Steinhoff Topco B.V. - CVR - die goldene Zukunft?

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neuester Beitrag: 28.02.25 01:03
eröffnet am: 30.08.23 11:00 von: NeXX222 Anzahl Beiträge: 2079
neuester Beitrag: 28.02.25 01:03 von: 45harry Leser gesamt: 934471
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30.08.23 11:00
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3095 Postings, 4069 Tage NeXX222Steinhoff Topco B.V. - CVR - die goldene Zukunft?

Stürmische Zeiten liegen hinter den Steinhoff Aktionären mit unvorstellbaren Höhen und Tiefen.

Kaum jemand hätte sich bei seinem Einstieg vorstellen können, dass wir Aktionäre nach über fünf Jahren dem Totalverlust näher sind als dem großen Gewinn, selbst nach all den Fortschritten wie operativer Turnaround, erfolgreichem globalen Vergleich etc.

Auf diesem steinigen Weg haben wir bereits viele Anleger verloren, die mit hohen Verlusten abgesoffen sind.

Einige wenige von uns haben es jedoch geschafft sich in das gleiche Boot der Gläubiger zu retten.

Die große Frage ist nun, ob die Gläubiger alle Assets günstig verscherbeln und damit selbst den potentiellen Wert ihrer CVR Mehrheitsbeteiligung ausradieren? Nur warum wollten sie dann unbedingt die CVRs, ursprünglich sogar 100% gefordert haben?

Oder kommt doch alles ganz anders und die 20% CVR Besitzer segeln nun mit den Gläubigern einer goldenen Zukunft entgegen?

Viel Potential wäre vorhanden: Assets wie Pepkor, Pepco, die in den nächsten Jahren stärker im Wert steigen könnten als die Schulden, positive bilanzielle Überraschungen bis zu einem zukünftigen Börsengang einer neuen Gesellschaft bei der CVRs in neue Aktien getauscht werden.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, kann sich zurecht zum harten Kern der Steinhoff Aktionäre zählen.

Die Steinhoff Geschichte ist damit noch nicht zu Ende, das nächste Kapitel beginnt nun ab September.

Das CVR Record Date ist Donnerstag, 31.08.2023.

In den nächsten Monaten wird uns auch die Eröffnungsbilanz der Steinhoff Topco B.V. präsentiert.

Auf eine gute Zukunft abseits der Börse und wer weiß, vielleicht steigt Steinhoff in den nächsten Jahren unter neuem Namen ja wieder in die Börsenliga auf. Finanzkräftige Investoren haben wir zumindest schon mal an Bord ;-)  
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2053 Postings ausgeblendet.

06.02.25 22:36

212 Postings, 1201 Tage HagüwaIBEX Dokument

@Shoppi: Das Dokument lässt sich leider nicht öffnen.  

10.02.25 17:09

8681 Postings, 2298 Tage Dirty JackLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 10.02.25 17:44
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

10.02.25 17:34
2

8681 Postings, 2298 Tage Dirty JackZum AR 2024

Der Schuldenstand von Ibex Topco B.V. beträgt zum 30. September 2024 insgesamt 5,905 Mrd € (nach Berücksichtigung der begrenzten Rückgriffsklauseln).
Vor diesen Anpassungen liegen die nominalen Gesamtverbindlichkeiten bei 12,021 Mrd €​.
Der Wert der verfügbaren Assets, der den Schuldenstand aufgrund der begrenzten Rückgriffsklauseln bestimmt,  beträgt  Stand 30. September 2024 5,905 Mrd €.

https://ibexholdings.co.za/downloads/2024/...nual-Report%25202024.pdf  

10.02.25 17:52
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty JackAnmerkung

Die Schulden von Ibex Topco B.V. werden ausschließlich durch die verfügbaren Vermögenswerte zurückgezahlt, und falls diese nicht ausreichen, besteht keine weitere Nachforderungspflicht. Nach der Schuldentilgung gehen alle verbleibenden Vermögenswerte an die CVR-Inhaber.

Fällikeiten der Schulden: 30.06.2026 plus maximal 2 Jahre optional

Es gibt einen nicht zeitnah verfügbaren Vermögenswert:

Titan Loan

Fälligkeit: 16. Februar 2032




https://ibexholdings.co.za/financial-statements.php

AR 2024

 

10.02.25 18:26
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty JackHauptgläubiger

Es gibt einen Hauptgläubiger, der 23 % der ausgegebenen Anleihen hält. Der Name wird nicht genannt.
Beim Verkauf der 500 Mill Pepkoraktien im letzten Jahr erwarb dieser Gläubiger 130 Mill Stück.
Wie lautet der Name?  

10.02.25 18:26

6510 Postings, 2177 Tage ShoppinguinCVR

7.1.1 Titan Receivable
The terms of the Titan Receivable are as follows:
• R3.4 billion principal outstanding;
• Zero coupon;
• Repayment date of 16 February 2032 and voluntarily repayable without penalty at any time; and
• Security in favour of SIHPL over up to 14 813 923 ordinary shares in Shoprite held by Thibault

Das sind R3.4 = 178.664.900,00 -> 0,9 Cent ( nicht EUR) pro CVR oder 1,09 Cent in Aktien.

Immerhin: 100K+ Cashback ;)  

10.02.25 18:29

6510 Postings, 2177 Tage ShoppinguinDirty Jack: Hauptgläubiger

Ich tippe auf Silverpoint.  
Die haben ja auch 2.x % Anteil von Pepco, damit sie die Daten zeitnah erhalten.  

10.02.25 20:24
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty Jack1,6 Mrd € als Ausschüttung

"The primary terms of the settlement agreement are that:
The SARB agreed to uplift the July 2024 Blocking Orders in respect of the proceeds from the Pepkor Holdings placement (c.ZAR9 billion (€454 million) plus interest accrued thereon). c.ZAR200 million (€10 million) (plus interest from the date of blocking) of the July 2024 blocked funds continue to be blocked. These funds shall remain blocked until otherwise determined by the SARB or a Court; and
The majority of the payments authorised in the 0433 Approval were permitted to be implemented by the Group, except that only an amount of c. ZAR 3 billion was permitted to be paid in terms of one of the 0433 Approvals (the “Payment 4” approval), which had previously authorised Ibex Investment to declare and pay a dividend to RSA Holdco in the amount of c. EUR 1.6 billion. The validity of, and the rights and ability of the Group to enforce, the Payment 4” approval remains the subject of the 0433 Review Proceedings."

Die Ibex Investment möchte eine Ausschüttung von 1,6 Mrd € an die IBEX RSA deklarieren, ist aber durch die SARB gehindert und darf nur 3 Mrd ZAR.
Leider gibt es keine weiteren Aussagen zur  Herkunft der 1,6 Mrd € Ausschüttung.
Sie entspricht der Höhe nach der SIHPL Verpflichtung zu den CPU 21/22.
Assetverkäufe in dieser Höhe stehen in ZA nicht als Möglichkeit an.
Gab es bereits eine Kapitalherabsetzung vor der solventen Abwicklung mit anschließender möglicher Ausschüttung der SIHPL an die Ibex Investment?
Es deutet darauf hin.
Ähnliches Vorgehen gab es bereits in einem anderen Fall bei Lidstone SA.

https://ibexholdings.co.za/financial-statements.php
AR 2024, S.73
 

11.02.25 08:11

18 Postings, 604 Tage OlympianDistribution to cvr holders

Is this distribution to cvr holders of 20 billion, or to the previous shareholders of 4,27 billion  

11.02.25 09:09
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty Jack@Olympian

The € 1.6 billion Distribution is to pay a partial debt.  

11.02.25 09:35

18 Postings, 604 Tage OlympianMattress firm sale

What is the distribution to cvr holders  

11.02.25 10:13
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty Jack@Olympian

The sales proceeds are used to pay off the debts.  

11.02.25 10:16

747 Postings, 1849 Tage WallnussHat einer eine Übersicht

was an Schulden jetzt bleibt?

Danke

LG der Wallnuss  

11.02.25 14:10
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8681 Postings, 2298 Tage Dirty Jack@Wallnuss

Schau mal weiter oben: #2059  

11.02.25 16:39

844 Postings, 5002 Tage Mia2009Meint Ihr,

das wird noch was? Sehe gar nicht mehr durch. Lasse einfach über mich ergehen. Vielleicht bekommen wir noch etwas Schmerzensgeld.  

11.02.25 16:57
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283 Postings, 1600 Tage Herr OldenbergEher nicht

Denke, eher nicht. Aber wer weiß schon, was bei der solventen Abwicklung der unzähligen Gesellschaften noch so auftaucht.  

11.02.25 17:24

747 Postings, 1849 Tage WallnussDirty Allerbesten Dank

11.02.25 20:42
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6510 Postings, 2177 Tage ShoppinguinMia2009:

Es heißt ja überall: "solvente Liquidierung".
Denk mal drüber nach.
Vielleicht pushen die Pepco jetzt auf 15 EURO ?  

11.02.25 20:56
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11 Postings, 275 Tage 45harrySüdafrikanische Reserve Bank

BEE NEWS
vor 1 Tag3 Min. Lesezeit

Banele Ginindza | 9. Februar 2025
Südafrikanische Reserve Bank steht bei der Wiederherstellung des Steinhoff-Skandals unter Druck

Die South African Reserve Bank (SARB) bleibt im Rampenlicht, da der Ständige Finanzausschuss seine Untersuchung der Milliarden an Pensionsfonds fortsetzt, die während der Steinhoff-Saga angeblich abgezweigt wurden.

Der Ausschussvorsitzende Joe Maswanganyi hat klargestellt, dass die SARB nicht von ihrer Verantwortung entbunden ist und die Rückerstattung der den Arbeitnehmern gehörenden Gelder sicherstellen muss.

Der Ausschussvorsitzende Joe Maswanganyi sagte, die Steinhoff-Untersuchungen seien vom Ausschuss nicht auf Eis gelegt worden, der noch immer auf ergänzende Informationen der SARB über die Fortschritte bei der Verfolgung der Geldspur und der Erleichterung der Rückzahlung wartet.

„Die Steinhoff-Angelegenheit wurde nie von der Tagesordnung genommen. Das dem Staat geschuldete Geld muss zurückgezahlt werden, es ist das Geld der Arbeiter, das zurückgefordert werden muss. Wir verfolgen die Angelegenheit bereits seit der 6. Legislaturperiode“, sagte Maswanganyi.

„Wir warten noch immer auf Berichte zu der Angelegenheit vom PIC, der Reserve Bank und den Rechtsteams, die die Ermittlungen durchführen. Wir sind uns aller Einzelheiten bewusst, die uns zuvor mitgeteilt wurden, und wir wollen uns dadurch nicht aufhalten lassen. Wir haben die Angelegenheit übernommen und werden dafür sorgen, dass das Geld zurückgezahlt wird.“

Die SARB geriet in der Steinhoff-Saga ins Rampenlicht, nachdem sie disziplinarische Maßnahmen gegen ihren ehemaligen Abteilungsleiter der Finanzüberwachungsabteilung, Raymond Paola, eingeleitet hatte, weil er angeblich die fragwürdige Abwicklung von Milliarden Rand für Steinhoff aus Südafrika über 16 Devisenkontrollanträge ermöglicht und damit gegen eine ganze Reihe von Regeln der Bank für grenzüberschreitende Transaktionen zwischen 2012 und 2017 verstoßen hatte.

Die vorläufige Untersuchung der SARB hatte sich auf Steinhoffs Risikomanager Chris Grové konzentriert, einen weiteren ehemaligen SARB-Mitarbeiter, während Dokumente, darunter E-Mails, darauf hindeuteten, dass Grové der Verbindungsmann zwischen Steinhoff und der SARB war, der eng mit Paola zusammenarbeitete.

Die Bank hat seitdem eisernes Schweigen zu der Angelegenheit bewahrt und sich geweigert, Fragen zu beantworten, unter anderem dazu: Wer Paolas Führungskräfte in dieser Steinhoff-Saga waren; ob die Kontrollen der SARB-Regulierungsbehörden angesichts dieser angeblichen Devisenkontrollverstöße mit Paola als letztem Entscheidungsträger bei der SARB repariert worden waren und ob außer Paola noch andere hochrangige Personen über die Transaktionen informiert waren.

„Wir haben die Angelegenheit bei der SARB bereits bei unserem letzten Treffen verfolgt und warten auf ergänzende Informationen. Ja, es gab zeitweise Vorfälle, aber wir haben sie nicht abgebrochen. Unseres Wissens wird sie auch von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt“, sagte Maswanganyi.

Er sagte, die jüngste Enthüllung mangelnder Transparenz und Transformation des Bankensektors bei der gemeinsamen Sitzung der Finanzausschüsse letzte Woche habe die Argumente dafür gestärkt, dass die Banken bereits vor einem Gipfeltreffen ihr Engagement für die Stärkung der schwarzen Bevölkerung bekunden sollten, die auch Eigentumskomponenten beinhaltet und nicht nur dazu dient, dass schwarze Direktoren B-BBEE-Richtlinien abhaken.

„Der neue Schwerpunkt liegt auf der Transformation, bei der uns die Eigentumsverhältnisse der Banken erklärt werden. Wir möchten sehen, wie die Beteiligung der Schwarzen am Sektor aussieht, ob die Stärkung angemessen und sinnvoll ist und nicht nur dazu dient, Kästchen anzukreuzen“, sagte er.

„Wir wollen wissen, wie es um den Zugang zu Krediten steht, warum schwarze Frauen und junge Menschen keine wichtigen Rollen bei Beschaffung und Eigentum einnehmen, sondern nur bei der Beschäftigung. Wir müssen noch Konsultationen mit anderen Sektoren wie Vermögensverwaltern, Versicherern und anderen führen, dann werden wir dem Parlament Bericht erstatten.“

Im Rahmen der laufenden Ermittlungen und Gerichtsverfahren in der Steinhoff-Angelegenheit beschlagnahmte die SARB im Oktober Vermögenswerte im Wert von über 67 Millionen Rand, die dem ehemaligen Steinhoff-Manager Stephanus (oder Stéhan) Grobler gehörten.

In amtlichen Beschlagnahmebescheiden beschlagnahmte die SARB Aktien und Darlehenskonten im Wert von über 66 Millionen Rand, wie Grobler im Februar 2020 erklärte.

„Haftungsausschluss – Die hier geäußerten Ansichten entsprechen nicht unbedingt denen der BEE CHAMBER“.

Quelle :
https://www.iol.co.za/business-report/economy/...04-8bd3-f0e5525822e7

Grüße Harry  

12.02.25 09:01
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18 Postings, 604 Tage OlympianPlease show a calculation

Can you please assist in providing the source of information

Thanking you in advance  

28.02.25 00:57
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11 Postings, 275 Tage 45harrySteinhoff-Skandal: Wie die Campion Group Südafrika


Steinhoff-Skandal: Wie die Campion Group Südafrikas größte Unternehmenskrise verkompliziert


Steinhoff brach zusammen, nachdem die damaligen Wirtschaftsprüfer Deloitte 2017 Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung bestätigten, und gilt als Südafrikas bisher größter Unternehmensskandal. Archivbild.

Veröffentlicht am 24. Februar 2025

Nicola Mawson


Laut Definition ist ein Drittunternehmen im Grunde ein Unternehmen, mit dem ein Unternehmen einen Vertrag im Sinne einer Lieferantenvereinbarung hat und das nicht in dessen Geschäftsangelegenheiten involviert sein soll.

Steinhoff hielt sich jedoch nicht zurück, wenn es um Unternehmen außerhalb seines Unternehmenskonglomerats ging, denn auch hier stellte es durch eine Reihe komplizierter Transaktionen und Finanzierungsgeschäfte nicht nur einige Mittel für die Geschäftsabschlüsse zur Verfügung, sondern nutzte diese Unternehmen auch, um Geld zu verschieben.

Ein Kapitel der Untersuchung von PwC beschreibt die komplexen Geschäftsabschlüsse im Zusammenhang mit Campion und seinen Tochtergesellschaften im Detail.

Im Bericht von PwC, dem Ergebnis einer langwierigen Untersuchung, heißt es: „Wir haben die Campion Group als mutmaßliche Drittunternehmensgruppe identifiziert, mit der die Steinhoff Group eine Geschäftsbeziehung unterhielt.“

Campion, das 2014 gegründet wurde, besaß Fulcrum Investments Partners vollständig. Campion wiederum gehörte drei Einzelpersonen, die jeweils einen gleichen Anteil besaßen. Da diese Personen im Rahmen einer Untersuchung durch die Hawks und der anschließenden Ermittlungen der National Prosecuting Authority nicht namentlich genannt wurden, können sie gemäß dem Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten nicht genannt werden.

Im Anschluss daran besaß Fulcrum ab Dezember 2017 und nach einer Reihe von Transaktionen 21 Unternehmen mit Sitz in Großbritannien, der Schweiz, Südafrika und Mauritius. Im Jahr 2019, während der Untersuchung, sagte ein Steinhoff-Mitarbeiter, dessen Name nicht genannt werden darf, gegenüber PwC, dass bei der „Buchhaltung der Transaktionen der Steinhoff Group in den Finanzunterlagen der Campion Group diese als Transaktionen mit einer möglicherweise verbundenen Partei offengelegt wurden“.

Nachdem Fulcrum mehrere Unternehmen übernommen hatte, investierte Steinhoff über einige seiner Einheiten 4,6 Milliarden Rand in Fulcrum, wobei 3,3 Milliarden Rand durch konzerninterne Transaktionen bereitgestellt wurden.

Weitere 6,6 Milliarden Rand wurden dann von Unternehmen zu Unternehmen verschoben. Es kam auch zu weiteren Buchhaltungstricks, bei denen unter anderem Geld abgeschrieben wurde, „weil es in Mauritius zu einem Steuerverlust führen würde“.

In einem anderen Kapitel der Untersuchung erklärte PwC, dass es innerhalb und rund um die Konsolidierungen Konstruktionsmängel bei der Buchhaltung dieser gab, da Journale nach der Buchung gelöscht und geändert werden können.

„Diese Mängel schufen eine Gelegenheit zur Manipulation. Sie erhöhen auch das Fehlerrisiko innerhalb und rund um die Konsolidierung“, heißt es in dem Bericht.

Es wurde auch darauf hingewiesen, dass es andere Fälle gab, in denen die Steinhoff-Gruppe in die Geschäftsangelegenheiten der Campion-Gruppe verwickelt war. Unter diesen befand sich der 7.000-seitige Bericht, den Business Report über eine Anwendung zur Förderung des Zugangs zu Informationen erhielt, in Aufzeichnungen, die zeigten, dass Finanztransaktionen stattfanden.

PwC stellte außerdem fest, dass Deloitte die Kontrollposition der Steinhoff-Gruppe über die Campion-Gruppe in Frage stellte.

Steinhoff brach zusammen, nachdem der damalige Wirtschaftsprüfer Deloitte 2017 Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung bestätigte. Dies wurde als der bislang größte Unternehmensskandal Südafrikas bekannt. Zu den Folgen gehörte der Selbstmord des ehemaligen und in Ungnade gefallenen CEO Markus Jooste, während mehrere Führungskräfte angeklagt und in einigen Fällen des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Als die Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung bekannt wurden, verlor Steinhoff zwischen August 2017 und März 2019 97 % seiner Marktkapitalisierung, als die Anleger auf die Nachrichten reagierten. Steinhoff wurde sowohl von der Frankfurter als auch von der Johannesburger Börse genommen und am selben Tag, dem 13. Oktober 2023, offiziell liquidiert.

Insgesamt stellte PwC fest, dass zwischen 2009 und 2017, als der bis dato größte Unternehmensskandal Südafrikas aufflog, 6,5 Milliarden Euro – oder 125 Milliarden Rand – künstlich durch Steinhoffs Bücher flossen.


Quelle:

https://www.iol.co.za/business-report/...-f645-4de3-994c-0d362a3ac8e9

grüße Harry
 

28.02.25 01:00

11 Postings, 275 Tage 45harryPwC-Untersuchung: Steinhoff hat den Wert von Deals

PwC-Untersuchung: Steinhoff hat den Wert von Deals künstlich aufgebläht, um Führungskräfte zu bereichern

Der ehemalige CEO von Steinhoff, Markus Jooste, machte Seifert lange Zeit für den Niedergang des Unternehmens verantwortlich und argumentierte, dass Seifert die Ermittlungen in den Angelegenheiten des Unternehmens eingeleitet habe.

Veröffentlicht 27.02.2025



Zu den Vorwürfen in PwCs langwieriger Untersuchung des Unternehmensskandals um Steinhoff, bei dem Milliarden von Investorengeldern verloren gingen, Menschen verhaftet wurden und der damalige CEO sich offenbar umbrachte, gehörte, dass das Unternehmen Deals zu überhöhten Werten abschloss.

Ein 7.000 Seiten starker Bericht, den Business Report durch eine Anfrage nach dem Promotion of Access to Information Act erhielt, legt offen, wie im Unternehmen Betrug begangen wurde, der dazu führte, dass unregelmäßige oder falsche Buchführung im Wert von rund 125 Milliarden Rand in die Bücher floss.

In dem Dokument heißt es, dass nicht nur Deals zu überhöhten Preisen abgeschlossen wurden, sondern dass die angewandten Prozesse entweder fehlerhaft oder manipuliert waren, um Menschen zu bereichern. Dies geschah durch sogenannte „Nebengeschäfte“, wie PwC es nennt.

Steinhoff nutzte Akquisitionen auch, um den Firmenwert, immaterielle Vermögenswerte und Marken aufzublähen, während Geschäfte um jeden Preis ohne ausreichende geschäftliche Begründung eingegangen wurden, was es „für Analysten schwierig machte, die Finanzergebnisse der Gruppe von Jahr zu Jahr zu vergleichen“.

Zu den untersuchten Geschäften gehören Markennamen, die Südafrikanern bekannt sein werden, wie Tekkie Town, während andere international sind, wie beispielsweise ein britischer Name, Poundland. Andere Marken wie Pepkor, Mattress Firm und Conforama Group sind ebenfalls im Bericht aufgeführt.

PwC kategorisierte diese Geschäfte anhand von Aspekten wie denen, bei denen es Vorwürfe gab, von denen einige 2017 von Steinhoffs Wirtschaftsprüfern, Deloitte, erhoben wurden. Andere waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts im Jahr 2019 Gegenstand von Untersuchungen oder Rechtsstreitigkeiten.

Viele dieser Geschäfte fielen unter einen bestimmten Codenamen. Dazu gehörten: Projekt Falcon, Projekt Kudu und Projekt Poseidon.

PwC stellte fest, dass „Due-Diligence-Verfahren häufig intern mit wenig oder keiner dokumentierten Aufsicht durchgeführt wurden“. In einigen Fällen war der Untersuchungsprozess für das Zielunternehmen unzureichend, da die erwarteten Verfahren entweder nicht oder nicht im Detail durchgeführt wurden.

Das Beratungsunternehmen stellte außerdem fest, dass ihm für vier Transaktionen kein Nachweis einer externen, unabhängigen finanziellen Due Diligence vorgelegt wurde, während für vier Transaktionen, darunter Tekkie Town und Pepkor, keine externe, unabhängige Bewertung durchgeführt wurde.

Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles, SPVs) wurden ohne geschäftliche Begründung und ohne Verständnis der Dealmaker für ihre Einbeziehung in die Akquisitionsstruktur aufgenommen. Es hieß, dass die Verwendung der SPVs möglicherweise keinen wirtschaftlichen Nutzen gebracht habe.

Darüber hinaus gab PwC an, dass für die älteren Akquisitionen wie die POCO Group und die Homestyle Group nur begrenzte Unterlagen verfügbar waren. Es wurde mitgeteilt, dass dies auf einen Brand in Steinhoffs Büros in Kapstadt zurückzuführen sei, wo diese Dokumente abgelegt wurden.

„Es gab auch ein laufendes Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Übernahme der POCO Group, das möglicherweise dazu geführt hat, dass die Übernahmedokumente der POCO Group an einem anderen Ort erneut eingereicht wurden“, sagte PwC zum Zeitpunkt seiner Untersuchung im Jahr 2018.

Im September 2018 stimmte Steinhoff dem Verkauf eines 50-prozentigen Anteils und zugehöriger Immobilien an der deutschen Discount-Möbelkette POCO an den österreichischen Geschäftsmann Andreas Seifert für 270,68 Millionen Euro (5,2 Milliarden Rand zum aktuellen Wechselkurs) zu. Zuvor hatte ein niederländisches Gericht Steinhoff angewiesen, seine Bilanzen für 2016 zu korrigieren, was Seifert den Sieg in einem Streit darüber bescherte, wie Steinhoff POCO in seinen Büchern behandelte.

Dies war nicht der einzige Streit zwischen Steinhoff und Seifert. Seifert und Steinhoff kreuzten auch die Klingen darüber, dass Steinhoff ein Joint Venture namens Talgarth Capital konsolidieren wollte, das zusammen mit verschiedenen anderen Unternehmen die Talgarth Group bildete.

Durch die Konsolidierung des Joint Ventures, an dem Steinhoff nur einen 50-prozentigen Anteil hielt, konnte das Unternehmen Einnahmen und Forderungen verbuchen, auf die es keinen vollen Anspruch hatte. Darüber hinaus hätte Steinhoff diese Buchungen stornieren müssen, als der Deal 2015 beendet wurde, tat dies aber nicht.

Steinhoffs ehemaliger, verstorbener und in Ungnade gefallener CEO Markus Jooste machte Seifert lange Zeit für den Niedergang des Unternehmens verantwortlich und argumentierte, dass Seifert Untersuchungen in den Angelegenheiten des Unternehmens eingeleitet habe.


Quelle:

https://www.iol.co.za/business-report/...-f645-4de3-994c-0d362a3ac8e9


grüße Harry  

28.02.25 01:03

11 Postings, 275 Tage 45harryPwC-Untersuchung: Steinhoff gründete Einheiten, um

PwC-Untersuchung: Steinhoff gründete Einheiten, um Steuerverpflichtungen zu umgehen


Die Enthüllungen des größten Unternehmensskandals Südafrikas führten dazu, dass der damalige und inzwischen in Ungnade gefallene CEO Markus Jooste offenbar Selbstmord beging. Nach dem Skandal kam es außerdem zu mehreren Festnahmen und Verurteilungen.

Veröffentlicht am 26. Februar 2025

Nicola Mawson





Steinhoffs indirekter Schritt, eine Tochtergesellschaft namens Hemisphere zu gründen, um seine Vermögenswerte zu konsolidieren, bestand darin, den Betrag zu senken, den das Unternehmen an Steuern zahlen musste, indem es häufige Änderungen der Beteiligungsquote der Einheit vornahm.

Dies wird in einer umfassenden Untersuchung von PwC detailliert beschrieben, von der sich eine Kopie im Besitz von Business Report befindet. Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem Steinhoffs Wirtschaftsprüfer Deloitte 2017 Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung festgestellt hatten.

Hemisphere wurde am 25. Juni 2008 als „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ in den Niederlanden gegründet und hält einen erheblichen Teil der Immobilien der Steinhoff-Gruppe in Europa, wie aus einem ausführlichen Bericht von PwC über die Buchhaltungsmanipulationen der Steinhoff-Gruppe hervorgeht.

Zwischen dem Gründungsdatum und etwas mehr als einem Jahr später wechselten die Mehrheitseigentümer von Hemisphere viermal, bevor Steinhoff Finance 2012 schließlich die vollständige Eigentümerschaft erlangte.

Verschiedene Beweise deuten darauf hin, dass drei dieser Mehrheitseigentümer, Cotracot, Dislog und Steinhoff Investment Holdings, mit der Steinhoff-Gruppe und ihren Schlüsselpersonen in Verbindung standen, wie PwC feststellte.

Der 7.000 Seiten umfassende Bericht von PwC zum Unternehmensskandal der Steinhoff-Gruppe, dem bislang größten in Südafrika, stellte auch die Angemessenheit des Immobilienwerts von Hemisphere infrage, wie er zum Ende des Geschäftsjahres 2008 des Unternehmens verzeichnet wurde.

Laut der Untersuchung des Beratungsunternehmens waren die 20 größten Immobilien von Hemisphere im Geschäftsjahr 2017 von Steinhoff um 30 % überbewertet. PwC stellte fest, dass es die Unabhängigkeit und das Fachwissen des Unternehmens, das die Bewertung vornahm, nicht bestätigen könne.

„Wir bezweifeln außerdem, ob sie unabhängig waren, da die ermittelten Informationen darauf hindeuten, dass Hemisphere ihnen Anweisungen zu bewertungsbezogenen Schlüsselparametern gegeben hat, die sie bei ihrer Arbeit verwenden sollten“, erklärte PwC.

Darüber hinaus hieß es, der Anstieg des Immobilienwerts sei hauptsächlich auf den Verkauf und Rückkauf von drei Unternehmen zurückzuführen.

PwC stellte außerdem fest, dass Steinhoff erneut den Trick verwendete, Transaktionen als „Marketingdienstleistungen“ zu bezeichnen, was Steinhoff 2008 für eine seiner deutschen Tochtergesellschaften, SEGS, als Gewinn verbuchte.

PwC erklärte, dass Hemisphere einer Steinhoff-Firma namens Koenig etwa 293 Millionen Euro (derzeit 5,6 Milliarden Rand wert) für den Kauf einer anderen Firma, Genesis Investment, schuldete, die ein österreichisches Unternehmen war.

Dem stand eine Forderung von Koenig an Steinhoff in Höhe von 289,7 Millionen Euro (5,5 Milliarden Rand) für überwiegend „marketingbezogene Dienstleistungen, die angeblich von der Steinhoff-Gruppe an Koenig erbracht wurden“ im Geschäftsjahr 2008 gegenüber.

Durch die Verwendung von 21 verschiedenen Finanzbegriffen wie Marketingbeiträgen, Honoraren, Rabatten, Einzelhandelskonzepten sowie Mieten, Gebühren und Dienstleistungen half Steinhoff leistungsschwachen Geschäftseinheiten, entweder den Umsatz zu steigern oder die Kosten zu senken.

Dies, wie eine umfassende Untersuchung von PwC ergab, dauerte in einigen Fällen bereits seit 10 Jahren an.

Obwohl nicht klar ist, ob dieses Geld jemals gezahlt wurde, ist es laut der Untersuchung von PwC offensichtlich, dass der Rest des fälligen Betrags abgeschrieben und irgendwie im Geschäftsjahr 2011 als Einkommen verbucht wurde.

Insgesamt stellte PwC fest, dass zwischen 2009 und 2017, als der bisher größte Unternehmensskandal Südafrikas aufflog, 125 Milliarden Rand künstlich durch Steinhoffs Bücher geflossen sind.

Die Nachricht von dem, was als Südafrikas größter Unternehmensskandal in der Geschäftswelt bekannt wurde, führte dazu, dass Steinhoff zwischen August 2017 und März 2019 97 % seiner Marktkapitalisierung verlor, als die Anleger auf die Nachrichten reagierten.

Die Enthüllungen führten auch dazu, dass der damalige und inzwischen in Ungnade gefallene CEO Markus Jooste offenbar Selbstmord beging. Nach dem Skandal kam es auch zu mehreren Festnahmen und Verurteilungen.


Quelle:

https://www.iol.co.za/business-report/companies/...-9c77-2a674f8ce5db


grüße Harry  

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