ich zitiere, ohne Kommentar:
"Die wundersame Geldvermehrung entzaubert sich beim Blick auf die Papiere, die Fricks Ruhm begründen. Denn die Raketen sind fast immer kleine Papiere, bei denen Fricks Verheißungen als sich selbsterfüllende Prophezeiung wirken können. Seine aktuelle Kursrakete ist NFX Gold: Bis Mitte Januar ist die kanadische Minenaktie ein hierzulande völlig unbekannter Nebenwert. Die Umsätze sind minimal, die Aktie ist ein Pennystock, der um 25 Cent pendelt; das Unternehmen nur rund zehn Mio. Euro wert.
Danach beginnt die Aktie unter erhöhten Umsätzen anzusteigen bis auf gut 60 Cent. Am 2. Februar zündet frick die Rakete. Er nimmt das Papier zu 65 Cent in sein Depot auf und gibt das Kursziel mit 1,20 Euro aus. An der Börse und in Internet-Foren ist der Teufel los. Binnen eines Handelstages hüpft die Notierung um mehr als 60 % auf einen Euro - keiner seiner Anleger kann so günstig kaufen, wie Frick im Wunderdepot.
Stufe 2 startet ein anderer: Sascha Opel, einst wegen Kursmanipulationen verurteilt, prophezeit in seinem Börsendienst "Pennystockraketen" Kurse von mehr als fünf Euro in ein bis zwei Jahren. Die "Rohstoffraktenbörse" am 15. März sieht sogar ein Kursziel von zehn Euro. Auch hinter der steht Sascha Opel. NFX Gold entwickelt sich wirklich zu einer Kursrakete, die Aktie steigt und steigt. Immer neue Gerüchte kursieren in den Foren, andere Börsenbriefe folgen den Empfehlungen, Frick bleibt begeistert. Am 27.3. springt die Aktie über 2 Euro, danach setzt eine Berg-und-Tal-Fahrt ein. Bis Montag war der Kurs aber auf 1,39 Euro gesackt. Möglicherweise waren die Anleger klüger beraten, die sich an die alte Börsenweisheit hielten: "Aktien sind wie brennende Streichhölzer. Wer sie als letzter hält, verbrennt sich die Finger.
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