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Sozialismus pur!

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neuester Beitrag: 18.01.04 17:18
eröffnet am: 15.01.04 17:49 von: kalle4712 Anzahl Beiträge: 40
neuester Beitrag: 18.01.04 17:18 von: DarkKnight_. Leser gesamt: 3918
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15.01.04 17:49

1934 Postings, 7031 Tage kalle4712Sozialismus pur!

Ministerin Schmidt will den Zivildienst kürzen und "Freiwilligendienste" ausbauen. Langfristig soll der Zivildienst vollständig durch Freiwillige ersetzt werden.

Soweit die Hirngespinste, die in manchen Köpfen rumspuken mögen und fern jeder Praxis sind!

Jetzt aber der Hammer: Die "Freiwilligen" sollen bei der Bewerbung um Studien- und Ausbildungsplätze bevorzugt behandelt werden. Auch sollen die "Freiwilligen" Vorteile bei Bewerbungen um Stellen im Öffentlichen Dienst und auch in der Privatwirtschaft haben!

Meine Fragen dazu:
1. Wie will man dies in der Privatwirtschaft umsetzen, ohne de facto den Sozialismus in diesem Land auszurufen?
2. Kann man dabei überhaupt noch von 'Freiwilligkeit' sprechen?

Mir fallen daher eher Begriffe wie 'Nötigung' und 'Frondienst' ein. Angeblich leben wir in einer modernen Welt! Ich allerdings sehe dies etwas anders: Im Mittelalter wurden solche Dinge wie Sklaverei, Frondienst und Lehnsherrenschaft noch ehrlich beim Namen genannt - heute sind wir davon weit entfernt.
Im Mittelalter wussten die Leute (z.B. Sklaven und Frondienstleistende) deshalb genau woran sie sind. Heute dagegen wird ihnen eine freie Welt vorgegaukelt!

Eine neue Kommission gibt es für dieses Thema natürlich auch noch - die "Kommission Impulse für die Zivilgesellschaft".

Man kann dieses Vorgehen von Frau Schmidt natürlich auch begrüßen - frei nach dem Motto: Lasst uns die Ausbildungs- und Studienzeiten kürzen und die jungen Leute in der freiwerdenden Zeit in der Altenpflege arbeiten.

Aber wollen wir das wirklich?
 
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14 Postings ausgeblendet.

16.01.04 10:02

1934 Postings, 7031 Tage kalle4712Ich bleibe dabei:

Die Begriffe Sklaverei und Frondienst beschreiben die Pläne am besten.

An diejenigen, die nicht begreifen wollen, warum dieses Vorgehen falsch ist und außerdem auch ein verheerendes Signal für die deutsche Zukunft setzt: Die Argumente, die von den Befürwortern aufgeführt werden, lassen sich in genau der gleichen Weise auf praktisch jede Wirtschafts-Branche anwenden.

Nehmen wir einfach mal die Automobil-Industrie: Warum lassen wir nicht einfach alle jungen Leute direkt nach der Schule für ein Jahr lang unbezahlt in der Automobil-Industrie arbeiten? Die Argumente dafür sind absolut überzeugend:
- Unsere hochmoderne Gesellschaft ist auf - möglichts preiswerte - Mobilität eines jeden Einzelnen angewiesen
- Aus sozialen Gründen müssen Automobile auch für die unteren Einkommensklassen erschwinglich bleiben
- Die deutsche Wirtschaft ist auf Exporte angewiesen. Lasst uns auf diese Weise die Exporte stützen.

Solche oder ähnliche Argumente lassen sich überall künstlich erzeugen, z.B. auch in der Bau- und in der Lebensmittel-Industrie.
_________________________________________
Disclaimer: http://www.ariva.de/board/186417/...?backurl=board_talk.m&a=_talk&700

 

16.01.04 11:28

762 Postings, 6788 Tage neo anderssonusa sozialistisch?


versuch mal in den usa dich bei havard oder einer anderen elite-uni zu berwerben, wenn du kein freiwilliges jahrelanges soziales engagement nachweisen kannst.

im hochland des kapitalismus hat das "freiwillige" soziale engagement einen ganz anderen stellenwert als hier.

vielleicht soltte wir denen mal erklären, dass sie eigentlich sozialisten sind.

in diesem sinne  

16.01.04 11:31

2003 Postings, 7458 Tage jgfreeman@neo

freiwillige (!) vorteile - kein problem.

aufgezwungene dienste oder "geregelte bevorzugung" (ZVS studienplatzvergabe?) - nein danke.


grüßle,
JG  

16.01.04 11:43

762 Postings, 6788 Tage neo anderssonjgfreeman


ich bin ja völlig deiner meinung, aber in den usa ist es auch zwang.

du hast die freie wahl es zu machen, und wenn du es nicht machst, kriegst du keinen platz in havard.
in deutschland soll jetzt exakt dasselbe geschehen.

mir ging es nur um die interpretation der sache: herrschaft damit in den usa in diesem themengebiet sozialismus?

das "altenproblem" ist de facto unfinanzierbar. irgendjemand wird ohne gegenleistung geld oder arbeitsleistung hergeben müssen. das früher auch so, da wurden alle alten zu hause gepflegt. ist von der arbeitsleistung sogar noch deutlich mehr gewesen.


in diesem sinne  

16.01.04 13:08

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_IDas Problem ist doch ein anderes...

Durch die freiwillige Arbeit wird doch vor allem im unteren Lohnbereich reguläre oder potentiell reguläre Beschäftigung verdrängt. Gesamtwirtschaftlich sinken die Löhne und mithin die Kaufkraft - vor allem bei den Leuten mit einer hohen Konsumquote. Ob das dann zu mehr Investitionen führt, steht in den Sternen - theoretisch ist das jedenfalls nicht ableitbar.

Also: in dieser Hinsicht Murks.  

16.01.04 13:12

1768 Postings, 6599 Tage kunibertDeine Top-

Genossen sind eben unschlagbar...
in Dummheit?  

16.01.04 13:16

13475 Postings, 7710 Tage SchwarzerLordDeutschland, einige Helferland.

ariva.de In einem Land, das durch Neid und Mißgunst sich auszeichnet, ist partnerschaftliche Hilfe eher dünn gesät. Ohne materiellen Nutzen geht kaum noch was, leider.
Frau Schmidt, treten Sie endlich zurück, sie haben versagt!  ariva.de  

16.01.04 13:19

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_I@SL: Hat bei Euch einer eine Runde gegeben?

Pass bloß auf, dass auf deinem Arbeitsplatz nicht bald ein Zivi sitzt.  

16.01.04 13:20

762 Postings, 6788 Tage neo anderssonwie schaffen es den die amerikanischen genossen?


es gibt doch "feldversuchserfahrung" in amerika mit dem konzept.
wie hat sich das da denn auf die löhne ausgewirkt?

das kostenlose altenpflege nicht zu mehr invenstitionen führt sehe ich ein karlchen, das ist aber wohl auch nicht das ziel der sache.

in diesem sinne  

16.01.04 13:37

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_I@neo:

In den USA hat das lange Tradition, in Deutschland würde das wie ein externer Schock wirken, der das gesamte Preis- und Lohngefüge durcheinderwirbelt.

Aber von der Sache her ist das in den USA genauso bescheuert. Guck dir mal deren Struktur der Arbeitslosigkeit an. 16% Jugendarbeitslosigkeit - nach deren Methoden gemessen, nach unserer Methode dürften es weit über 20% sein.

http://www.bls.gov/news.release/empsit.nr0.htm  

16.01.04 13:40

12850 Postings, 6792 Tage ImmobilienhaiSL, wie wäre es mal mit nem glühenden Vorbild

anstatt immer nur neid und mißgunst über die regierung zu äußern...wie wär es mal mit partnerschaftlicher unterstützung der regierung???

sozusagen als leuchtendes Beispiel...  

16.01.04 13:49

4428 Postings, 6434 Tage Major TomSchwarzerLord for German Chancellor!

Achtung, das war ein "Karton". ;-)))

MT

PS


 
 

16.01.04 13:55

762 Postings, 6788 Tage neo anderssonkarlchen


erst mal danke für den link. wusste gar nicht, dass im land der jugend und der florierenden wirtschaft 16% der jugendlichen auf der strasse stehen.

das problem mit der altenpflege muss aber nun ja tatsächlich kurzfristig kostenlos/kostengünstig gelöst werden.

sind den irgendwo tragbare ideen in der pipeline? ich habe noch von keiner gehört. vielleicht soltte man hier schleichend diese amerikanische tradition einführend, um de schock auf die wirtschaft abzumildern.

oder wir machen es ganz einfach, und gewöhnen die leute wieder an den gedanken, die letzten lebensjahre und den tod zu hause zu erleben. die auslagerung ist jedenfall nicht mit marktgerechten löhnen zu finanzieren.

in diesem sinne  

16.01.04 13:58

13475 Postings, 7710 Tage SchwarzerLord@MT: Zuviel der Ehre. o. T.

16.01.04 14:07

2176 Postings, 6470 Tage HEBIImmo gut gekontert

Im Übrigen wollen wir in D keine Verhältnisse ala USA.

Wie Freiwilligkeit belohnt wird von öffentlichen Unternehmen und dazu zähle ich z.B. die Stadtwerke Herford hat man erst diese Woche gehört. Ein 38 jähriger Familienvater wurde nach der Flutkatastrophe 2002, für die er sich als Helfer des DLRG gemeldet hatte von den Stadtwerken entlassen. Gut er war in der Probezeit, aber er hatte vergessen sich das Einverständnis schriftlich einzuholen. Mündlich läuft eben nichts mehr.

Die Sache wurde erst publik als er jetzt vom OB in Osnabrück die Verdienstmedaille für seinen Einsatz ablehnte.

Also Freiwilligkeit sollte belohnt werden, ich selbst bin dazu zu bequem ehrlich gesagt und achte deshalb Leute, die etwas freiwillig tun sehr hoch.  

16.01.04 14:14

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_I@Neo...

Warum sollte das kostenlos sein? Dann entstehen eben in der Altenpflege Einkommen - wo ist das Problem? Das in anderen Teilen der Wirtschaft dann weniger Einkommen entstehen, ist ökonmisch eigentlich egal.  

16.01.04 14:14

1768 Postings, 6599 Tage kunibertSachliche Fragen an Karlchen

Wie groß ist die Jugendarbeitslosigkeit bei uns?
Wie hoch wäre sie ohne die staatl. Programme?

In welche Altersgruppe fallen Jugendliche
a) in den USA
b) bei uns?

Vielen Dank für eine kurze Antwort.  

16.01.04 14:35

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_I@Kuni...

1. bis 19 Jahre: 4%; bis 25 Jahre: 9%.

2. Staatliche Programme: 90.000 mehr, also bei den unter 25: 11%.

3. a) 16 bis 19
  b) siehe oben

 

16.01.04 15:59

1934 Postings, 7031 Tage kalle4712@neo andersson: Zu Postings 17 und 19

Ich habe nichts dagegen, wenn soziales Engagement gern gesehen wird. Aber bitte differenzieren: Freiwilliges soziales Engagement ist die eine Sache - der Zwang zu einer 12-monatigen und de facto unbezahlten Volltagsbeschäftigung dagegen eine andere.

Außerdem glaube ich, dass es in Harvard eher die Noten und die Schecks sind, die überzeugen.

Unter dem Strich wirkst Du nicht sehr überzeugend, da Du noch nicht mal weißt, wie "Harvard" geschrieben wird. Soll ich Dir da Insider-Wissen abkaufen? Nein danke. Ich glaube eher, Du arbeitest mit Unterstellungen, um andere Board-Teilnehmer zu diffamieren.
_________________________________________
Disclaimer kalle4712: http://www.ariva.de/board/186417/...?backurl=board_talk.m&a=_talk&700
 

16.01.04 16:54

762 Postings, 6788 Tage neo anderssonkarlchen


wenn die altenpflege kostenpflichtig geregelt wird, muss schon an vielen anderen stellen gespart werden. ich bezweifle, dass die bevölkerung dazu bereit ist. wenn sie es ist, macht es wirklich keinen unterschied.

kalle
"Unter dem Strich wirkst Du nicht sehr überzeugend, da Du noch nicht mal weißt, wie "Harvard" geschrieben wird"

dafür weiß ich wie jail oder myt geschrieben wird ;-), ausserdem will ich nicht überzeugend sein.

"Soll ich Dir da Insider-Wissen abkaufen"
nein, ich habe kein insiderwissen, ich hatte nie insiderwissen, und ich bezichtige jeden der lüge, der behauptet isiderwissen der öffentlichkeit zugänglich zu machen. allerdings ist die tatsache, dass hahward oder jähl diese dinge _zwingend_ sehen wollen allgemeinbildung. gerade bei hafart sind schon zig artikel zu dem thema veröffentlich worden. siehe zb:
http://www.taz.de/pt/2004/01/07/a0151.nf/text

es gibt für u.a. hawahrdt sogar "lebenslaufcoaches"
http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,273787,00.html

für jäyhl habe ich jetzt nichts rausgesucht, das kannste selber googeln.

"glaube eher, Du arbeitest mit Unterstellungen, um andere Board-Teilnehmer zu diffamieren."

das stimmt zwar grundsätzlich( ich bete übrigends auch den satan und die spd an ), aber wem habe ich denn jetzt was unterstellt?

in diesem altenpflegeheim  

16.01.04 18:54

1768 Postings, 6599 Tage kunibertKarlchen, vielen Dank, interessant o. T.

16.01.04 20:47

21799 Postings, 7563 Tage Karlchen_I@Kuni: Der Unterschied rührt daher, dass bei uns

die unter 20 meist inner Ausbildung stecken. Berufsausbildung wie bei uns gibt es in Amiland nicht. Allerdings stecken hier nicht wenige in Ausbildung in staatlicher Regie (die habe ich hier nicht mitgezählt - müsste man auch mal machen). Rasant geht es dann hier mit der Arbeitslosigkeit hoch bei denen ab 20, die sind dann mit der Ausbildung fertig, werden nicht übernommen und finden keinen Job.

Ich habe mir das mal vor Jahren genauer angesehen. Spitze war damals, dass 40% der im Friseurgewerbe Beschäftigten Auszubildende waren.  

18.01.04 11:56

95440 Postings, 7160 Tage Happy EndDer Zivildienst ist überflüssig und verlogen

Gut, dass sein Ende naht

Jedes Jahr müssen über hunderttausend junge Deutsche ihr Gewissen entdecken. Sie wollen ihren Dienst lieber in einem Krankenhaus als in einem Panzer ableisten, auch lieber zu Hause als in der Kaserne leben. Weil dies allein aber kein triftiger Verweigerungsgrund ist, ergreift die jungen Männer angesichts des Musterungsbescheids eine große Ehrfurcht vor dem Wert des menschlichen Lebens, wie es das Gesetz verlangt. Das teilen sie den Kreiswehrersatzämtern mit, um alsbald zum Sozialdienst einzurücken.

Jetzt sprechen alle ? die Familienministerin und die Sozialverbände ? vom Ende dieser Prozedur im Jahre 2008. Der Aufschrei ist überraschend gedämpft. Es fällt in der Tat schwer, zu entscheiden, was schlimmer ist: die staatliche Gewissensprüfung zu Zeiten, da das Militär auf Wehrpflichtige nicht verzichten wollte ? oder die Heuchelei heute, wo zu viele Gezogene bei der Bundeswehr nur stören würden. Natürlich gibt es gute Gründe, Zivildienst zu leisten ? nicht aber für ein Bekenntnis zu einem Fundamental-Pazifismus, der außerhalb wehrpflichtiger Jahrgänge ausgestorben ist. Der Expertenkommission, welche die Abschaffung des Zivildienstes empfiehlt, muss man allein um der Liebe zur Wahrheit willen gratulieren.

Denn die gesamte Debatte um Wehrpflicht und Zivildienst hat eine Kultur der Verlogenheit hervorgebracht. Sie beginnt mit der Sorge um die deutsche Sicherheit und Demokratie, die ohne Wehrpflicht angeblich auch heute, im Jahr 2004, nicht zu gewährleisten sei. Sie setzt sich fort in der diskreten Einladung an junge Männer, es doch vorübergehend mit dem Pazifismus zu versuchen, weil man sie in Wahrheit bei einer hoch professionellen Einsatzarmee nicht mehr braucht. Und sie endet mit der Legende von der ?Arbeitsmarktneutralität? des Zivildienstes. Offiziell darf nämlich kein Zivi einen regulären Arbeitsplatz besetzen. Wenn er aber nur purer Luxus ist, hätte der gesamte Zivildienst schon immer ohne Schaden für die Allgemeinheit abgeschafft werden können.

Auch wenn einige Sozialträger doch jammern: Natürlich geht es ohne Zivildienstleistende. Zwangsarbeit ist nicht sonderlich effektiv, das belegt so manche Studie über die Sklavenarbeit in der Antike oder in den amerikanischen Südstaaten, und daran hat sich wenig geändert, wie eine aktuelle Klage des Malteser Hilfsdienstes bezeugt. Dort fahren die Zivis so viele Krankenwagen zu Schrott, dass sich der Einsatz regulärer Arbeitskräfte schon wegen der Reparaturkosten lohnen würde.

In Bremen ist man weiter. Dort kommt der größte Hilfsdienst für Körperbehinderte seit acht Jahren ohne Zivis aus. Teilzeitkräfte erledigen die Arbeit. Frage an die Geschäftsführerin: Könnte man nach diesem Vorbild alle 95000 deutschen Zivildienstleistenden ersetzen? Die Antwort: ?Ja.?

Und da zurzeit ?Innovation? en vogue ist, sollte man nach Stuttgart schauen. Dort hat die Diakonie ein neues Berufsbild entwickelt: den Sozialhelfer. Vor allem ältere Arbeitslose werden als Hilfskräfte für Alte und Behinderte angelernt. Helfen, statt Hilfe zu beziehen, soziale Leistungen erbringen, statt Sozialleistungen zu kassieren ? wäre das nicht ein Modell für das innovative Deutschland? Aber ja, sagt der Vize-Geschäftsführer: ?Eine halbe Million Menschen könnten im sozialen Bereich arbeiten und müssten nicht mehr durch Arbeitslosen- oder Sozialhilfe alimentiert werden.? Und warum gibt es das nicht schon? Weil es den Zivildienst gibt ? bis 2008.

Ein soziales Jahr ? freiwillig

Und danach? Wie steht es um die charakterbildende Erfahrung des Helfens und Gebrauchtwerdens? Von der Fähigkeit zur sozialen Empathie profitiert doch die gesamte Gesellschaft. Vor einigen Jahren hörte man das Argument in einer anderen Form. Nur beim Bund, in der ?Schule der Nation?, würden Werte wie Einsatzfreude und Disziplin vermittelt, hieß es. Willy Brandt hat darauf eine treffende Antwort gegeben: ?Die Schule der Nation ist die Schule.?

Das gilt nach wie vor. Es kann nicht schaden, eine Zeit lang Rollstühle zu schieben oder Essen auf Rädern zu servieren. Längst werden in amerikanischen und englischen Schulen die Kids zur Sozialarbeit angehalten. Das freiwillige soziale Jahr ist eine wunderbare Einrichtung, es verdient mehr Förderung und Werbung. Personalchefs sollten Wert auf solche Praktika legen; dann paart sich Eigeninteresse mit Sozialsinn. Ein staatlich verhängter Zwang aber ist eines freien Landes unwürdig.

zeit.de  

18.01.04 14:32

2683 Postings, 6171 Tage Müder JoeDer Unterschied zwischen Zivilidienst und

Wherdienst ist kleiner, als man denkt:

Während man als Zivi die verschissenen Unterhosen der Rentner und Abgesangsanwärter reinigen muß, reinigt man als "Soldat" die eigenen verschissenen Unterhosen (sei es aus dem Grund, daß man in Afghanistan sitzt oder einfach sein Privatfach im Spind täglich mit den obligatorischen 21 Flaschen Bier neu auffüllen muß).  

18.01.04 17:18

138 Postings, 6069 Tage DarkKnight_II++ Pressemitteilung ++ Korrektur!! Verwenden Sie

bitte ab sofort nur noch die korrekte Bezeichnung:

Sozialistischer Arbeits-Dienst!

 

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