das wesentliche an ETF. Das es natürlich Feinjustierungen Bedarf und ein ETF ja nicht einfach einen Index immer 100% 1:1 abbilden kann ist eine andere Geschichte die keine Relevanz hat für den Zusammenhang mit der Marktwirkung. Und auch dass es physische und synthetische Abbildungen gibt ändert nichts an dem Wesen der ETF. ETF sind einfach ein Korb in dem Anteilig, gemäß des abzubildenden Indexes, die Aktien drinnen liegen. Und man kauft Anteile von dem Korb statt einzelne Aktien zu kaufen.
 

20.10.19 00:08

27480 Postings, 2790 Tage Otternase@Streuen Schon klar ...

... aber exakt dieses hat vor 11 Jahren in der Subprime Krise den globalen Kollaps ausgelöst:

"Und es geht ja gerade darum dass bei einem ETF niemand beurteilen muss welche der Aktien jetzt Perlen sind und welche Mist."

'Und es geht ja gerade darum dass bei einem CDO (Collateralized Debt Obligations) niemand beurteilen muss welche der Immobilien jetzt Perlen sind und welche Mist.'

Die wurden dann immer wieder neu verpackt und zusammengestellt, und am Ende waren nur noch unsichere Kreditnehmer in den Wertpapieren versteckt, und das System kollabierte.

Nun ist ein Börsenindex nicht beliebig veränderbar, schon klar, und er soll grundsätzlich 1:1 nachgebildet werden, so dass das Spiel nicht ganz so einfach sein sollte.

Die für mich alles entscheidende Frage ist, wie genau ETFs mit dem realen Markt gekoppelt sind, also inwieweit die Unternehmen wie Blackrock eben den Aktienmarkt beeinflussen können. Und allein durch das hohe ETF Volumen gibt man einigen Marktteilnehmern besondere Große Macht in die Hand, und mir fehlt der Glaube, dass diese ihre Macht nicht an den Märkten für eigenen Profit ausnutzen. Wer dadurch das Nachsehen hat, sagt mir mein Bauchgefühl.

Muss mir das mal genauer ansehen, wie ich gesehen habe, dürfte spätestens über den der Prozess für die Schaffung und Auflösung von ETfs ein Einwirken auf die realen Aktienkurse stattfinden.

Entweder gibt es eine Kopplung zu real hinterlegten Aktien, oder es gibt keine. Meinem Verständnis nach gibt es eine. Und damit dürften, je nach Creation und Redemption Modus, Aktien auf dem Markt landen - und je nach Modus zu großen oder größeren Bewegungen führen.

Wenn bei großen Schwankungen der Indizes (-10% beispielsweise) große Aktienpakete durch Redemption frei werden, dann dürften diese den Verkaufsdruck verstärken.


Wie gesagt: vielleicht verstehe ich das auch falsch, aber ich habe mir eine Grundskepsis von solchen vermeintlich 'sicheren' Anlageformen angewöhnt, und wie sicher diese sind, das erkennt man oft genug beim näheren hinsehen.

Oder eben, wenn es crasht.

Ergo: was genau passiert, wenn sich der Index innerhalb von kurzer Zeit 10% nach unten bewegt, oder gar 20%, wie wird das Sondervermögen angepasst, wer trägt das Risiko, und wie groß ist das maximale Risiko?

Und ja, schon klar, wer die Zielgruppe ist. Anleger, die wenig Ahnung haben, und die sich damit nicht beschäftigen wollen. Aber die sind immer (!) diejenigen, die am Ende draufzahlen, wenn etwas schiefgeht.

Und solche Konzerne wie Blackrock, die sich grundsätzlich jenseits jeglicher Kontrolle bewegen, und die ihre eigene Agenda haben, denen vertraue ich nicht für einen Fünfer.

___
"- Die Zusammensetzung des Sondervermögens wird einmal täglich veröffentlicht.[4]
- Während bei normalen Investmentfonds nur einmal täglich der Nettoinventarwert (Net Asset Value, NAV) des Sondervermögens veröffentlicht wird, ermittelt und veröffentlicht der Emittent von ETF während des Handelstages fortlaufend einen indikativen Nettoinventarwert (iNAV).
- Für die Schaffung neuer und die Auflösung bestehender ETF-Anteile gibt es spezielle Prozesse, Creation bzw. Redemption (siehe unten)."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Börsengehandelter_Fonds  

20.10.19 00:13

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseLetzter Punkt: Preisfindung


"Es bezweifelt ja niemand dass ein ETF nicht zur Preisfindung beiträgt. Deswegen sollten ETF auch nie 100% des Marktes ausmachen und werden es auch nie."

Es genügt bereits, wenn ein größerer Prozentsatz des Marktes in ETFs stecken würde, um die Preisfindung zu beeinflussen. Schon deswegen, weil immer nur ein kleiner Prozentsatz der existierenden Aktien gehandelt wird, also verfügbar ist.

Und: "Und es geht ja gerade darum dass bei einem ETF niemand beurteilen muss welche der Aktien jetzt Perlen sind und welche Mist. Ich fasse die DB auch nicht an. Einfach weil sie mir unsympathisch ist."

Wenn Du einen DAX nachbildenden ETF kaufst, dann investierst Du eben auch in Aktien der Deutschen Bank. Oder in Rheinmetall, oder in Pharma oder Energiewerte. Obwohl Du das sonst nie machen würdest.

Für mich ist das definitiv nix. Und ich bin auch sicher dass man mit etwas Interesse und einer Fokussierung auf Branchen, die man selber versteht, die Performance von ETFs gut zu überbieten ist.

Aber na ja, wen Aktien nicht interessieren ...  

20.10.19 00:33

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseZu 26209


Im Creation Prozess, entsprechend Redemption, werden ETFs auch durch Barmittel geschaffen, und ich nehme mal an, dass mit diesen Barmitteln Aktien am Markt eingekauft oder verkauft werden?

"Der Authorized Participant (AP) liefert Barmittel oder einen Wertpapierkorb im Wert der zu schaffenden ETF-Anteile an die Investmentgesellschaft."

Was meinst Du mit: "Und auch dass es physische und synthetische Abbildungen gibt ändert nichts an dem Wesen der ETF."?

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/...nken-14048444.html

Er hält es für ausgeschlossen, aber was, wenn er irrt? Das Volumen von ETFs ist ja enorm gestiegen, und wo liegt die kritische Masse? Der Teufel steckt bei ETFs im Detail: für mich klingt das nach 'Reise nach Jerusalem' ...

"Dass sich Indexfonds-Anteile einmal gar nicht mehr verkaufen lassen, weil das zum Beispiel bei einem Börsencrash sehr viele Anleger gleichzeitig machen wollen, hält Simon Klein von der Deutschen Asset Management, für ausgeschlossen. Schließlich bildeten die ETF trotz ihres starken Wachstums der vergangenen Jahre immer noch eine Nische im gesamten Fondsmarkt ? sie haben ihm zufolge nur einen Marktanteil von 3 Prozent. Im Anleihemarkt lägen sogar nur 0,3 Prozent des gesamten Volumens in ETF. Selbst wenn alle ETF-Anleger gleichzeitig verkaufen wollten, sollte es seiner Ansicht nach keine Schwierigkeiten geben."

Quelle Chart: wikipedia.de
https://de.m.wikipedia.org/wiki/...nds#/media/Datei%3AETF-Volumen.png

 
Angehängte Grafik:
14099491-a9b6-450b-8533-53336c6d4d6f.png (verkleinert auf 38%) vergrößern
14099491-a9b6-450b-8533-53336c6d4d6f.png

20.10.19 00:39

27480 Postings, 2790 Tage OtternaseAbsolut letzter Satz ... :-)

... zum Thema es genügt, wenn 10% gleichzeitig verkaufen wollen:

Würden 10% der Apple Aktionäre innerhalb kurzer Zeit ihre Aktien abstoßen, dürfte der Kurs massiv nach unten gehen - und zwar deswegen, weil nur ein kleiner Teil der verfügbaren Aktien gehandelt wird:

Annahme frei handelbar bei 30% der Aktien, bedeutet 'nur 10%' dann, dass 33% der handelbaren Apple Aktien kurzzeitig auf den Markt kommen - was das für den Aktienkurs bedeutet, kann man sich ausdenken.*

Nix gut.


Gute Nacht. :-)
__
* Der Flash Crash 2010 hat ja exakt ein Überangebot 'vorgetäuscht', der Kurs sackte innerhalb von Minuten in den Keller. Weil eben nicht ausreichend Käufer bereitstanden diese Schnäppchen einzusammeln.  

20.10.19 00:54
1

6313 Postings, 1500 Tage ubsb55Streuen

"ubsb55 Es gibt Dinge die ich glaube, z.B. dass die Story von Tesla auf geht und die Aktie eine rostige Zukunft hat."

Na, da sind wir ja mal einer Meinung.  

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