Das ist zumindest mein Eindruck, wenn ich die vergangenen Jahre Revue passieren lasse.
Während wir im Westen meinen, dass wir unsere Gegenspieler möglichst nicht provozieren sollten, dass wir möglichst ein Wettrüsten vermeiden sollten, nutzen unsere Gegenspieler das seit Jahren aus und arbeiten daran, unsere "Schwäche" in ihrem Sinne auszunutzen.
Während der Westen in aller Transparenz seine Depots an SIPRI meldete, hüllten sich unsere Gegenspieler weitestgehend im Nebel.
Russland meldete stets nur einen Teil seiner Streitkräfte, die tatsächliche Größe der Streitkräfte ist im Prinzip unbekannt, kann man nur anhand von Satellitenbildern spekulieren. Russland investierte seit Jahren einen deutlich höheren Teil seines BIP in seine Streitkräfte als z.B. westliche Staaten.
China sieht es noch viel schlimmer aus, hierzu ist noch sehr viel weniger bekannt. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass China einen beachtlichen Teil seines BIP, höchstwahrscheinlich mehr als westliche Staaten, ins Militär steckt.
Nordkorea besteht im Prinzip fast nur als Militär. Durch DarkNet und Schwarzmärkte dürfte Nordkorea zwar keine im Ansatz so moderne Armee haben wie westliche Nationen, doch die schiere Masse dürfte auch Nordkorea zu einem ernsthaften Gegner machen.
Die Türkei, Saudi-Arabien, Länder welche "gute" Beziehungen zum Westen pflegen und Stück für Stück ihre Streitkräfte mit westlicher Militärtechnik ausstatten. Ein Irrsinn, wenn man sieht, wie Erdogan den Terror der Hamas als Akt der Befreiung propagiert und Menschen gegen Israel und Juden aufhetzt.
Und dann ist da noch der Iran, der sicherlich auch große Teile seiner Wirtschaftskraft ins Militär gesteckt haben dürfte. Terroristengruppen wie die Huthi-Rebellen, Hamas, Hisbollah, usw. sind in der Masse auch nicht außer acht zu lassen.
D.h. um den Westen herum wird fleißig aufgerüstet und das schon seit Jahren, teils sogar mit westlicher Hilfe, weil wir tatsächlich glauben, dass wir damit das Vertrauen von Autokraten und damit Einfluss in diese Regionen gewinnen könnten.
Zur gleichen Zeit ist es in Dtl. nach wie vor unpopulär militärisch aufzurüsten. Statt dass wir bei Rheinmetall eine große Liste an Bestellungen aufgeben, probieren wir es mit Stückzahlen von 20, dass Rheinmetall förmlich dazu zwingt, keine Kapazitäten aufzubauen.
Für mich ist es unbegreiflich, wie wir nach wie vor in dieser Blase der Naivität verweilen und die Zeichen der Zeit uns schön schwurbeln. Wenn uns unsere Freiheit etwas wert ist, sollten wir endlich aufwachen. |