Griechenland ist tot!
Moin,
tja, ich dachte, Griechenland wäre es in den letzen fünf Jahren schlecht gegangen, die Wirtschaft könnte kaum noch weiter zu Boden sinken.
Sie konnte. Das, was sich hier in den letzten Monaten (seit der Wahl) und speziell in den letzten sechs Wochen abspielt, hat wirklich etwas Gespenstisches. Die gesamten Inlandsnachfrage nach Dienstleistungen und Waren ist komplett auf Null. Es geht nichts mehr. NULL:
Ausnahme: Langlebige Konsumgüter. Die Autoverkäufe sind um 40 Prozent gegenüber Vorjahresmonat nach oben geschnellt, MediaMarkt Praktiker, Ikea brechen unter dem Kundenasnsturm zusammen. Käufe in Erwartung der Drachme.
Die Arbeitslosigkeit schnellt in die Höhe – obwohl doch jetzt die Tourismussaison zur Hochform auflaufen sollte. Doch – welche Tourismussaison? Buchungen über internationale Tourismusanbieter sind rückläufig, die Buchungen aus Deutschland gar um 35 Prozent eingebrochen. Besitzer kleinerer Hotels und Vermieter von Appartements und Ferienwohnungen (deren Kunden sind eher Griechen, die im Inland Urlaub machen) vermelden Einbrüche von bis zu 50 Proznet. Das sind Familienunternehmen, die nun endgültig vor dem Aus stehen.
Alles steht. Sämtliche Investitionen, die aus dem Ausland kamen, geplant waren oder sogar schon liefen, sind auf Eis. Das erzählte mir ein Anwalt, der hier vor Ort solche internationalen Investoren betreut. Nichts tut sich. Totentanz.
Ende des Monates ist Termin für die Steuererklärungen. Bislang ist quasi nichts eingegangen, melden die Finanzämter. Ich habe lange, lange schon nichts mehr über die Mehrwertsteuereinnahmen gelesen, komisch eigentlich, das wurde sinst relativ regelmäßig veröffentlicht.
Ich kenne keinen Betrieb, der überhaupt noch an die Sozialversicherungsträger zahlt oder Lohnsteuer.
Kurzum: Es ist absolut lächerlich, dass Griechenland und die Gläubiger darum ringen, wie viel Überschuss dieses Jahr erwirtschaftet werden soll. Ein Prozent? Fünf? Lächerlich. In den letzten Monaten muss, nach allem, was ich sehe, die griechische Wirtschaft komplett weggebrochen sein. Es müssen Milliarden sein, die da fehlen und die bestimmt aber doch noch in irgendeiner Excel-Tabelle drin stehen. Meine Herren: Der letzte macht das Licht aus.
Nur, damit sich keiner wundert, wenn es nach Abschluss eines „Deals“ heißt „huch, die Löcher sind ja noch viel größer.“ Sie sind endlos.
Es hat was Episches, Historisches, so was mal gesehen zu haben. Obwohl, schön ist was anderes.
Viele Grüße
Gaby
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