Mit einigen der Anliegen bezüglich China (Schutz von Knowhow, Abschaffung des Zwangs von Joint Ventures, etc.) hat Amerika sicher recht und dies sollten auch die Europäer versuchen, zu ändern. Gleiche Rechte für die beiden jeweiligen Handelspartner sollte die Devise sein, denn China ist sicher kein Entwicklungsland mehr und die politische Kaste dort mit einem Auf-Lebenszeit-Herrscher und nicht vorhandener Demokratie/Meinungsfreiheit sollte man auch nicht all zu sehr unterstützen!
Das beste was Trump jetzt aber macht, ist die Strafzölle auf chinesische Konsumartikel zu erhöhen. Wer bezahlt am Ende eigentlich die Strafzölle? Doch nicht die Produzenten, sondern natürlich der amerikanische Verbraucher über höhere Preise für die gewünschten (günstigen) Produkte und China leidet über geringere Exporte dann auch noch etwas mit. Wie bei seiner Mauer zu Mexiko zahlen jedoch vorwiegend erstmal die Amerikaner. Steinhoff/Matress in den USA dürfte von den Strafzöllen dagegen nicht so stark betroffen sein, denn die beziehen - falls ich mich richtig erinnere - großteils ihre Ware von amerikanischen Anbietern. Weiß dies vielleicht noch jemand genauer?
Wenn einige der bisherigen Trump-Wähler in den letztes mal gewonnenen wichtigen Staaten noch vor der nächsten Wahl merken würden, daß diese agressive Art der Trump-Politik ihnen mit höheren Preisen ganz erheblich nah an den Geldbeutel gehen kann, sind sie wahrscheinlich noch am ehesten bereit, seine Politik und Wiederwahl vielleicht mal etwas intensiver zu überdenken und zu hinterfragen. Hoffentlich knicken die Chinesen nicht so schnell ein, denn vier weitere Trump-Jahre wären nur schwer zu ertragen. Wie es scheint, steht aber ein Einknicken der Chinesen erstmal in weiter Ferne, denn es trifft mit einem Importstopp gerade auch die US-Landwirte selbst - also Trumps Wähler-Clientel. Und nur deshalb hat er m.E. über einen Sprecher auch schon wieder Zeichen für eine weitere Verhandlungsbereitschaft mit China gesendet.
|