Klar muss Ökoworld der Art von Nachhaltigkeit treu bleiben, die sie bisher vertreten haben. Alles andere würde wohl auch noch die letzten Ökoworldfondsbesitzer vergraulen. Dann bliebe wirklich nur noch, das Geschäft zu beenden und die Aktionäre auszubezahlen. Aber vielleicht hätten da die Stammaktionäre auch kein Problem damit, wenn der Cashberg Jahr für Jahr abgetragen/verbrannt wird, nur um der Ökoworldbelegschaft den Arbeitsplatz zu erhalten.
Der Ansatz der Allianz ist durchaus nachvollziehbar. Durch den Angriff auf die Ukraine hat sich - nicht nur hierzulande - die Sichtweise auf das Thema Nachhaltigkeit geändert. Es gibt leider Staatenführer, die nur die Sprache der Gewalt verstehen. Möglicherweise, weil sie nie eine andere kennengelernt haben. Und da wo Gewalt und Unfreiheit herrschen, hat Nachhaltigkeit jeglicher Art keine Chance.
Dass sich Ökoworld bis September Zeit lässt, um die neue Strategie des neuen Vorstands vorzustellen, ist schon - um es sehr wohlwollend auszudrücken - außerordentlich ungewöhnlich. In der Regel, haben neu bestellte Vorstände einer AG ein großes Interesse, ihre neuen Ideen und Strategien baldmöglichst der Aktionärsschaft vorzustellen. 9(!) Monate von der Neubestellung des Vorstands bis zur seiner Präsentation - bis dahin bleibt nur die Hoffnung auf: Was lange währt, wird endlich gut.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. |